Liebes Schnabelinchen,
schön, dass du den Entschluss gefasst hast, nicht mehr zu rauchen und dass du den Weg hier ins Forum gefunden hast.
Ich habe die gleichen Diagnosen wie du und bin auch in Behandlung. Ich hatte große Angst davor, dass sich die Depressionen verstärken durch den Rauchstopp, aber es ist eher das Gegenteil davon eingetreten.
Wir können nicht beeinflussen wie wir fühlen und wir haben auch keinen Einfluss auf unsere Ängste, wenn wir unter einer Angststörung leiden. Umso großartiger ist es zu erleben, dass man sein Handeln sehr wohl kontrollieren kann.
Mir hat das zu Stärke verholfen. Ich bin so vielen inneren Dämonen ausgesetzt, dass das Erleben etwas kontrollieren zu können, mir wirklich geholfen hat.
Es gab allerdings auch einige Tage, an denen es mir gar nicht gut ging. Totale innere Unruhe, Ängste ausgelöst durch die neue Situation des Nichtmehrrauchens. So ein Gefühl aus der Welt gefallen zu sein, orientierungslos.
Die jahrelange Therapie hat mir auch hier geholfen, das durchzustehen. Denn mal ehrlich:
Das Rauchen macht es ja auch nicht besser, wäre das so, würde Rauchen beim Menschen mit unserer Diagnose als Medizin eingesetzt werden und alles wäre gut.
Du brauchst also an solchen Tagen, von denen noch einige kommen werden, eine gute Portion Sturheit. Der Stolz schon etwas geschafft zu haben (zähle die Tage des Nichtrauchens, oder die nicht gerauchten Zigaretten) hilft dabei.
Und schreibe hier.
LG