Liebe Gioia,
ich gratuliere Dir ganz herzlich zum vorverlegten Absprung! Jeder Tag, an dem Du nicht rauchst, ist ein Gewinn und toller Erfolg. Du kannst jetzt schon stolz auf Dich sein.
Der Vergleich mit der Trennung von einem Lebensgefährten ist überhaupt nicht absurd: schließlich hat uns das Rauchen ja tatsächlich über ganz weite Teile unseres Lebens begleitet. Und mehr noch, irgendwie haben wir die Qualmerein ja dahingehend mißverstanden, daß sie auch noch was für uns tut, uns entspannt, uns dazugehörig und aufgeschlossen fühlen läßt und wir uns "die Freiheit nehmen" zu rauchen. Und dieses Gefühl ähnlich dem Ende einer Freundschaft beim Rauchstopp kennen ganz viele hier! Doch wenn man mal näher hinschaut: Ein Lebensgefährte, der uns das Geld aus der Tasche nimmt, uns krank macht und uns fremdsteuert (was uns das Rauchen ja faktisch antut - kennst Du nicht auch den Drang, schnell aus einem Kaufhaus, Kino oder Theater zu flüchten, weil Du rauchen willst?), kann unser echter Freund nicht sein oder? Hätten wir "in echt" so einen feinen "Freund", hätten wir ihn glaube ich schneller aus unserem Leben geschubst...
Insofern eine richtig gute Entscheidung, jetzt aufzuhören, toll Gioia! Hast Du Dir ein paar weitere Ablenkungsmanöver für eventuell auftretende Schmachter überlegt? Wasser ist natürlich schon mal Gold, denn es entschmachtet, trägt zur Entgiftung bei, hält den Kreislauf stabil, die Verdauung, und wie sagt der österreichische Popvolksmusiker in der Werbung? Wenns schee mochd! :P Ein toller Nebeneffekt findest Du nicht? Womit könntest Du Dich noch so ablenken, Hobby, Ausmalbücher für Erwachsene, was könntest Du Dir vorstellen?
Was ich Dir auch gerne ans Herz lege, sind kleine Alternativen für Situationen in denen Du gewöhnlich geraucht hast. Das kann ein Glas Wasser ganz gezielt nach dem Essen sein oder direkt Zähne putzen (das dämpft die durch die Situation hervorgerufene Schmacht), oder ein leichter Spaziergang bei Langeweile, bei Frust vor die Haustür gehen und bis zehn zählen... biete Deinem Kopf für diese eintrainierten Routinen was anderes an, so entkoppelst Du die Verknüpfung der Situation mit dem Rauchverlangen.
Und für den Notfall gebe ich Dir noch die 4 A-Tipps an die Hand, es sind kleine Manöver gegen Rauchverlangen, die jederzeit und überall schnell ohne Requisiten einsetzbar sind:
http://www.rauchfrei-info.de/aufhoeren/tipps-fuer-ihren-rauchstopp/tipps-bei-verlangensattacken/
Laß jederzeit weiterhin von Dir hören, wir freuen uns! Außerdem hört es sich gemeinsam einfach leichter auf. Viele Grüße und gutes Gelingen sendet Dir
Lydia