Die Schmachtattacken (die Bewussten) halten sich heute in Grenzen. Der Satz: 'heute rauche ich nicht' kommt glasklar.
Der Satz direkt nach der Arbeit: 'boah, jetzt eine Rauchen' auch ... aber wenn ich ihn wahrnehme, da sein lasse, dann geht er heute auch einfach weiter.
Das Forum tut gut. Hat es bei jedem Start, egal ob ich 'nur' mitgelesen habe oder auch was geschrieben.
Aber nach wenigen Wochen hab ich das Forum immer wieder 'liegenlassen' im Alltagstrubel.
Das beschäftigt mich gerade. Wann da der Kipppunkt ist und weshalb...
ein Thema ist vielleicht, dass ich mich immer relativ schnell 'sicher' gefühlt hab: 'ich weiß, dass ich aufhören kann'.
Aber dabei zu bleiben und sich jeden Tag wieder dafür zu entscheiden, das ist meine Herausforderung.
Warum ich dabei bleiben will:
Rauchen tut meinem Körper nicht gut und hat negative Begleiterscheinungen wie Gestank und Ähnliches.
Aber die weit aus größeren Begleiterscheinungen für mich sind:
- mein Denken drehte sich permanent nur ums Rauchen und ist seit Jahren mit Scham verbunden. Scham mir selbst gegenüber.
- sobald ich rauche, verliere ich auch in anderen Lebensbereichen meinen Fokus und lasse vieles, was mir wichtig ist wieder liegen, zB Bewegung, Genuss (leckere Oliven, Käse, Humus - nur eine Minuauswahl). Irgendwie scheint Genuss, Bewegung, Selbstfürsorge bei mir mit Rauchen wegzufallen.
- Bewegung bricht quasi ein. Weil ich dafür dann viel weniger Zeit hab (und dann keine Luft) und mir nehme, weil ich mir ja vorgaukle mir mit der Zigarette Gutes zu tun (bzw. meine Gedanken gaukeln mir das vor).
Und Bewegung, leckeres Essen, Achtsamkeit etc. sind für mich keine Frage der Selbstoptimierung, sondern Teil von Lebensfreude. Das mag ich in meinem Leben haben.
Zigaretten nicht.
Bei jedem Rauchbeginn, hab ich bald mehr geraucht als vorher. Und es war mir zuletzt wie ein Gefängnis. Daher: heute entscheide mich für die Freiheit.