31.01.2022 13:13

Nicht mehr auf "Morgen" verschieben

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13Beiträge
22.01.2019
16:28 Uhr
Hallo nochmal Kersten, der Wattekopp???? Jaaaaaaa das ist ein alter Bekannter, auch von mir! Konzentrationsschwäche, Schlappheit und das Gefühl als wäre der Kopf irgendwo in einer weichen Wolke (bzw. selbige darin). Akzeptieren ist die richtige Strategie. Ich meine, schau doch mal was Dein Körper gerade leistet, gerade im Anfangsstadium: Die Entgiftung läuft auf Hochtouren, die beleidigte Sucht schreit schon nach ihrem Futter, sämtliche Körperfunktionen bauen sich gerade um - ganz klar, daß er da geschlaucht ist. Beuge Dich Deinen Bedürfnissen, wie schon ganz richtig angepeilt. Gönne Dir auch mal etwas mehr Ruhe, wenn nötig und möglich. Oder auch etwas mehr Bewegung, wenn es Deinen Kreislauf anregt. Schwimmen ist ja toll! Diese Woche vielleicht nicht bis an jede Belastungsgrenze, aber so viel, daß Du Dich gut fühlst. Es ist schon ein Phänomen, daß man sich dem Rauchzwang unterworfen hat, obwohl man es in bestimmten Zeiten, Situationen oder auch generell widerlich fand, oder? Man würde nichts essen, was einen anwidert. Nichts tun, von dem man überzeugt ist, daß es nicht gut für den eigenen Körper ist. Aber als Raucher hört die Selbstbestimmung auf, da darf man nicht mehr selber entscheiden, was man mag und wann. Da qualmen wir, auch wenn es brechreizerregend ist, und reden uns auch noch ein, das macht uns Spaß. So fremdgesteuert sind wir da. Ich bin goldfroh, daß ich mich aus dieser Fremdbestimmung befreit habe. Und Du läßt Dich jetzt auch nicht mehr fremdsteuern: wenn der Entzug abgeschlossen ist, bist Du frei. Und dafür lohnen sich die Befindlichkeiten Kersten. Weiterhin gutes Durchhalten und einen schönen Nachmittag wünscht Dir Lydia
22.01.2019
12:01 Uhr
bearbeitet:
22.01.2019
12:05 Uhr
Irgendwie klappt es nicht - also nochmal: hier sollt das Daumen hoch Zeichen kommen, funktioniert aber nicht... also hiermit verbalisiert nochmal. Tapfer, Kersten. Es wird besser, glaub allen hier!
22.01.2019
11:29 Uhr
bearbeitet:
22.01.2019
11:51 Uhr
Liebe Lydia, vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag. Es ist 100% so wie du geschrieben hast. Ich glaube, ich habe damit die Blockade gefunden, die mit täglich hat einknicken lassen. Seit gestern denke ich nur noch von Stunde zu Stunde, von Moment zu Moment....und absolut gar nicht mehr in die Zukunft. Ein bisschen Unterstützung dazu hole ich mir in Form von Achtsamkeitsübungen. Ich versuche alles langsam und bewusst zu machen. Allerdings ist mein Kopf inzwischen wie in Watte gepackt und ich habe totale Schwierigkeiten mich zu konzentrieren. Von diesem Entzugsphänomen habe ich schon häufiger hier gelesen, also versuche ich es einfach zu akzeptieren. Die Rezeptoren im Gehirn müssen sich nun erstmal umbauen, wenn kein Nikotin mehr kommt. Heute morgen war ich schwimmen. Ich weiß nicht, ob das bei euch auch so ist, aber die erste Zigarette nach dem Schwimmen war warum auch immer richtig ekelig. Dieser Gedanke hat sich jetzt richtig festgesetzt und momentan verbinde ich mit einer Zigarette nur noch diesen ekeligen Geschmack. Also momentan merke ich zwar deutlich die Entzugssymptome, aber ansonsten fühle ich mich bestärkt und optimistisch. Mir hilft der Gedanke, dass ich suchtfrei innerlich ruhiger werde und quasi näher an mir und meinen wahren Bedürfnissen und Gefühlen dran bin. Ganz lieben Dank euch und allen einen sonnigen Tag Kersten
22.01.2019
11:01 Uhr
Hallo Kersten, wie läuft Dein Rauchfrei-Tag 2? Ich hoffe es geht Dir soweit gut? Ich habe bei Deinen Ausführungen was entdeckt, das ich gerne nochmal aufgreifen würde: [quote="Kersten999"] Sagst du dir: Okay, ich halte noch eine halbe Stunde aus? Und dann nochmal eine und nochmal eine? Ich glaube, mein Problem ist, dass ich dann immer denke: Und wie halte ich das die nächsten 3,4,5 Tage aus. So als ob die "harten" Momente für ewig fortbestehen würden. Und die Vorstellung eine Woche so zu leben, ist echt hart. Mich würden wirklich deine konkreten Gedanken, interessieren. [/quote] Weißt Du was, diese Gedankengänge erschrecken ganz viele Aufhörer. Dieses "von jetzt an und nie mehr", gepaart mit der (unbegründeten) Befürchtung, daß uns diese Sucht niemals in Ruhe lassen würde (die ich übrigens phasenweise auch hatte, die kann einen schon mal verunsichern), das kann einem Aufhörer schon mal ganz schön unüberwindlich vorkommen und - schlimmer noch - die Motivation und den Sinn des Unternehmens Rauchfrei infrage stellen. Also das kann ich Dir gut nachfühlen. Da hilft es dann tatsächlich, die Entwöhnung in kleine Häppchen zu zerlegen. Wenn es Dir nicht behagt, Dir Gedanken über die Zukunft zu machen, dann versuche gerne, nicht weiter als bis zum Abend zu denken. Oder auch nur bis zum nächsten Schmachter. Diesen überstehen, um mehr geht es erstmal gar nicht. Nein danke, ich will jetzt nicht rauchen. Jetzt ablenken, jetzt ein Glas Wasser trinken, jetzt einen Kaugummi nehmen. Und gar nicht weiter denken. Jede Verlangensattacke hat ihre Spitze nach 30 Sekunden bis 3 Minuten überschritten, das heißt sie sind endlich (die Sucht braucht auch mal ne Verschnaufpause, sie ist keineswegs so ausdauernd wie sie Dich das glauben lassen möchte!). Oder Du stehst morgens mit dem Entschluß auf, heute nicht zu rauchen. Und egal wie der Tag läuft, heute wird nicht geraucht. Heute nicht. Du brauchst gar nicht an morgen, übermorgen, die Woche, die Zukunft denken. Sinn, über den möglichen Verlauf der Entwöhnung zu philosophieren, hat es ohnehin nicht, denn diesen vorherzusehen ist praktisch unmöglich, weil jeder seinen eigenen Entzug erlebt. Das ist ein sehr individueller Vorgang. Also warum daran Gedanken verschwenden. Denke doch statt dessen darüber nach, was Du jetzt tun könntest, damit es Dir jetzt im Moment besser geht! Was tut Dir gut, was brauchst Du jetzt? Nimm Dir das Recht und die Zeit, auf Deine eigenen Bedürfnisse zu hören Kersten. Und geh ihnen nach, denn das sind Gedanken, die jetzt hilfreich sind. Das darfst Du, das steht Dir zu, Du leistest ja schließlich mit dem Ausstieg auch was, das absolut großartig und anerkennenswert ist, also mein ganzer Respekt ist Dir sicher. Also darfst Du dafür sorgen, daß es Dir dabei so gut wie möglich geht. Egal ob es jetzt ein Kaffee oder Tee ist, eine Duftkerze, ein Spaziergang, eine kleine Auszeit aus dem Tag, ein Schaumbad oder sonstwas ist. Denkst Du, Du könntest mit dieser Denkweise was anfangen? Für viele ist dieses Vorgehen weniger erschreckend, sie können damit leichter aufhören. Könntest Du Dir vortellen, daß Dir diese Denkweise auch was gibt? Sie ist nämlich völlig legitim und ein probater workaround (eher thinkaround), um Dir die Entwöhnung nicht wie einen hohen Berg erscheinen zu lassen, über den man nicht drüberschauen kann. Aber dieser eine Tag, der nächste Schmachter, das ist überschaubar oder? Und dafür darfst Du Dich dann auch belohnen. Wie findest Du dieses Vorgehen? Und ja, auch mir hat die Sucht zeitweise eingeredet, daß sie mich niiiiiiie mehr aus ihren Fängen lassen würde. Daß sie mich von jetzt an auf immer und ewig mit ihren Verlangensattacken verfolgen würde. Aber weißt Du was, das war gelogen. Ich spüre auch kein Verlangen mehr. Vielleicht mal eine Erinnerung an frühere Raucherzeiten, so ein Aufflackern von "da wäre doch jetzt früher mal was gewesen" (da muß ich dann fast schon grinsen - ach Du schon wieder!) , aber da kann ich mich sämtlichen Vorrednern anschließen: das ist kein Kampf mehr. Ich wünsche Dir einen gelungenen Tag Kersten, und laß bitte gerne jederzeit von Dir hören (sich die Schmachter im Forum von der Seele schreiben ist z. B. auch eine ganz taugliche Akutmaßnahme, oftmals geht es danach schon besser). Viele Grüße und weiterhin viel Power und Optimismus sendet Dir Lydia
21.01.2019
15:31 Uhr
Vielen Dank, ihr Beiden. Eure Worten haben mir richtig gut getan. Ich hab zwar nach wie vor Angst vor dem Feierabend, aber irgendwie denke ich gerade nur noch bis zum Schlafen gehen und nicht weiter. Vielleicht ist es morgen ja schon ein kleines bisschen leichter?! Vielen Dank! Wenn ich lese, wie es euch geht, fühle ich mich wirklich bestärkt heute durchzuhalten.
21.01.2019
15:25 Uhr
Liebe Kersten, Will mich auch nochmal - hoffentlich helfend - zu Wort melden: die ersten Tage sind und bleiben schwer. Da gibt’s auch keinen „Trick“. Ich kann Dir aus eigenem aktuellen Leben sagen, dass es nach ein paar Tagen besser wird. Aber zuerst muss da Nikotin aus dem Körper. Am zweiten Abend bin ich früher ins Bett, weil der Abend ohne Zigarette keine Freude machte. Auch hilft mir Sport. Da merkst Du sofort wie gut es geht ohne Rauchen! Du schaffst Dir sofort einen Lebensraum , der sofort positiv wirkt und überhaupt keine Zigarette verträgt!! Du musst jetzt, wo Du Lust bzw Sucht spürst, aktiv werden. Und wenn es ein Spaziergang um den Häuserblock ist. Halte durch! Solidarische Grüße- Bernd
21.01.2019
15:10 Uhr
Ich laufe mit :wink: :penguin::penguin::penguin: lg Jacky
21.01.2019
14:46 Uhr
Hallo Uli, danke für deine Nachricht. Wie gehst du genau mit den "Suchtdruck-Momenten" um? Sagst du dir: Okay, ich halte noch eine halbe Stunde aus? Und dann nochmal eine und nochmal eine? Ich glaube, mein Problem ist, dass ich dann immer denke: Und wie halte ich das die nächsten 3,4,5 Tage aus. So als ob die "harten" Momente für ewig fortbestehen würden. Und die Vorstellung eine Woche so zu leben, ist echt hart. Mich würden wirklich deine konkreten Gedanken, interessieren. Ja, ich will es echt schaffen. Ich hab keine Lust mehr auf das schlechte Gewissen, den Stress, der dadurch entsteht und ständig von neu aufkommende Unruhe durch den Abfall des Nikotinspiegels.
21.01.2019
13:52 Uhr
Leider nicht. Ich habe gerade auch den Zähler korrigiert. Ich habe weiter gemacht mit dem "Ich höre morgen auf". Irgendwann bin ich immer eingeknickt und habe mir doch wieder Kippen gekauft. Heute habe ich vergleichsweise lange durchgehalten. Es ist ja gleich schon 14 Uhr. Langsam wird es aber schwerer....deshalb schreibe ich auch. In der Hoffnung, dass ich nur heute durchhalte.
21.01.2019
12:35 Uhr
Beitrag von gelöschtem User
14.01.2019
13:17 Uhr
bearbeitet:
14.01.2019
13:24 Uhr
Beitrag von gelöschtem User
14.01.2019
09:24 Uhr
Hallo Kersten, bin heute den 5. Tag rauchfrei - und es ist richtig schwer. Dein Weg mit 5 Zigaretten am Tag wird nicht helfen. Es ist so "brutal" wie es ist. Du fragst nach Tipps: Meine Methode: 1. Bewegen und Sport, wenn es immer geht - das macht ein gutes Gefühl. 2. Wenn es hart wird - man spürt ein "Ziehen" im Körper - daran denken, wie es sich nach der Zigarette anfühlt: Lunge schwer, Kreislauf geht runter. Das schöne Gefühl hält nur während der paar Minuten Rauchen. 3. Ich nehme mir nur den nächsten Tag vor und hoffe, dass die Sucht und die Gedanken irgendwann verschwinden. Ich hatte schon mal 15 Jahre völlig aufgehört und weiß, dass es funktioniert. Aber es dauert lang. Lieben Gruß und fang an aufzuhören. Du schaffst das! Bernd
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