Hallo Mondfunkeln,
ich hab Dich gefunden, freu ich mich drüber! Und ich hab mich gefreut, Dich heute im Chat kennenzulernen.
Was ich mir beim Durchlesen Deiner Überlegungen bei Dir vorstellen könnte, ist daß Du versuchst, vorab alle Eventualitäten gedanklich abzudecken, alle Auftreten von Stolpersteinen einzuplanen. Und daß es Dir nicht ganz geheuer ist, daß das nicht geht. Richtig so?
Das muß es aber nicht sein Mondfunkeln. Weißt, erstens kann man sowieso nie vorab einschätzen, wie eine Entwöhnung verläuft und was sie für uns bereithält. Ein wenig vorbereiten schon - ja, aber Du kannst gar nicht vorhersehen, was alles kommt. Warum also Gedanken darüber machen. Wäre es nicht stressfreier, in aller Ruhe und ohne Druck aufzuhören, zu schauen was kommt, und dann situativ zu reagieren, wenn Du entwöhnungsbedingte Befindlichkeiten verspürst? Du kannst sie auch alle hierher tragen, hast das ganze Forum im Rücken, und dann können wir alle zusammen situativ reagieren. Wäre das eine Erleichterung?
Und zweitens, Du hast vorhin im Chat von Mut gesprochen. Mut braucht man zum Kämpfen, das ist richtig. Doch Du sagst ja, Kämpfen ist nicht Deine Natur. Also verabschiede Dich ruhig mal von dem Kampf-Gedanken. Du sollst ja gar nicht gegen Schmacht oder Verlangen kämpfen, denn Du brauchst es ja, um erfolgreich rauchfrei zu werden: Die Auseinandersetzung damit stärkt Deine Rauchfreiheit. Also nimm die Schmachter oder was da kommt an! Lasse sie kommen, und dann sitze sie aus mit dem guten Gewissen, daß Dich jeder ausgesessene Schmachter stärkt. Und die Sucht in Dir schwächt. Dabei dürfte Dir auch die vorhin im Chat (ich glaube von Bine) angebotene Strategie entgegenkommen, immer nur diese Zigarette aufzuschieben. Nein danke, ich rauche jetzt nicht. Wäre das nicht eher eine Sichtweise für Dich?
Ich würde mich freuen, weiterhin von Dir zu lesen Mondfunkeln. Bis hoffentlich bald grüßt Dich
Lydia