Hallo liebe Conny,
schön, dass du bei uns bist - da ist schonmal ein wichtiger Schritt getan!
So, dann hast du also seit ungefähr 11/12 Jahren richtig geraucht, da gewöhnt sich der Körper natürlich schon sehr an das Gift und es ist nicht einfach, es zu lassen. Es gibt viele Wege mit dem Rauchen aufzuhören, ich glaube ganz fest, dass es für jeden den "richtigen" Weg gibt.
Feiern ist natürlich fies, in Verbindung mit Alkohol - bei manchen ist es auch Kaffee - fällt man schon mal gerne in alte Angewohnheiten zurück - daher ist es ganz sinnvoll, sich mal eine Zeitlang zurückzuziehen bzw. nicht mehr so arg zu feiern - mittlerweile ist ja in den Clubs und Bars das Rauchen nicht mehr erlaubt und draußen macht es bald auch keinen Spaß mehr, wenn es erst wieder kälter wird :lol:
Ich bin froh dass du sagst, dir schmecken die Zigaretten schon lange nicht mehr - so war es bei mir auch. Ich hatte schon länger den Wunsch aufzuhören und hab mich genau wie du darüber geärgert, dass ich etwas mache, was mir nicht nur nix bringt, mir nicht schmeckt, sondern mich auch noch krank macht :roll:
Damals hab ich dann etwas Geld zusammengespart für eine Hypnose - da hab ich noch nicht gecheckt, dass es das auch auf einem bekannten Videokanal gibt ;) - bin dann krank geworden und konnte tagelang nicht rauchen (das muss man sich mal vorstellen) - da habe ich dann den Absprung geschafft!
So waren schonmal zwei Voraussetzungen geschaffen - der ganz starke Wille, aufzuhören und die ersten Tage waren praktisch schon überstanden (nicht, dass ich weniger gelitten hätte, nur anders ;)). Trotzdem war es nicht einfach - der Nikoteufel hat sich danach noch oft und gerne gemeldet und ich war schon oft ziemlich entnervt von den Entzugserscheinungen.
Dann habe ich diese Seite gefunden und hier waren einfach so viele tolle Tipps, wie man sich die Entzugszeit einfacher machen kann:
Atemübungen:
Jedes Mal, wenn dich die Sucht überkommen will, tief einatmen, ein paar Sekunden lang die Luft anhalten und dann stoßweise ausatmen (bitte nicht zu oft hintereinander, nicht dass du uns umfällst) - das hilft über den Moment ganz enorm hinweg!
Die vier A's:
1. Aufschieben
Das Verlangen wird auch ohne Zigarette vorbeigehen. Atmen Sie zum Beispiel zehnmal tief durch. Der Wunsch nach einer Zigarette wird allmählich schwächer. Oder machen Sie eine Entspannungsübung, zum Beispiel indem Sie einzelne Muskelgruppen wechselweise an- und entspannen (progressive Muskelrelaxation nach Jacobson). Nach der Entspannungsübung „schwenken“ Sie dann um und beschäftigen sich mit etwas ganz anderem (siehe auch vierter Tipp: Ablenken)
2. Ausweichen
Gehen Sie vorausschauend kritischen Situationen, wie Raucherpausen oder
Kneipenrunden, eine Zeit lang aus dem Weg. Geben Sie anderen, z. B. Kolleginnen und Kollegen, einen Hinweis, dass diese Situationen für Sie noch schwierig sind, und bitten Sie gegebenenfalls um Hilfe (z. B. keine Zigarette anbieten).
3. Abhauen
Entfernen Sie sich z. B. einfach aus einer Gruppe von Rauchenden bis Sie sich wieder besser fühlen. Ziehen Sie sich für einen Moment zurück und befolgen Sie Tipp 4.
4. Ablenken
Ersetzen Sie das Rauchen bewusst durch andere Tätigkeiten, die Spaß machen, Sie ablenken und auf keinen Fall mit dem Rauchen vereinbar sind. Rufen Sie beispielsweise jemanden an, der Sie auf Ihrem Weg in die Rauchfreiheit unterstützt hat. Wenn Sie zu Hause sind, können Sie auch für einige Minuten duschen. Oder machen Sie eine Atemübung. Legen Sie sich auf den Boden und entspannen Sie sich. In jedem Fall sollte die Tätigkeit ein angenehmes Gefühl in Ihnen auslösen.
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Das habe ich dir jetzt geschwind herauskopiert, daher auf einmal "Sie" ;).
Mir hat es sehr geholfen, hier im Forum zu schreiben - du bekommst sicher bald mehr und mehr Zuspruch - und vielleicht sogar einen Rauchstoppzwilling :D.
Die ersten Wochen hatte ich immer eine Flasche Wasser dabei und hab kleine Schlückchen getrunken im Suchtfall - hilft tatsächlich und macht vor allem nicht dick, eher das Gegenteil!
Auch ein Strohhalm, auf Zigarettenlänge abgeschnitten und dann Luftrauchen - das war ein Tipp, der mir viel geholfen hat, gerade beim Autofahren!
Das Wichtigste war für mich übrigens, dass ich mich so aufs Nichtrauchen gefreut habe, dass es für mich etwas Positives war, trotz der nicht einfachen Zeit. Mit dieser Denkweise kommen manche Gedanken einfach gar nicht erst auf - schließlich quälen wir uns nicht beim Rauchstopp,. wir haben uns viele Jahre durch das Rauchen gequält und das hat seine Spuren hinterlassen .... aber es ist zu schaffen, auf alle Fälle und für jeden, der es wirklich möchte!
Was sind denn deine typischen Rauchsituationen? Außer beim Partyfeiern? Hast du das schon einmal analysiert? Dann ist es nämlich schon etwas einfacher, für die "gefährlichen" Situationen Vorkehrungen zu treffen!
Ganz ganz wichtig ist auch, dass du dir darüber im Klaren bist, dass diese Momente immer wieder mal kommen - auch wenn es eine Zeitlang super geht (was ich dir wünsche) - der Nikoteufel lauert genau dann, wenn man sich sicher fühlt!
Was meinst du, könnte dich beim Rauchstopp unterstützen? War hier etwas dabei? Sonst gibt es auch noch viele andere Möglichkeiten - wenn du es wirklich willst, schaffst du es auch, wie schon gesagt.
Ich freue mich schon, wieder von dir zu lesen und zu hören, was sich mittlerweile schon bei dir getan hat - auch wenn du den Stopp noch nicht ganz geschafft hast - den ersten Schritt im Kopf hast du schon gemacht :)
Lieben Gruß
xxx
Lix