Ich habe am 17.06. diesen Jahres aufgehört. Völlig abrupt, einfach so, mit einer vollen Schachtel in der Tasche. Ich habe mich gemeinsam mit einem Freund bei der Kindergartenabschlussfeier meines Sohnes hinter einer stinkenden Garage versteckt (meine Kinder sollten nicht wissen, dass ich rauche) und meiner Sucht freien Lauf gelassen. In diesem Moment dachte ich, wie absurd das eigentlich ist, was ich da mache. Das war meine letzte Zigarette.
Ich habe sehr wenig Probleme gehabt. Hier und da mal ein bisschen Verlangen, dass ich leider mit ein paar Gummibärchen zu viel gesättigt habe. Egal, da meine Durchblutung und somit meine Ausdauer schnell merklich besser wurde, habe ich eben wieder mit Sport angefangen und mir, zur Freude meiner Frau, ein paar zusätzliche Muskeln zugelegt, die den Kalorienmehrverbrauch zum größten Teil kompensieren.
Wenn die Schmacht zu groß wurde, habe ich hier die Seiten oder das Forum als passiver User durchstöbert. Das hat mir sehr geholfen. Nach meiner etwas überstürzten Aufhöraktion hat es mich in den ersten Tagen sehr nach Informationen gedürstet, die ich hier gefunden habe.
ABER: das reicht gerade nicht. Ich befinde mich seit einer Woche in einem unfassbaren Loch - als hätte ich gestern erst mit dem Rauchen aufgehört. Ich empfinde innere Unruhe, habe Konzentrationsschwierigkeiten und eine innere Stimme sagt mir, ich soll raus auf die Terrasse gehen und mir eine Kippe gönnen. Da meine Frau meinen Rauchstopp leider nicht mitgegangen ist, hätte ich unbeschränkten Zugriff. Heute ist es so schlimm, dass mir nur Lesen nicht reicht. Ich musste mich beschäftigen und etwas schreiben. Ich hoffe, dass diese Phase schnell vorbeigeht, denn eigentlich ging es mir die letzten Monate wirklich gut. :bang: