Hallo Ihr lieben gleichgesinnten Wollenden und Könnenden,
vor 2 Tagen habe ich mich hier angemeldet, rigoros über den Kopf meines inneren Schweinhundes Walter hinwegsetzend. Damit ist es amtlich: ICH WILL NICHT MEHR RAUCHEN:bang:
Der Gedanke schwirrt mir schon lange durch den Kopf, wurde auch oft handfest in die Tat umgesetzt......so für 6-7 Stunden. Leider war der blöde Walter nicht mundtot zu machen und schrie stündlich lauter. Nicht etwa weil er eine Zigarette wollte .......neeeeein, er fand den Zeitpunkt immer nur ausgesprochen ungünstig zum Aufhören. Kann man machen, aber bitte später. Einmal passte ihm das Datum nicht, dann war zuviel stressige Arbeit vorab zu erledigen, dann war der Termin wegen anstehender und unausweichlicher Gruppentreffen (Familienfeier, Geburtstag etc.) von Rauchern äußerst fragwürdig. Nun, ich hab gemerkt, er wollte mich unterstützen und stand auch immer hinter mir, nur leider war ich zu dusselig einen geeigneten Zeitpunkt zu finden:roll:
Irgendwie kann ich mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass ich mir einen Zeitpunkt schaffen muss, denn sonst geht das immer so weiter wie in den letzten 1 1/2 Jahren mit diesem Schweinehund im Nacken.
Mir ist beim Anmelden schon irgendwie ganz komisch geworden, weil das damit so offiziell bekennend geworden ist. Seit 2 Tagen lese ich nun immer schön brav die Motivationshilfen und begleitenden Worte, die auch echt anstacheln und meinen Rauchstopptermin am 01.07.2013 ganz erheblich bekräftigen. Walter sagt nun auch nix mehr; sitzt vielmehr mit eingeklemmtem Schwanz in der Ecke und hat .......einfach nur schiss:oops:
Ich habe jetzt ganz viele Beiträge hier gelesen und nun endlich auch den Mut gefunden mich noch weiter aus dem Fenster zu lehnen und für -zig tausend Leute sichtbar ganz deutlich zu verkünden: Ich höre mit dem Rauchen auf.
Die Motivation liegt im gesundheitlichen Aspekt (wer will schon bei einer Radtour über 25 km immer als letzter darauf warten das die Lunge nun endlich auch nachkommt), im sozialen Aspekt ( die von Walter so sorgenvoll erwarteten Gruppenrottungen von Rauchern bestanden oft aus mir und Walter die aussätzig vor die Tür mussten) und einem zu erwartenden persönlichen Wohlbefinden ( die Gesichtsfalten werden immer tiefer und was nützt es schon sich aufzubrezeln, das tollste Parfüm zu vernebeln und aus den Klamotten und dem Mund zu stinken wie ein Ascheimer).
Insofern bin ich total überzeugt und freue mich riesig auf Montag ( wenn der doch nur noch etwas weiter weg wäre), aber mit zunehmendem Näherrücken kommt auch verstärkt Panik auf. Was mache ich bloss, wenn ich am Sonntagabend die letzte Zigarette geraucht habe und keine mehr da sind:o:o. Wie überstehe ich den Montagmorgen nach dem Aufstehen:o:o:o? Und wie lang sind so 24 Stunden am Tag, wenn man keine Zigaretten hat:o:o:o:o?
Seit 30 Jahren rauche ich jetzt etwa 25-30 Zigaretten am Tag ( auch wenn ich mit schlimmster Grippe und dem Tode vermeintlich nahe im Bett lag). Vor etwa 6 Jahren habe ich beschlossen nicht mehr in der Wohnung zu rauchen; nur noch auf dem Balkon. Ist toll, also wirklich. Ich war auch überrascht, dass man in der Küche Kaffee trinken kann, dabei nicht stirbt weil man nicht raucht und dann anschließend morgens um 6 Uhr im Schlafanzug auf dem Balkon zum Teil bei -18 Grad im Winter rauchen kann ohne Kaffee zu trinken. Es geht und selbst Walter fand es nach einigen Wochen ganz ok. Aber so gar nicht mehr rauchen? Und so sitze ich also hier und freue mich wirklich ganz dolle auf Montag um endlich frei von diesem Zwang zu werden und schiebe dann wieder Panik........immer schön im Wechsel:wink: