Liebe Nada,
fühl dich erstmal gedrückt, wenn du möchtest.
Das klingt schon hart, wenn das eigene Immunsystem die Schilddrüse angreift und du für den Rest deines Lebens Tabletten nehmen musst.
Aber das alles hat auch eine positive Seite.
Endlich weißt du, warum es dir so schlecht geht. Nicht das Nichtmehrrauchen, sondern im Ergebnis die Auswirkungen einer Schilddrüsenunterfunktion sind die Ursache.
Bevor du wieder bewusst mit dem Rauchen anfängst, gib dir und deinem Körper noch eine Chance.
Bitte warte erstmal die Wirkung der Tabletten ab. Wie ich das verstanden habe, gibt man bei Hashimoto Erstzhormone und ggf. Selen, Zink, Eisen und B-Vitamine.
Ja, du wirst für immer diese Ersatzhormone nehmen müssen. Und das klingt sch...
Aber Tabletten sind nicht immer gleich Tabletten. Es gibt solche, die zwar irgendwelche Symptome lindern, aber Magen, Leber ode Nieren zu schaffen machen. Und es gibt solche, die nur das ersetzen, was der Körper eigentlich selbst produzieren sollte.
Du kannst es also auch so sehen, dass du deinem Körper nur das zuführst, was er nicht in ausreichendem Maße oder nicht mehr herstellt.
Ich nehme nun seit ca. 14 Jahren Schilddrüsenhormone. da mir die Schilddrüse wegen Knoten fast vollständig entfernt worden ist. Aber auch vor der OP litt ich an einer Unterfunktion, die erst erkannt wurde, als im Rahmen einer stationären Depressionsbehandlung dort das Blut untersucht wurde.
Mir geht es heute gut. Die morgendliche Einnahme erfolgt routinemäßig. Einmal im Jahr werden meine Schildrüsenwerte untersucht und ggf. die Dosierung angepasst.
Schwere Depressionen habe ich seitdem nicht mehr.
Wenn ich nun unter Antriebsarmut, einer Depression oder Gewichtszunahme leide, hat das andere feststellbare Ursachen.
Ich möchte dir deine Erkrankung keinesfalls schönreden, sondern dir nur ein bisschen die Sorge wegen der Tabletteneinnahme nehmen, sofern es sich um Schilddrüsehormonersatz handelt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Menge an Giftstoffen in einer Zigarette wirklich helfen soll, die Symptome von Hashimoto zu lindern.
Könnte es vielleicht sein, dass bei den Personen aus dem Hashimoto-Forum nicht diese selbst, sondern deren Suchtstimme ruft, dass Rauchen hilft? Dass die Sucht versucht, die Situation auszunutzen?
Dass z.B. die belebende Wirkung des Nikotin als hilfreich gegen Hashimoto gesehen wird, weil es belebend, also gegen die eigene Antriebslosigkeit wirkt? Dass dabei die Sucht aber aubblendet, dass es dafür einer ständigen Nikotinzufuhr bedarf?
Ich wünsche dir jedenfalls eine baldige Besserung und dass du nicht wieder anfängst zu rauchen, dass du dich gegen lebenslanges Rauchen und offen für den lebenslangen Hormonersatz entscheidest.
Liebe Grüße Kyra