UN-Abhängigkeit!
Nicht sein Leben auf die Kippe auszurichten. Glaub mir, das ist mit das Schönste, was man durch das Nichtmehr- Rauchen erreichen kann- Neben der Gesundheit, ganz klar.
Wie blöd kam ich mir auf der Arbeit vor, wenn in den Pausen alle eine rauchen gingen. Nur Meikel nicht. Das war eine Umgewöhnung, die auszuhalten sehr schwer war.
Du hast recht: Du musst dir etwas anderes überlegen. Das meinte ich vorhin mit "Vorbereitung". Wenn jetzt, nach der Pause, der rauchende Kollege neben mir Platz nimmt, nehme ich wahr, wie der stinkt. So habe ich auch gestunken. Oh Gott! Das, was du sagst, klingt für mich keinesfalls "lächerlich"...
Gerade am Anfang vom Ausstieg werden deine Gedanken extrem oft um das Rauchen kreisen. In deinem Kopf wird häufig so eine Art innerer Dialog ablaufen. Mach dir ganz klar, dass du süchtig bist. So wie du gelernt hast, dass in vielen Situationen (z.B. Hobby) eine Zigarette einfach dazu gehört, musst du ( ja, das MUSST Du!) diese Situation vom Rauchen trennen. Du hast dir das Rauchen an-gewöhnt und wirst es dir nun wieder
ab-gewöhnen.
Schreibe dir doch einmal auf, in welchen Situationen du rauchst. Und benenne mal für dich die Zigarette(n), auf die zu verzichten dir besonders schwer fällt, bzw. die Zigarette (n), auf die zu verzichten dir eher leicht fallen würde. Analysiere also dein Rauchverhalten.
Grundsätzlich kann dein Vorsatz, nicht ans Rauchen zu denken, nicht funktionieren.
Wenn ich dir sage:" Denke jetzt mal NICHT an einen rosa Elefanten", welches Bild hast du im Kopf?
Du wirst die Gedanken an die Zigarette aushalten müssen. Wenn der Druck, der SUCHT- Druck zu gross wird, VERLASSE DIE SITUATION! Sofort. Gehe ans Fenster, atme 10x tief ein und aus, ein und aus...dieser "Anfall" vergeht nach 30-60 Sekunden. Gehe kurz vor die Tür, 3 Etagen abwärts, 3 Etagen wieder rauf. Verharre nicht in der Situation, in der du bist.
Generell kann es Sinn machen, Entspannungstechniken zu erlernen. Yoga, autogenes Training, progressive Muskelentspannung. Desweiteren kann es Sinn machen, den Weg der kleinen Schritte zu gehen. Plane abends den nächsten Tag, also nur die nächsten 24 Stunden. Schreibe dir Aktionen auf, die du an diesem nächsten Tag erledigen kannst. Manchen hier hat auch sehr geholfen, dass sie sich einen Topf mit vielen Zettelchen gemacht haben. Auf jedem Zettel steht EINE Aktion: Küchenfenster putzen, Katzenklo saubermachen, einmal ums Haus spazieren. Sobald dich der Suchtteufel packt, ziehe einen Zettel und mache, was darauf steht.
Wenn du annimmst, dass dieser Prozess sehr lange dauert, will ich dir erst mal nicht grundsätzlich widersprechen. Aber die Symptome lassen nach, das ist ein Versprechen. Der Anfang fühlt sich unangenehm an, ABER ES IST AUSHALTBAR! Wie gesagt: VOR allem steht dein Entschluss: Ich höre auf! Egal was passiert, Zigaretten haben in meinem Leben keinen Platz mehr!
Ganz wichtig ist auch, dass du dich belohnst. Klingt albern, iss aber wichtig. Drei Tage geschafft? Grossartig! Überlege dir etwas, das dir gut tut. Womit könntest du dich belohnen?
Wenn der Geldfaktor dich motiviert: Wieviel sparst du durch 1 Woche Nichtrauchen? Wieviel durch einen Monat? Was würdest du dir am Liebsten davon gönnen?
Erzähle allen in deinem Umfeld, dass du seit x Tagen mit dem Rauchen aufgehört hast. Das kann auch sehr helfen, dich vor einem Rückfall zu bewahren.
Lies dich doch mal hier durchs Forum, du wirst sicher noch viele weitere Anregungen finden.
Erstmal solls das für jetzt gewesen sein. Hilft dir das fürs Erste n bissel?
Viele liebe Grüße, viel Kraft
wünscht
Meikel