Hi,
Ich bin 19 Jahre alt und habe gerade mein Abi auf einem Internat gemacht und gehe bald auf die Uni. Ich habe eigentlich seid ich täglich rauche (seit 16) vom aufhören geträumt. Habe es dann auch ein paar mal erfolglos versucht und mir dann eingeredet, dass das Problem ist, dass aufm Internat eig fast jeder raucht, von meinen Freunden ganz zu schweigen. Es ist ganz anders als auf einer normalen Schule, Rauchen war quasi omnipräsent. Jemand der nicht einmal gelegentlich rauchte war schon halbwegs was besonderes.
Ich hatte dann immer diese Erinnerung vor Augen: ich war seit ein paar Tagen rauchfrei und sitze in einer größeren Runde. Auf einmal stehen alle auf und gehen eine Rauchen, ich wollte aber nicht mitgehen und saß dann da alleine da. Es war ein scheiß Gefühl und daher habe ich mir immer gesagt, dass ich nachdem Abi aufhöre alles andere wäre sinnlos.
Jetzt bin ich seit 3 Tagen rauchfrei und habe noch 7 Wochen bis die Uni beginnt. Genug zeit also um so weit zu kurieren, dass ich mich dahin wieder konzentrieren kann und die heftigsten Suchtattacken weg sind. Außerdem glaube ich, dass wenn ich dort als Nichtraucher hingehe auch die gesamte Situation anders sein wird. Ich werde viel mehr mit Nichtrauchern abhängen und auch die starken Verknüpfungen zwischen Rauchen und bestimmten Situationen und Orten werden ich dort kaum haben. Andererseits denke ich mir, dass weil mich dort niemand (als Raucher) kennt, mich auch zunächst keiner unterstützen wird. Ich habe daher große Angst wieder zum Partyraucher und vom Partyraucher zum Raucher zu werden.
Daher kommt jetzt wieder dieser "Es ist nicht der richtige Zeitpunkt" Gedanke auf. Allerdings glaube ich auch nicht das es sowas wie den richtigen Zeitpunkt wirklich gibt. Bin hin und her gerissen.
Wollte mal wissen was eure Meinung dazu ist.