Hallo zusammen!
ich lese nun schon seit einiger Zeit in diesem Forum und würde gerne dazu gehören. Das Lesen hier, hat mich nun doch schon das eine oder andere Mal vom Griff zur Zigarette bewahrt.
Zu meiner Person, ich bin 39 Jahre alt und seit fast 25 Jahren Raucherin. Ich habe 3 Kinder mit 18 J, 15 J, und 3,5 Jahre.
Leider habe ich in meinem engeren Umfeld erfahren, wie schnell es geht von der Diagnose Lungenkrebs bis zum Tod. Kurz vor Weihnachten bekam ich ziemliche Nackenschmerzen/Schulterschmerzen und erinnerte mich daran, dass es bei der Bekannten damals auch so anfing. Sie dachte sie hat sich überarbeitet und deshalb die Schmerzen und ging arglos zum Arzt und kam raus mit der Diagnose Lungenkrebs.
Ich durfte an eigenem Leib nun erfahren, was die Psyche im Stande ist mit dem Körper zu machen. Ich habe mich so sehr hineingesteigert, immer schlimmere Schmerzen gehabt, konnte nachts nicht schlafen und war der Überzeugung - ich habe Lungenkrebs. Meine Gedanken waren grausam. Was sollte mit meiner kleinen Tochter werden, schafft das mein Mann alles.........es war Wahnsinn. Anfangs war ich der Überzeugung, ich gehe nicht zum Arzt, ich will es gar nicht wissen, doch alles wurde nur noch schlimmer. Irgendwann hab ich dann endlich mit meinem Mann darüber gesprochen, es dauerte noch ein paar Tage bis ich bereit war zum Artz zu gehen. Aufgelöst und dem Nervenzusammenbruch nahe, war ich also bei meiner Ärztin, die mir gleich eine Überweisung zum Lunge röntgen mitgab. Am nächsten Morgen war es dann soweit. Die Zeit zwischen Röntgen und wie ich dann zum Arzt reingerufen wurde, kann ich nicht beschreiben. Nie mehr möchte ich sowas erleben. Kurz und gut, ich habe keinen Lungenkrebs und meine Schmerzen haben sich superschnell in Luft aufgelöst, so wie eben meine Anspannung.
Ich bin heimgefahren und habe mich dann zu einem Nichtraucherseminar angemeldet. Am 29.01.11 war es dann soweit. Seitdem bin ich Nicht-Raucher!
Tja, die ersten Tage waren nicht ganz einfach. Leider bin ich ziemlich schnell auf 180. Mein armer Mann. Ich war so sicher, dass ich es schaffe, leider gehts mir manchmal ziemlich mies und dann würd ich am liebsten eine rauchen. Ich komme mir dann vor, als hätt ich Engelchen und Teufelchen auf meinen Schultern sitzen. Bisher hat das Engelchen gesiegt......ich hoffe, das bleibt so und die Gier auf diese dreckigen, stinkenden Stängel lässt immer mehr nach.
So, das wäre es erstmal zu mir.
Schnuppi71