Oohhh, eine Geschichte? Mal sehen, ob mir was einfällt... Bin da nicht so gut... Zumindest schreibe ich lange nicht mehr so viel wie früher (da habe ich meistens Briefe und Tagebücher geschrieben, ab und zu ein Gedicht...)
Zwei Frauen in der Klinik
Das hier ist ein Forum für Nichtmehrraucher, aber die beiden, von denen die Geschichte handelt, lernten sich im Raucherzimmer einer psychiatrischen Klinik kennen... Sie trennten genau dreissig Jahre, aber die Sympathie war sofort da und gegenseitig. Die ältere hatte lange rotblonde Haare, bunte Klamotten und war ein richtiger Hippie. Sie hatte immer ihre Gitarre mit im Raucherzimmer. Die jüngere hatte eine kahle Stelle am Hinterkopf und trug deshalb zu dieser Zeit immer Mützen. Zu den beiden gesellten sich mit der Zeit noch einige andere jüngere Patienten. Aber die Freundschaft zwischen der jüngeren und der älteren Frau wurde zu was besonderem. Sie sangen zusammen "Lady in Black" und "Es saß ein klein wild Vöglein auf einem dünnen Ästchen" und anderes. Sie malten auch beide sehr gerne und in der Ergotherapie malte das junge Mädchen ein schnelles Porträt von der älteren Frau. "Du kennst mich drei Tage und hast meine Seele gemalt.", sagte die Frau. Die junge Frau freute sich. Einmal saßen sie händchenhaltend im Raucherzimmer und da kam ein etwas verwirrter Patient dazu, drehte sich wieder um und meinte: "Macht weiter!" "Siehst du, der hats verstanden!" sagte die ältere Frau zu der jüngeren. "Ich habe den lieben Gott um zwei Dinge gebeten", sagte die ältere einmal. "Dass er mich lieb hat und dass ich rauchen darf, so lange ich will...." (Natürlich ist es eine wahre Geschichte und wenn ich heute an die Frau denke, hoffe ich, dass sie vielleicht auch den Absprung schafft oder Gott sie wirklich so beschützt...). Schon bald ließ sich die jüngere Frau entlassen, besuchte die ältere aber noch öfter in der Klinik, bis diese auch wieder daheim war. Dann hatten sie eine Weile ihre Dienstagstreffen... Jeden Dienstag besuchte die jüngere Frau die ältere in ihrer kleinen bunten Hippie-Wohnung. Dort machten sie meistens Musik, tranken Kaffee und rauchten... Die Hippie-Frau wollte der jüngeren sogar mal das Gitarre spielen beibringen, aber es war der jüngeren zu schwer. "Du willst nicht", sagte sie enttäuscht. Aber das machte nichts, denn die jüngere Frau lernte Trommeln und konnte auch ein bisschen Klavier spielen. Sie zeigten sich gegenseitig Fotos aus ihrer Kindheit und vertrauten sich viel an. Sie hatten sich lieb. Aber dann, nach nur wenigen Monaten, passierte etwas, weswegen die ältere Frau der jüngeren nicht mehr vertrauen konnte. Sie schrieb ihr einen ernsten Abschiedsbrief und die junge Frau war sehr traurig. Sie hatte der Freundin nie was Schlechtes gewollt und beantwortete den Brief ehrlich und gab der Frau auch ihr Lieblingsfoto, das sie sich ausgeliehen hatte, zurück. Sie vermisste die Dienstagstreffen, die Telefonate. Ein paar Monate später traute sich die jüngere Frau, wieder bei der Hippie-Frau anzurufen. Diese war sehr erfreut und meinte, dass sie sich sehr über die Briefe gefreut habe. Es war fast wie früher. Aber es konnte nie wieder so werden wie am Anfang. Monate später trafen sie sich noch einmal, umarmten sich sogar... Aber danach haben sie sich nicht mehr wiedergesehen. Aber die Geschichte zeigt, dass es Freundschaften gibt, die nicht für die Ewigkeit bestimmt sind, aber trotzdem was besonderes sein können.
Ich denke jedenfalls gerne und ohne Groll an "meine Hippie-Frau" zurück.
Sorry, Geschichten erfinden liegt mir nicht so, also habe ich eine "wahre Geschichte" erzählt.
:balloonsheart:
Ganz liebe Grüße Stef :)
:rose: