macht mir so eine Angst, permanent diesen Schmachter zu haben und nie wieder glücklich zu sein, was rational betrachtet natürlich völliger Schwachsinn ist – dennoch sagt mir das, vermutlich mein Unterbewusstsein, in aller Deutlichkeit.
Moin, ich bin Karl, 43 Jahre, rauche seit dem ich, glaube ich 12 bin (weiß das schon gar nicht mehr genau), habe kürzlich die Diagnose COPD erhalten, frage mich aber schon seit längerem nach dem Sinn des Rauchens.
Ja, vermeintlich beruhigt es mich,
die besten Ideen fallen mir beim Rauchen ein.
Es kaschiert meine Unsicherheit.
Der Mar*boro Cowboy ist aber auch ne coole Socke.
Ich weiß, in der Bewusstheit, dass das alles nicht der Wahrheit entspricht.
Ich hab bereits eine Diagnose erhalten, die mein Leben definitiv verkürzt, dennoch kann ich die Kippen nicht einfach weg schmeißen, mit der Verachtung, die ich den Klimmstängeln mittlerweile gebe.
Gestern war ich in einer Uni-Klinik, die eine Raucherentwöhnung anbietet und mir wurde eine medikamentöse Begleitung empfohlen. Ich habe mir jetzt noch kein Datum gesetzt, aber ich werde diesen Weg gehen – was hab ich schon zu verlieren.
Die Nichtraucher oder gewordenen Nichtraucher werden sagen, du kannst nur Gewinnen, du wirst so viel Lebensqualität (wieder)erlangen, du wirst reich sein – ich weiß irgendwo, dass das alles richtig ist, aber ich kann es mir einfach – bei mir - nicht vorstellen.
Ich kann mir mich nicht als Nichtraucher vorstellen, zumindest nicht ohne ewig „traurig“ zu sein, keine mehr Rauchen zu können/zu dürfen.
Ich bin so Zwiegespalten. Mein Gefühl sagt mir, dass ich nun im Leben an einer Kreuzung stehe, und kann in die eine Richtung gehen - oder in die andere.
Die eine Richtung bedeutet, ich verlasse meine Komfortzone nicht, tue das meinem Körper weiter an, und wenn ich Glück habe, erlebe ich noch ein-zwei Rentenjahre.
Oder aber ich gehe den anderen Weg und sage damit Ja zum Leben, reiß mich am Riemen und komme von dieser *** Sucht weg.
Ich habe hier schon einige Beiträge gelesen und mir kamen echt die Tränen. Ich ziehe vor jedem meinen Hut, der oder die es geschafft hat.
Mal schauen, vielleicht ziehe ich auch irgendwann den Hut vor mir selbst.
Erstmal ein schönes und viele Grüße aus´m Norden.