15.02.2025
13:11 Uhrbearbeitet:
15.02.2025
13:17 Uhr
liebe Hertha,
:flowerblue:
das hört sich nach einem riesigen Berg Belastungen an und sie kommen alle gemeinsam,
als ob sie magnetisch wären und weiter Belastungen anziehen würden.
Der Tod deines Bruders tut mir sehr leid. Egal wie alt wir sind, unsere Geschwister sind eine
besondere Art der Verwandschaft, niemand sonst kennt unsere Geschichte so wie Geschwister.
Der Unterschied zu den Eltern ist, dass sie auf unserer Augenhöhe waren. Als wir Kind waren,
waren sie es auch und verstanden die Welt auch nur aus Kinderaugen.
Meine Eltern sind verwundert, wenn ich Erlebnisse aus der familiären Vergangenheit erzähle, weil sie
das ganz anders erlebt haben; meine Schwester nickt wissend und zustimmend.
Wenn gravierende Belastungen ins Leben treten sind es oft die Banalitäten, die das Fass, dessen was wir meinen
aushalten zu können, zum überlaufen bringen.
Zahnschmerzen machen einen mürbe, der Wasserschaden lässt sich nicht auf später verschieben, alles drängelt sich
in den Vordergrund und ruft "beachte mich, beachte mich ..."
Wie damals, als diese nervige Nikotinsucht immer in unserem Kopf rief "ich, ich, ich "
und dann hatten wir diese kathastrophlen Zustände mit dem Forum, erinnerst Du dich? Tagelang gab es keinen
Zugang, allemöglichen Funktionen waren nicht verfügbar, jeder zweite Text wurde nicht veröffentlicht und verschwand in dem unergründlichen, tiefen Schwarz des worldwideweb.
:wink: heute ist das eine Anekdote.
Immer wenn Du denkst es geht nicht mehr,
haben wir doch noch etwas Energie für den nächsten Tag.
Deine wunderbare Sicht auf das Leben wird dich noch einen Schritt weiter gehen lassen und wie beim Rauchstopp
merken wir, dass es weitergehen wird, wenn wir nicht lockerlassen. Wenn wir das Gezerre noch einen Moment länger aushalten, lässt vielleicht der Zahnschmerz für kurze Zeit etwas nach.
Es bleibt nichts so wie es ist.
Manchmal erschrecken wir vor dem Gedanken und manchmal kann er tröstend sein
:smileumarmung:
LG von Paul