Hallo Piet, vielen Dank für Deine aufmunternden Worte. Ich möchte mal wirklich erwähnen, wie gut es tut, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen und wie schön es ist, dass ihr euch die Zeit nehmt, uns "Anfänger-Nichtraucher" unter die Arme zu greifen. Ich habe mir ebenfalls fest vorgenommen in Zukunft das Gleiche zu tun. Ich stimme Dir komplett zu: Es sind die Besonderen - die belohnenden Zigaretten nach einer wirklich guten Leistung o. ä.! Und es stimmt auch, dass ich die anderen Zigaretten komplett vergessen habe. Ich war wirklich überrascht, wie intensiv das Bedürfnis ist und was mir der Körper im gleichen Moment vorgegauckelt hat (Speichel wurde dickflüssiger, der Atem schwerer). Klassische Symptome, die ich immer hatte, wenn´s mal wieder Zeit für eine Zigarette wurde. Aber dieser Moment verging auch genauso schnell und überraschend, wie er gekommen war. Fakt ist aber auch, dass ich in keiner Sekunde darüber nachgedacht habe, mir Zigaretten zu kaufen oder sie mir auf eine andere Art zu beschaffen. Und das liegt daran, dass ich mir wirklich kein guter Grund einfällt, der fürs Rauchen spricht. Genau das ist der Punkt...es gibt kein Pro.
In der 5ten Klasse haben wir in Bio das Thema Rauchen und die Folgen durchgenommen. Nach Schulschluss bin ich vor meiner Mutter auf die Knie gefallen und habe sie angefleht, das Rauchen sein zu lassen (ich hatte die Aktion fast vergessen. Meine Mutter hat sie mir neulich erzählt). So, jetzt mal ganz im Ernst Leute: Wie schlimm ist es bitte, dass Du nicht weißt warum Du rauchst und Dein Kind vor Dir auf die Knie fällt und Dich inständig bittet, damit aufzuhören. Ich bin es meinem kleinen Sohn einfach schuldig und kann das Risiko nicht eingehen, schwer zu erkranken. Mir danach womöglich vorhalten zu müssen, dass ich es hätte verhindern können. Vielleicht - womöglich. Meine Mutter raucht immernoch und wird es auch nicht sein lassen. Bewundert mich aber sehr. Genau wie alle anderen Raucher. Und genau deswegen Waupi lohnt es sich zu kämpfen, aber auch nicht die Starke oder den Starken zu spielen. Ich glaube, es ist erlaubt zu sagen, dass es soooooo schwer ist und das man sich schlecht fühlt. Und genau wie Piet sagt, jeder macht die Entwöhnung irgendwie anders durch. Allein das Schreiben und die vielen positiven Antworten, der Zusammenhalt macht es einfacher. An der Stelle sei gesagt, dass ich mir nicht ansatzweise vorstellen möchte, wie es einem Drogensüchtigen oder Alkohlabhängigen auf Entzug geht.....! :roll: