Hey Christine,
danke für die Blumen. So gefestigt ist das aber noch nicht. Die Sucht nach dem Nikotin, da machen wir uns nichts vor, ist schon nicht von schlechten Eltern. es ist sehr stark in uns verankert und absolut nicht einfach. Klar, sterben tun wir vom Aufhören nicht, aber jeder empfindet es auch anders. Der eine erlebt die Entwöhnung intensiver und der nächste weniger intensiv. Sich damit auseinander zu setzen und das auch zu spüren gehört für mich dazu. Es ist fast unumgänglich dass einen immer mal der Wunsch nach der Zigarette überkommt, merke ich tagtäglich. Deshalb sollten uns diese Momente nicht allzu sehr überraschen. Viel wichtiger ist es, Stategien zu entwickeln diesem Wunsch entgegenzuwirken. Wir trainieren uns sozusagen das"Nein sagen" an und irgendwann verliert die Zigarette nach und nach an Bedeutung. Das ist mein Plan :D
Mir hilft es sehr mich hier auszutauschen (hat mich schon das ein oder andere mal gerettet in den letzten 5 Wochen) und es hilft mir sowohl positives als auch mal negatives zu lesen. Das zeigt mir, dass andere auch zu tun haben, aber auch, dass man es schaffen kann. Ich sehe der "Sache" tief in die Augen... und habe hier gelernt, dass man immer auf der Hut sein muss. Wenn wir vorbereitet sind auf Überraschungsangriffe, dann können wir sie vielleicht besser händeln, oder wie siehst du das? Hier zu schreiben hilft mir auch selbst in Momenten wo es mal nicht so leicht ist. Es lenkt ab. Ich führe jeden Tag Selbstgespräche (spielt sich zum Glück überwiegend still in meinem Kopf ab) und erkläre mir immer wieder, wo ich meinen Ausstieg einordnen kann, um es mir leichter zu machen, um mir selbst gut zuzusprechen, um mir Mut zu machen, um durchzuhalten.
Ich teile jetzt mal einen wirren Gedanken von mir mit dir (inhaltlich bitte keine Wertung, ist nur ein Vergleich für mich) :D:
Eben gerade habe ich das aus der Perspektive betrachtet, als würde ich mich heute entscheiden Vegetarier zu werden, weil ich urplötzlich Probleme damit habe, welchen Weg mein Fleisch zurücklegt bis es auf meinem Teller landet. Ich glaube nicht, dass es mir so schwer fallen würde auf Fleisch zu verzichten, obwohl ich in der Vergangenheit gern Fleisch gegessen hab. Ich habe eben einen Entschluss gefasst bzw. hat sich meine Einstellung zum Fleisch essen nun verändert. Komisch, dieser Gedanke, auf das Fleisch zu verzichten, macht mir überhaupt keine Angst. So versuche ich das mit dem Verzicht auf die Zigarette auch zu sehen (nicht so streng), weil ich einfach keine Angst haben möchte und weiß, dass es auch eigentlich keinen Grund gibt.
Ich weiß nicht ob das Beispiel jetzt vielleicht irgendwie nicht so gut getroffen ist, aber solche Gedankengänge entwickeln sich momentan bei mir und nehmen mir zum einen die Angst (vor was auch) und zum anderen stärken sie mich ein wenig. Vielleicht hilft mir diese Schiene für einen dauerhaften Rauchausstieg, Einen Versuch ist es wert, drück mir die Daumen. :wink:
Es gibt auch Meinungen hier, wo man sich garnicht so intensiv mit dem Ausstieg befassen will, das ganze für sich nicht so aufzubauschen und am besten garnicht damit konfrontiert zu werden. Auch das gibt es, vollkommen in Ordnung. Zu welchem Typ du gehörst findest du schnell raus und dann gehts auch ein wenig besser. Ich drücke dir Daumen.
LG Nadine