Mit 16 angefangen, weil es cool war. Jetzt bald 49, dazwischen mal 2,3 Jahre am Stück nicht geraucht. Cool ist es schon lange nicht mehr, ganz im Gegenteil, es wird immer stressiger. In meiner Umgebung bin ich einer der letzten der raucht und habe keine Lust mehr, auf Balkonen rumzustehen, um der Sucht zu fröhnen.
In 10 Tagen will ich aufhören. Die erste Woche habe ich frei, nicht einen Termin, keine Verpflichtung. Bis dahin rauche ich weiter und versuche mir klar zu werden, wann es wohl besonders schwierig werden dürfte. Klar morgens, klar am Abend bei einem Wein, klar beim Computer. Nur im Bade- und Schlafzimmer rauche ich nie. Die Wasserrechnung dürfte nach oben gehen, vielleicht komme ich ja auch mal zu etwas mehr Schlaf *grins*.
Ich hab ne Ahnung, was auf mich zukommt. Als ich das erstemal aufhörte, war das echt nicht einfach, die ersten Tage wie 'benebelt' durch die Welt gelaufen. Was ich damals aber echt faszinierend fand war die Tatsache, dass ich einen viel klareren Blick hatte (ok, das gab sich dann mit der Zeit).
Warum ich nach so langer Zeit und als wirklich starker Raucher aufhören will? Das Husten hört sich einfach schrecklich an. Es stinkt überall. Alle zwei Tage ein Päckchen Tabak mit Blättchen und Filter für über 8 Euro! Ne gewisse Ausgrenzung (nicht, dass ich zu den Öko-Spießern gehören will die dauernd von bewußtem Leben schwafeln und einen Panzer als Auto haben). Und die Sucht bestimmt einen, irgendwie will ich wieder Herr meiner selbst sein.
Vielleicht, aber nur ganz vielleicht, fange ich wieder mit dem Laufen an. als ich das erste Mal aufhört merkte ich körperlich so was von genau, wie viel schneller ich geworden bin, wie viele Kilometer ich mehr schaffte. OK, das kann ich dieses mal nicht so erkennen können.
Noch bin ich ganz zuversichtlich, der Entschluss ist ja auch schon länger gereift. Aber ab heute läuft der Countdown. In manchen Augenblicken freue ich mich sogar darauf, in anderen bin ich eher ängstlich eingestellt.