Hallo Giftzwerg,
[quote="Giftzwerg76"]
Ich stolpere mich von Stunde zu Stunde.
[/quote]
ich kann Dich schon verstehen, am Anfang kam mir der Tagesablauf auch superstolperig vor - einfach weil man ohne Zigarette noch keinen _hat_! Ist ja völlig zusammengebrochen ohne die Einteilung des Tages nach Kippen. Es wird bald geschmeidiger laufen, denn genauso, wie wir uns Routinen im Rauchen eintrainiert haben, können wir uns diese auch wieder im Nichtmehrrauchen angewöhnen. Das wird schon Giftzwerg.
Von Stunde zu Stunde zu denken, finde ich indes gar nicht so verkehrt! Weißt, vielen Aufhörern hilft es, den Entzug, die Entwöhnung, besonders zu Anfang, in kleinere Einheiten aufzuteilen. Den nächsten Schmachter überstehen. Die nächste Stunde überstehen. Heute nicht rauchen. Und wenn die Einheit geschafft ist - ok, noch eine schaffen. Gar nicht weiter denken, nur über diese Einheit. Es nimmt dem großen und ganzen Projekt schon ein wenig den Schrecken! Vielen Aufhörern hilft diese Denkweise, die Vorstellung, daß sie es nicht mit einem unüberwindlichen Berg zu tun haben, sondern mit Einheiten, die zu bewältigen sind. Also diese Strategie, Schritt für Schritt, Stunde für Stunde, so wie Du geschrieben hast, die ist völlig legitim, sogar hilfreich.
[quote="Giftzwerg76"]
Jetzt geht es weiter, ich hab mein Aufgabenglas immer noch nicht gemacht... hab irgendwie Hummeln im A.... und dazu müsste ich ja hinsitzen:roll:
[/quote]
Ja solche Unruhezustände im Entzug sind auch nicht außergewöhnlich. Fühlt sich doof an, aber passiert vielen. Wenn Dir da die Ausführung so einer Tätigkeit gerade nicht entgegen kommt, dann belaste Dich nicht damit. Dann geh lieber spazieren, oder tu irgendwas, was Bewegungsdrang und/oder Unruhe entgegen kommt. Sport, bewegen, auch Hausarbeit, unter Leute, oder was Dir halt in dem Moment eher hilft. Klar gibt es Tätigkeiten, die man erledigen muß, doch wenn es gerade keine davon ist, sondern etwas, das Du auch noch in Momenten ausführen kannst, da Du mehr Ruhe spürst, dann mach erstmal was anderes. Weißt, während der Entwöhnung gehts auch viel darum, dafür zu sorgen, daß man sich besser fühlt. Also frag Dich lieber, was Du jetzt im Moment tun kannst, damit Du Dich besser fühlst. Und wenn die Antwort nicht "Aufgabenglas" heißt, verschiebe es ruhig noch. Ärgere Dich nicht darüber, auch dieser Zustand wird vorübergehen. Das bleibt nicht für immer so, Du findest wieder zu Deiner Ausgeglichenheit zurück. Das kann ich Dir glaub ich versprechen.
Nun wünsche ich Dir einen erfolgreichen Wochenstart und weiterhin gutes Gelingen beim Nichtmehrrauchen. Mag ja sein, daß der Zustand gerade jetzt zu Anfang noch nicht so ganz erquicklich ist, aber es wird besser Giftzwerg. Und das Ergebnis lohnt die Mühe! Liebe Grüße sendet Dir
Lydia