Guten Morgen, lieber Jörg,
auch wir kennen uns schon seit geraumer Zeit, also weiß ich ganz genau, dass Du nicht zu denen gehörst, die sich selbst etwas auf die Backe malen. Selbstbetrug war doch noch nie Dein Ding, oder?
Für Deinen heutigen Zahnarzt-Termin drücke ich Dir ganz fest die Daumen. Vielleicht kannst Du sogar den Hinweis Deines Zahnarztes berücksichtigen, dass sich Rauch-, Teer- und Nikotin-Partikel in offenen Wunden nicht gut machen?
(Durch mein NÖ zur Zigarette habe ich inzwischen auf eineinhalb Pfund schwarzen Kaugummi verzichtet... :wink: )
Sei mir bitte nicht böse, aber das "geplante Wieder-Rauchen" hat mich zum Schmunzeln gebracht, weil ich es aus eigener Erfahrung kenne. Bei mir waren es schlichte Grüße von der suchtbedingten Selbstkonditionierung, denn statt mich zu fragen, warum ich überhaupt in bestimmten Situationen rauchen will, habe ich geplant, dass ich in diesen Situationen rauchen werde. Sorry, aber bei mir war das Selbstbetrug, denn ich hatte die Kippe in jeden Lebensbezug integriert und kam mir innerlich einfach nur zu schwach vor, sie wegzulassen. Mein Denkmuster war hochgradig schlicht - zu einer bestimmten Situation gehört eine Kippe. Basta. Den Absprung habe ich erst geschafft, als ich mir überlegte, wie ich ohne Kippe diese Situation genießen kann - und nach wenigen Praxisläufen war exakt dieser Lebensumstand vom Stinkestängel entkoppelt.
Die Erkenntnis, dass ich mir mühselig das Qualmen in allen Lebensbereichen antrainiert hatte, war nicht angenehm, aber nachdem ich es erkannt hatte, fiel mir der Absprung viel leichter. Was ich mir antrainiere, kann ich auch abtrainieren. Heute funktioniert alles ohne Kippe - und noch dazu besser als vorher.
TOI, TOI, TOI für Deinen Zahnarztbesuch, Du tapferer Gesundheitsapostel!
Liebe Grüße und - hoffentlich - bis bald, Brigitte