Moin Anne,
und ein herzliches Willkommen hier in der :gemeinschaft: der Aufhörwilligen und Aufgehört-Habenden.
Es ist gut, daß Du Dich mit Deiner Sucht auseinandersetzt und überlegst, was es für Dich bedeuten kann, sie zu bekämpfen und zu besiegen.
Ja - auch, wenn ich derart militante Formulierungen ansonsten kategorisch ablehne - hier halte ich sie für angemessen.
Wir sind auf leisen Sohlen von einer gigantischen und leider legalen Mafia abhängig gemacht worden und zumindest in D (USA sieht da anders aus - obwohl die fiesesten Ideen, was man alles abhängig machendes da reinmischen könnte, von dort kommen) wird man dann im Großen und Ganzen mit der Sucht allein gelassen.
D.h., wie Du offensichtlich schon erkannt hast - es führt kein Weg daran vorbei, kritisch und selbstkritisch ALLES IN FRAGE ZU STELLEN - eben auch das eigene Verhalten, die Routinen, welche sich eingeschlichen habe hinsichtlich des Rauchens, die verqueren Gedanken im eigenen Kopf....
"... ein Leben als Nichtraucher erscheint mir so wahnsinnig unattraktiv", hast Du geschrieben - WAS erscheint Dir denn so wahnsinnig unattraktiv daran?
- viel Geld zu sparen - oder für Sinnvolleres ausgeben zu können?
- gesünder zu leben? Einen besseren Teint zu bekommen?
- nicht bei Wind und Wetter rauszuMÜSSEN, um zu rauchen?
- Langstreckenflüge ohne Jieper zu bewältigen?
- nicht mehr aus dem Mund zu stinken, gut riechende Haare und Klamotten zu haben?
- von Noch-Rauchern bewundert und manchmal sogar beneidet zu werden?
Also - was genau ist unattraktiv daran, nicht (mehr) zu rauchen?
Von der Vorstellung, Du würdest durch den Rauchstop zur Nichtraucherin, solltest Du Dich - aus reinem Selbstschutz übrigens - auch verabschieden.
Nichtraucherin warst Du bis zur ersten Zigarette.
Wenn Du eine Nicht-mehr-Raucherin geworden bist, gilt "Nie wieder ein einziger Zug" - übrigens ein kostenloses Buch von Joel Spitzer, das Du Dir runterladen kannst und lesen solltest.
Das ist wie bei trockenen Alkoholikern - letztlich auch eine Suchterkrankung wie unsere nur mit anderem Suchtmittel - sie dürfen auch nie wieder einen einzigen Schluck Alkohol konsumieren....
Und Deine Fragen lassen sich schlicht mit "ja" beantworten.
Man kann das Leben ohne zu rauchen sogar unvergleichlich mehr genießen.
Weil man besser riecht - selbst und durch die Nase....
Weil man gemütlich im Restaurant sitzen bleiben und sich weiter unterhalten kann und nicht rausrennen muß, um zu rauchen.... egal, was gerade für ein Sch.... wetter ist.
Weil man Geld für schöne Dinge oder Unternehmungen hat, das sich früher in Rauch aufgelöst hätte.
Weil man (möglicherweise nicht gleich am Anfang) besser schläft.
Weil man fitter ist und gesünder.
Sorry - bin immer so direkt....:oops:
Fragen oder Kommentare nehme ich gern in meinem "Wohnzimmer" entgegen.
Du findest es, wenn Du unter dieser Nachricht auf das kleine blaue "Profil" klickst und dann auf "Ich denk' nicht dran, zu rauchen!"
Alles Gute für Deine weiteren Vorbereitungen
wünscht
de Nomade