Hallo Nada,
das bist nicht du, das ist deine Suchtstimme, die dir einredet, wieder zu rauchen.
Dein körperlicher Entzug ist schon lange vorbei.
Nun gilt es, alte durchs jahrelange Rauchen eingefahrene Wege - mittlerweile gut ausgebaute Autobahnen - im Gehirn durch neue Wege - neue Hirnverknüpfungen - zu ersetzen. Deine Sucht sagt dir immer wieder, die Autobahn zu nehmen. Nur je mehr neue Wege du findest und je öfter und länger du diese neuen Wege gehst, umso mehr wird die Autobahn zurückgebaut, bis da nur noch ein kleiner Suchtpfad verbleibt.
Natürlich ist es anfangs schwierig, alternative Wege zu finden und zu pflegen. Deshalb müssen diese Alternativen etwas sein, das dir Freude macht, das dir Zufriedenheit beschert.
Hast du vor dem Rauchstopp eine Vorbereitung gemacht (Liste über Nachteile des Rauchens, Vorteile des Nichtrauchens, Analyse der Rauchsituationen, alternative Verhaltensweisen dazu überlegen, Notfallkoffer packen, also Notfallmaßnahmen bei Suchtverlangen parat haben und vorher schon einüben wie z.B. Atemtechniken)?
Meine Vorbereitung dauerte mehrere Wochen, bis mein Plan fertig war und ich das Datumm aufzuhören festlegte
Auch sah und sehe ich das Rauchen nicht als etwas Positives. Ich verzichte auf nichts, wenn ich nicht rauche. Ich gewinne vielmehr nur.
Alles, was mir einreden will, dass Rauchen entspannt, dass der Rauchstopp doch nur ein Experiment ist, dass ich aufgeben will, ist nur meine Sucht.
Wenn es dir so schlecht geht, dass du die Suchtstime nicht in ihre Schranken weisen kannst, dann ist das kein Versagen! Nikotinsucht ist eine unheilbare Krankheit, bei der auch Ausrutscher oder Rückfälle möglich sind.
Ich verurteile dich also keinesfalls!
Ich wollte dir nur beschreiben, dass die geschilderte Voegehensweise und Grundeinstellung mir sehr geholfen hat, bisher gut durch meine rauchfreie Zeit zu gehen.
Ganz liebe Grüße und lass dich drücken, egal ob du wieder rauchst. Natürlich wünsche ich dir, dass du weiterhin nicht rauchst und deiner Sucht gelassener begegnen zu können.
Kyra