16.03.2019
14:48 Uhrbearbeitet:
16.03.2019
16:31 Uhr
Moin Moana,
vielleicht wunderst Du Dich, daß hier noch keine/r geantwortet hat - mich wundert zunächst nur, daß Euer Link noch da steht - die werden, weil unerwünscht, meist umgehend gelöscht.... also nicht ärgern, wenn er in Kürze weg ist.... sollte sich jemand doch dafür interessieren, wird sie/er Euch eine PN schicken....
Ich kann es mir aber nicht vorstellen -
1. Die ForumantInnen hier wollen den ultimativen Rauchstop und keine Reduktion.
2. Die Reduktion bewirkt physisch eine Dauerunterversorgung mit Nikotin - d.h., einen Dauerschrei der Sucht nach mehr.... wer will denn sowas ?!
3. Die meisten hier haben bereits ein paar, mehrere oder sehr viele Tage des Nicht-mehr-Rauchens geschafft - wer sollte da für eine Reduktion des aktuell nicht vorhandenen Konsums wohl wieder beginnen zu rauchen....?!
4. Die noch nicht rauchfreien Forumantinnen habe sich mehrheitlich schon ein Ausstiegsdatum gesetzt.
5. "Reduktion des Tabakkonsums" ist wie "ein bißchen schwanger"....
Ich vermute, weder Du noch Dein Prof. habt Euch, bevor Ihr diesen Mega-Post hinterlassen habt, mit den Zielen dieser Seite und schon gar nicht mit den ForumantInnen hier ausreichend beschäftigt.
Meine persönliche Meinung - man kann keiner Suchterkrankung mit "Reduktion" beikommen - weder Alkoholismus, noch Nikotinsucht oder Sucht nach in D unter das BTMG fallenden suchterzeugenden Substanzen.... vielleicht einigen mit Substitution (Heroin-Methadon), aber auch dadurch ändern sich noch keine suchtfördernden Verhaltensweisen, persönlichen Strukturen etc.
"Nie wieder einen einzigen Schluck", "Nie wieder einen einzigen Zug" - ist nun wirklich überall nachzulesen, als das Einzige, was nachhaltig, also tatsächlich hilft - 100%ige Abstinenz von den suchterzeugenden Substanzen (jedenfalls, wenn man schon süchtig ist).
Sorry - aber Eure Probanden tun mir jetzt schon leid.... in meinen Augen die reinen Versuchskaninchen für von vorn herein zum Scheitern verurteilte "Forschungsreihen".
D.h., nein - die "Forschungsreihen" werden sicher von Erfolg gekrönt sein - so lange sie laufen und auch Erkenntnisse bringen, wie sich die beiden Probandengruppen unterscheiden.... aber die Teilnehmer hinterher nicht minder süchtig sein und nicht von ihrem Suchtmittel losgekommen, sondern ihnen wird vorgegaukelt, sich mit Reduktion helfen zu können - welche Illusion....
Kann man Euer "Selbsthilfemanual zur Stressreduktion mit Achtsamkeitsübungen" eigentlich auch bekommen, wenn man einfach daran interessiert ist, also ohne sich beforschen zu lassen?
Ich bin sehr daran interessiert, möchte aber ungern dafür wieder mit dem Rauchen anfangen müssen....
Es grüßt
Nomade
P.S. Ich bin weder wissenschaftsfeinlich - habe als Diplomchemikerin in der Akademie der Wissenschaften der DDR gearbeitet - noch psychotherapiefeindlich - 2011 in schwerster Depression dankbar und erfolgreich eine Psychothearpie absolviert....