22.12.2025 00:56

aufgehört, ja... aber...

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176Beiträge
23.06.2026
07:50 Uhr
bearbeitet:
23.06.2026
07:56 Uhr
[b]Guten Morgen Nada[/b] Danke für das Teilen deiner Situation. Dein Nachdenken über einen inszenierten Rückfall ist beeindruckend und verständlich. Sieht dein Hausarzt eine Alternative, als wieder mit dem Rauchen zu beginnen? Ich hoffe, er kann mit dir einen Weg finden. Ich habe von Medizin wenig Ahnung, glaube aber zu wissen, das Rauchen perse keine gute Idee ist. Für mich ist es erschreckend, wie sehr der Tabakrauch in unser Leben eingreift. Ein Organ wie die Schilddrüse hatte ich bisher überhaupt nicht auf dem Schirm. Dr. Google bringt allerdings ernüchternde Wahrheiten ans Licht. Das alles bestätigt meine Entscheidung zum Rauchstopp. Ich habe weit über 55 Jahre geraucht und meine Psyche und auch meine Physis fuhren und fahren immer noch reichlich Achterbahn. Aber die gewonnene Freiheit ist mein Triumph. Auch sonst spüre ich viele positive Veränderungen die ich nicht mehr missen möchte. Eine Poolparty ist immer wohltuend und das Wetter ist genau richtig dafür. Ich drücke dir beide Daumen und schicke liebe Grüße aus Berlin. Klaus
22.06.2026
22:37 Uhr
Sooo..., vielleicht hilft es mir ja das mal zu sortieren. Irgendwie passt gerade der Thread-Titel von Bolando, der gerade oben zu lesen war, ganz gut für mein Gefühl der letzten Wochen. Der Rauchstopp fiel mir von Anfang an sehr schwer, das Forum half enorm. Der Austausch, aber auch das Stöbern in alten AusstiegsGeschichten. Da war z. B. von Paul sinngemäß zu lesen: "Ich dachte lange, dass Depressionen und Rauchstopp nicht miteinander zu vereinbaren sind." Das Gefühl hatte ich auch. Er hat durchgehalten und davon profitiert. Was bei mir ausblieb und mir das Ganze vielleicht erleichtert hätte, war irgendeine Verbesserung in körperlicher Hinsicht, in Richtung fitter, besserer Geschmack, besseres Riechen, o. ä. Kurzzeitig ging es mal etwas befreiter in den 3. Stock. Aber irgendwann blitzte vermehrt auf: dieser Stolz, das Gefühl der "Eigenmächtigkeit" - das war schon mal gut! Also: RICHTIG GUT! Was aber allmählich wieder mehr und mehr und zunehmend belastender wurde: meine Antriebslosigkeit. Extrem. Und damit auch ne gefühlsmäßige Starre. Das hat mir in dieser Intensität eine Heidenangst gemacht. (Dazu muss man wissen, dass ich ne wirklich steile Karriere als Depressive hatte, mit mehreren stationären sowie teilstationären Klinikaufenthalten. Und dass mein Alltag auch in guten Zeiten wahrscheinlich nicht mit dem vieler "normaler" - ja, die gibt es nicht - Menschen zu vergleichen ist). Und darum tauchte dann das erste Mal die sehr rationale Überlegung auf, dass, wenn das so bleibt, Rauchen besser wäre. Das Rauchen hat bei mir immer zu mehr Energie geführt. Diese Wirkung war real, sie verhalf mir dazu, zumindest in eine Aktivität zu starten. Das Trinken, von mir auch jahrzehntelang exzessiv als Therapie eingesetzt, fällt schon seit einer ganzen Weile weg. Aber: Halt! Da war doch was... Stopp. Irgendwie und irgendwo war dieses Gefühl noch vorhanden, wenn auch versteckt: Dieses "Ich will" (bzw. "Ich will nicht mehr rauchen", trotz der Negation mitunter stimmiger). Und auch - ich hatte es ja schon genährt - das Gefühl Herrin in meinem Hause zu sein. Hab hier geschrieben. Tat gut: Andere sahen diese Stärke, nicht ich. Hab hier gelesen. Tat auch gut: Ich kam darauf das AD zu wechseln. Was anderes auszuprobieren. Mit dem Fokus auf Antrieb. Also: Erneute Chance für den Rauchstopp. Und wahrscheinlich auch für eine gesündere Art, mit meinen Bedürfnissen umzugehen. AD ausgeschlichen, anderes AD begonnen zu nehmen. Während dieser Phase: zunehmende Atemnot. So ein Mist. Frustrierend. Das war bislang die einzig spürbare Folge des Rauchens, die mich auch nervte. Und jetzt: Eher noch mehr als zu Raucherzeiten... Gut. Der Arzt hatte mir im Zuge des Wechsels von einem AD auf ein anderes auch Blut abgenommen. Und eine unerklärbare Anämie diagnostiziert. Überweisung zum Hämatologen... Blutarmut bzw. auch das, was sie verursacht, kann durchaus auch ein Grund für diese Atembeschwerden sein. Macht Angst. Klar. Vorletzte Woche der vorläufige Befund per Mail: Ausgeprägte Schilddrüsenunterfunktion, wahrscheinlich im Rahmen einer Autoimmunerkrankung. Bitte den Hausarzt konsultieren und möglichst schnell eine Behandlung beginnen. Und wegen der Luftnot bitte auch die Lunge untersuchen lassen. Weitere Werte folgen. Natürlich frage ich Dr. Google, bin da zwar nicht so extrem - aber Befund per Mail und Arzttermin erst 2 Wochen später - da will man doch schon ein bisschen was wissen: Die Symptome sind vielen bekannt, da es auch viele Betroffene gibt: Antriebslosigkeit, Gewichtszunahme, depressive Symptomatik. Toll. Ich habe wegen genau dieser Symptome mein AD gewechselt, das mittlerweile auch schon eine Wirkung zeigt: Ich bin emotionaler. Schlafe schlecht, trotz Dauermüdigkeit. Schlägt also an - aber der Hauptgrund für den Wechsel war halt ein anderer, und die Ursache liegt auch woanders. Warum so dermaßen extreme Werte?? Ja, das alles kann durch den Rauchstopp getriggert werden! Scheiße!, das finde ich nun wirklich extrem frustrierend. Natürlich: Das Rauchen ist auch für die Schilddrüse eher schädlich, und es gibt auch die Variante, dass eine vorliegende Schilddrüsenunterfunktion durch´s Rauchen nur "maskiert" wird. Beides bedeutend wahrscheinlicher. Bei mir sieht es aber so aus, als sei das Ganze durch den Rauchstopp ausgelöst worden. (Das bestätigt sogar mein Hausarzt, bei dem ich mittlerweile war, aufgrund der bisherigen Werte.) Könnte ich es wieder rückgängig machen, indem ich wieder anfange, würde ich das Rauchen wahrscheinlich wieder üben. Geht aber nicht. Puh - jetzt bin ich total erschöpft. Obwohl ein Großteil meines Wortschwalls ja eine Zusammenfassung der Dinge war, die hier in anderer Form auch schon zu lesen ist. Aber evtl. ist jetzt verständlicher, warum ich immer wieder rational über einen "Rückfall" nachdenke, in den andere tatsächlich fallen - und den ich quasi mit mir ausdiskutiere. Was das Wort ad absurdum führt. So, jetzt hab ich definitiv genug geschrieben, ich sollte aufhören. Erstmal bleibt es bei der Rauchfreiheit. Aber: Ich hatte mich ja tatsächlich eine Weile auf die Poolparty gefreut - und darauf, mir mal wieder eine Belohnung auszudenken. Was Besonderes. Das ist derzeit komplett aus meinem Bewusstsein verschwunden. Ich habe fertig, gehe gleich ins Bett und schicke liebe Grüße an alle in diesem zwar versehrten, aber wunderbaren Forum! Nada
21.06.2026
22:16 Uhr
So, nun denne mal kurz zu mir, am Tag 245. Evtl. komisch zu lesen nach meiner Antwort für BlueMonday - aber sei´s drum. Wo soll ich´s sonst schreiben, wenn nicht hier. Der Name an meiner Tür passt immer noch. Und an dem vorherigen Beitrag ist ja auch nichts falsch. Gestern habe ich es mehr oder weniger darauf angelegt, meine Rauchfreiheit zu beenden. Auf dem Sommerfest meiner Arbeitsstelle hab ich mich zu einer rauchenden Kollegin gesellt und war mir völlig sicher, dass ich nun eine Kippe brauche. Bzw. WILL. Gehört das nicht auch zur viel gelobten Freiheit dazu? Sich dafür entscheiden zu können? Nach Bedarf? Und ja..., derzeit liegt soviel im Argen, dass ich auch dachte: Es wäre gerade absolut nicht schlimm, wenn es bedeutet, dass ich dann wieder rauche. Denn ich sehne mich derzeit nach dieser Form der Entspannung, bzw. dieser Droge, die, je nach Anlass, auch anregend wirkt. Und nein, bislang hab ich nichts Vergleichbares etablieren können. Was soll ich sagen: Ein Zug - und ich fands widerlich. Ich konnte nicht mal den einen Zug inhalieren. Und: Ich war total enttäuscht! Ich müsste tatsächlich wieder „üben“, bis es mir schmeckt - Wahnsinn. Soweit es es (noch?) nicht, dass ich das machen würde. Ich nehme mir für morgen mal vor, hier zu schreiben. Also, schreiben tue ich ja jetzt schon... eher: Hier über meinen Frust der letzten Wochen zu berichten. Bartmann gab mir bereits die Erlaubnis dazu :D, jetzt muss ich sie selbst mir auch noch geben - bedeutend schwieriger - und die Energie dazu aufbringen - noch schwieriger... :oops: Gute Nacht, Nada
21.06.2026
21:32 Uhr
[quote=BlueMonday | 21.06.2026 06:34] Bin gerade so traurig. Habe am 15.06.26 aufgehört. ... Dieser Gedanke an Zigaretten ist dauernd präsent, auch wenn es mal einen Tag gab, wo es etwas in den Hintergrund getreten ist. [/quote] Hallo BlueMonday, wiilkommen im Forum! Über deine Zeilen musste ich ziemlich schmunzeln: Wenn von 5 Tagen schon einer dabei war, an dem der Gedanke an Zigaretten in den Hintergrund getreten ist, finde ich eher diese Tatsache äußerst erstaunlich :D Jan19 hat dir ja bereits den aktuellen Zug vorgeschlagen. Aber vielleicht hast du ja auch erstmal Lust hier ein bisschen zu stöbern, das ging mir so. Es tat gut zu lesen, wie normal dieses Gedankenkarussel für die meisten war. Auch ich habe zu Beginn bedeutend öfter an Zigaretten gedacht als während der Zeit, in der ich geraucht habe. Und das ist ja auch völlig logisch: Wenn du dem Drang nachgibst, gibt es keinen Grund mehr, daran zu denken. Für - bei den meisten - etwa eine Stunde. Und dann ploppt der Gedanke an die nächste auch nur sehr kurz auf, weil sie ja in der Regel bereit liegt. Beim Rauchen entfällt der Gedanke ohnehin - es sei denn, man spielt mit dem Gedanken es zu lassen :wink: Vielleicht kann dir ja ein "sanfter" Entzug mit Pflaster / Kaugummi / Spray -einzeln oder in Kombi - helfen? Ich hätte den Rauchstopp ohne gar nicht in Angriff genommen, weil ich das Unterfangen ohne diese "Krücken" quasi für aussichtslos hielt. Hab das dann aber kaum eingesetzt - es tat mir dennoch gut, mir das für eine Weile zuzugestehen. Viel Erfolg! Nada
21.06.2026
10:35 Uhr
bearbeitet:
21.06.2026
11:34 Uhr
Hey BlueMonday, vielleicht ist der „Junizug“ richtig für dich? Hier der Link: https://www.rauchfrei-info.de/forum/gemeinsam-aussteigen-die-monatszuege-23/%EF%B8%8Fjuni-zug-wenn-die-seele-wieder-luft-bekommt-%EF%B8%8F-12090/ Jedenfalls schreiben dort diejenigen, die im Juni mit dem Rauchen aufhören bzw. aufgehört haben. Alles Gute dir. Edit: Link funktioniert erst nach dem Login.
21.06.2026
06:34 Uhr
Hallo, bin neu hier. Bin gerade so traurig. Habe am 15.06.26 aufgehört. War so stolz Und jetzt leider gestern und heute 3 Zigaretten geraucht. Hatte doch noch eine Schachtel. Habe jetzt alle vernichtet. Dieser Gedanke an Zigaretten ist dauernd präsent, auch wenn es mal einen Tag gab, wo es etwas in den Hintergrund getreten ist. Meine Daten: Raucherkarriere 40 Jahre, im Schnitt 20 pro Tag.
17.06.2026
21:39 Uhr
Lieber Bartmann, ich danke dir für deinen warmen Worte. Es ist schön zu sehen, wie präsent du hier im Forum unterwegs ist, wie sehr du es mit deiner Lebendigkeit bereicherst und wie viele Facetten du hier von dir zeigst. :rose: Nada
17.06.2026
09:42 Uhr
[b]Hallo Liebe Nada :smileumarmung:[/b] [b][i]Lesen tue ich hier geradezu beschämend häufig[/b][/i] Da ist doch nichts beschämendes dabei. Wenn es dir gut tut, für ablenkung sorgt oder du einfach kurz damit abschalten kannst dann ist es doch genau das richtige und absolut nichts beschämendes! [i][b]schreiben hab ich neulich mal versucht und fand es dann zu negativ für ein unterstützendes Forum[/i][/b] Ich bin noch nicht lang in dem Forum, aber eines hab ich hier gelernt, hier darf alles geschrieben werden, hier darf man sich über alles auskotzen. Tu du das bitte auch und denk nicht das es zu Negativ ist. Hier will jeder jedem helfen so gut es einem (aktuell) möglich ist, da bringt es nichts nur "positives" zu bringen wenn alles andere eigentlich nur negativ ist. Du musst es natürlich nicht, aber bitte tu es wenn es dir währenddessen oder danach besser geht. Ich wünsche dir weiterhin eine gute Besserung - auch wenn du wegen dem alles ist Doof nicht über die [b]240 Tage[/b] oben ohne sein kannst dann schicke ich dir hiermit zumindest ein paar Sonnenstrahlen die dein Gemüt heute erhellen sollen: [SIZE=3]:sun::sun::sun:[/SIZE] GLG Bartman
16.06.2026
23:31 Uhr
Ich sag hier mal kurz "Piep" und verschwinde dann wieder. Lesen tue ich hier geradezu beschämend häufig, ... schreiben hab ich neulich mal versucht und fand es dann zu negativ für ein unterstützendes Forum. Nach mittlerweile 240 Tagen gerät selbst die wohlwollendste Haltung - so denke ich - an ihre Grenzen. Denn es ist immer noch alles richtig doof, leider auch gesundheitlich. Was ich einfach nur ungerecht finde. Aber ich bin noch rauchfrei. Ob ich mich allerdings darüber freuen soll, weiß ich auch nicht. Nicht einmal das... Ich schicke einfach mal liebe Zwischendurch-Grüße in die Runde, die Nada
11.06.2026
09:45 Uhr
Liebe Nada, tut mir leid, dass vieles doof läuft. Aber ich finde es wirklich stark von dir, dass du nicht rauchst und durchhältst. Oft wird das Verlangen nach etwas Zeit schon wieder schwächer. Ablenkung tut auch gut und kann helfen. Vielleicht ein kleiner Spaziergang oder ein Tee. :coffee::flowerorange::flowers: Liebe Grüße von Sophia
10.06.2026
21:47 Uhr
[SIZE=2]:smileumarmung:[/SIZE]
10.06.2026
12:56 Uhr
bearbeitet:
10.06.2026
12:59 Uhr
:butterflyflower Ein Blumenstrauß für bessere Laune. :balloons2: und Glückwunsch zu ZweiDreiVier (234) rauchfreuen Tagen. Schöne Zahl! P.S. „rauchfreu“ war ein Verschreiber. Aber das lasse ich jetzt so ;-)
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