14.11.2017
15:37 Uhrbearbeitet:
14.11.2017
15:38 Uhr
Hallo zusammen,
ich befinde mich seit dem 03.11.2017 auf Entzug und es geht eigentlich - wirklich - sehr gut. Das Verlangen nach Zigaretten ist nicht existent. Dennoch habe ich gerade eine heftige Krise, welche mich auch bei meinem letzen Raucherstopp hat kippen lassen: [b]Konzentrationsprobleme[/b] und heftige [b]Verwirrtheit[/b].
Vielleicht noch ein paar Worte zu meiner Person (wollte nicht unhöflich sein). Mein Name ist Steve und ich bin 23 Jahre alt. Seit meinem 12 Lebensjahr rauche ich und seit 5-6 Jahren habe ich das Rauchen nicht einen Tag lang genossen. Mit jeder Zigarette zerriss ich ein Stück mehr meiner Selbstachtung. Zigaretten bringen nichts, sondern lösen Entzugserscheinungen aus, welche durch eine Zigarette wieder aufgehoben werden. Dummerweise löst diese dann wieder die nächsten Entzugserscheinungen aus. Ein Teufelskreislauf. Irgendwann macht die Zigarette nicht einmal mehr das weg, was sie verursacht. Das und eine kleine/große persönliche Kriese ließen mich über zwei Jahre jeden Abend zusätzlich 2 bis 4 Bier trinken - auch das tue ich seit dem besagten Datum nicht mehr.
In den letzten Monaten ging es mit meiner physischen und psychischen Gesundheit rapide Berg ab. Ich wachte jeden Tag mit einem Kater auf und schleppte mich mit Angst- und Panikzuständen auf die Arbeit. Das Leben zog an mir vorbei und so ein seltsamer Dauerschleier-/nebel und ein Dauerschwindel machte sich in meinem Kopf breit. Gepaart mit den Panik-, Angstzuständen und des Gefühls jeden Tag ein bisschen mehr zu versagen, brachte mich das dazu, meiner Freundin die volle Schachtel in die Hand zu drücken und aufzuhören. Minuten später Schmiss sie Ihre und meine Schachtel in den Müll und raucht seitdem auch nicht mehr.
Ich möchte mich nicht ruinieren und habe noch großes vor. Ich möchte es schaffen und es soll der Grundstein meiner Geschichte sein. Das Problem aktuell: Geistige Verwirrtheit und extreme Konzentrationsprobleme. Damals konnte ich wenigstens bis zum Nachmittag arbeiten - jetzt ist es mit der Konzentration schon nach zwei Stunden vorbei. Da ich allerdings auf meine kognitiven Fähigkeiten angewiesen bin (Softwareentwickler) ist das ein riesen Problem. Das Biest in meinem Kopf versucht es nämlich jetzt mit der Masche "[b]rauch sonst kriegst Du nichts gebacken[/b]"...
Meine Frage:
1. Was kann ich gegen die Konzentrationsprobleme tuen?
2. Was kann ich gegen diese extreme Verwirrtheit tuen?
2. Mir ist immer noch extrem Schwindelig, war/ist das bei jemanden auch so verlaufen? Wenn ja, wann war das weg?
Was ich zurzeit unternehme:
- Tägliche Meditation
- Alle zwei Tage Sport
- Verzicht auf Tier und Glutenprodukte
- Viel Obst, Gemüse, Salat, Sprossen und Nüsse => (ca. 2.000 kcal)
- Supplementierung von Magnesium, Vitamin B-Komplex und Vitamin D3
IRONIE DES SCHICKSALS:
Jetzt hat mich meine Freundin unter Tränen angerufen und mir mitgeteilt das Sie wieder geraucht hat. Sie hat sich so schon sehr schwer getan. Weiß nicht wie ich Sie aufbauen kann...
PS.: Sollten einige Sätze verwirrt klingen, bitte ich dies zu entschuldigen (ich bin verwirrt).