27.04.2025 09:35

❤️Ein Tagebuch❤️

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26.08.2026
18:47 Uhr
bearbeitet:
27.08.2026
08:01 Uhr
[SIZE=2][b]Tag 1108 Mittwoch[/b][/SIZE] [b]Denken - Gedanken - Geschichten[/b] Wir hatten eine spannende Diskussion. Thema war: Wann und wie kann ich am besten nachdenken. Meine erste Idee dazu war ein Bild. Es gibt einen Magic Place an dem ich gerne bin. Das ist ein kleiner Hügel an einem Flussufer. Der fiel mir ein, weil ich da gerne stundenlang dem Fluss zuschaue. Der fließt ruhig aber schnell dahin. Ab und zu sind dort Vögel zu sehen. Fische springen. Ein Baustamm treibt vorbei. Alles in Bewegung. Ein irre schöner Ort. Dann fiel mir aber ein, das ich dort oft so stark entspanne, das ich einfach an Ort und Stelle einschlafe. Das ist völlig in Ordnung, weil es ein Naturschutzgebiet ist und es dort fast immer menschenleer ist. Jedenfalls für das Nachdenken gar nicht geeignet. Eher zum Träumen. Interessant ist aber der Vorgang. Der Gedanke. Warum fiel mir dieser Ort ein? Beim Rauchen ist es ähnlich. Ich habe immer wegen der Bilder geraucht. Die Suggestion war sehr wichtig. Die Erzählung dahinter. Der Künstler trinkt schwarzen Espresso und raucht die schwarzen Gitanes. Genauso wie Belmondo. Die freie Welt Cowboys waren nicht mein Ding. Aber es gibt eine Geschichte für jeden und für jede. Warum gibt es so viele Bilder und Stories für Tabak, Vapes, und Zigaretten? Damit für alle etwas zu finden ist. Bei Alkohol ist es noch schlimmer. Das ist die Droge mit den meisten Geschichten. Es gibt kein Produkt, das vielfältiger angeboten wird. Es gibt fast nichts, aus dem sich kein Schnaps herstellen lässt. Wenn Alkohol ausschließlich in klaren Flaschen angeboten werden dürfte....also nur eine einzige mögliche Form, hätten wir ein paar Probleme weniger. Zurück zum Nachdenken. Jemand erzählte, am besten ginge das Denken beim Blumen umtopfen. Mir fiel ein, das ich beim Radfahren sehr viel reflektiere und meine Gedanken gut sortieren kann. Also, am Besten denken in Bewegung. Vertraue niemals einer Idee, die du im Sitzen hattest. Macht total Sinn. Ich war mal in einer Lesung von Günter Grass. Der hat mich wahnsinnig gemacht, weil er beim Lesen immer auf und ab lief. Immer in Bewegung. Erst als ich die Augen schloss, konnte ich ihm zuhören. Es gibt ja auch diese Schreibtische mit Motor. Die sind krass. Sehr gut zum Nachdenken, weil man daran stehen kann. Das ist immerhin schon mehr Bewegung als zu sitzen. Es gab in den 90ern Computer Arbeitsplätze die aussahen wie riesige Kugeln. Da konnte man sich reinlegen und im Liegen am Rechner arbeiten. Die Idee dahinter war sich möglichst gar nicht mehr zu bewegen. Der Rechner konnte sogar per Sprache gesteuert werden. Ein Albtraum. Rauchen .... alle rauchen meist im Sitzen. Diese Rauch Ideen sind vielleicht auch nicht die besten aller Ideen. Rauch Ideen sind auch Teil der Geschichten, der Bilder. Es sind Geschichten. Sogar richtig schöne Geschichten. Wir Menschen lieben Geschichten. Ja und wir lassen uns zu gerne verführen. Dann wollen wir sein wie die Helden unserer Geschichten. Im Kino erleben wir die Abenteuer der Helden mit. Wir sind aufgeregt, wir weinen und wir lachen. Dabei sitzen wir im Sessel und futtern Popcorn. Beim Rauch erleben wir die Gefühle der Helden aus der Werbung mit. Dabei vergiften wir uns einfach nur. Früher gabs das Problem, das die Frauen nicht rauchen wollten. Es schickte sich nicht. Das war zu lasziv, zu pervers, zu abseitig. Eine rauchende Frau galt als Schlampe. Eine immer noch berühmte Zigaretten Marke wollte das ändern. Die coolsten Models wurden engagiert. Sie mussten alle rauchen was das Zeug hielt und es gab ein Super Shooting. Die Werbetrommel dröhnte. Die Models mussten auf Modenschauen rauchen. Sie wurden durch alle Clubs und Parties geschickt. Rauchende Frauen waren plötzlich überall. Im Kino. In den Cafes. In den Büros. Überall wurde geraucht. Plötzlich, fanden die Frauen es cool zu rauchen. Sie wollten auch so sein wie die Models. Also fingen viele an zu rauchen. Heute rauchen mehr Frauen als Männer. Es hat also funktioniert. Blöd nur, das Frauen von der Raucherei noch kränker werden als die Männer. Naja, wer will das wissen?
19.07.2026
20:49 Uhr
bearbeitet:
19.07.2026
20:58 Uhr
[SIZE=2][b]Tag 1070 Sonntag[/b][/SIZE] [b] Die Zigarette, der Erlöser? [/b] Geht es dir gerade schlecht? Leidest du? Etwas müde vielleicht? Wirst du nicht geliebt? Du brauchst eine Belohnung! Du hast etwas geleistet! Du hast gerade geliebt! Du fühlst dich gerade richtig! Du musst dich konzentrieren! Wachbleiben! Du brauchst mal einen Moment! Nur für dich allein! Gleichgültig, was es auch ist. Alles was ist, kannst du toppen. Das Rauchen ist eine lästige Angewohnheit, so sagen die einen. Ich rauche gerne, so sagen die anderen. Ein Erlöser muss etwas versprechen. Halten muss er diese Versprechen nicht. Der Rest ist Glaube und Hoffnung [i] Nikotin hat zwei grundsätzlich verschiedene Wirkrichtungen. Dieses sogenannte bivalente Wirkspektrum ist charakterisiert durch die beruhigende, entspannende Wirkung des Nikotins einerseits sowie die anregenden, leistungssteigernden Effekte andererseits. Die beruhigende Wirkung hilft subjektiv bei Nervosität und Stress, aber auch gegen Angst und Reizbarkeit. Auf der anderen Seite stehen belebende Wirkungen und die Empfindung, dass eine Zigarette erfrischend und anregend wirken kann. Diese allgemeine Erfahrung entspricht den Ergebnissen systematischer wissenschaftlicher Untersuchungen (Quelle: BZGA)[/i] Die Mediziner nennen es Sucht oder Abhängigkeit. Die Intensität dieser Sucht wird zwischen Alkohol und Kokain eingeordnet . Es ist eine psychosoziale Verhaltensstörung. Wie mächtig die Sucht wird kommt ganz darauf an. Wie lange wurde geraucht? Wie viel wurde geraucht? Wer hat geraucht? Viele kennen eine rauchende Oma, die schon über 90 Jahre unter uns weilt. Der alte Kanzler rauchte überall. Sogar in den TV Studios. Manche werden gar nicht süchtig. Die rauchen ab und zu eine Zigarre und trinken teuren Whisky. Ab und zu etwas Kokain. Heißa, das Leben ist schön. Ja, was soll das Ganze? Sterben müssen wir alle, so hört man reden. Stimmt schon, fragt sich nur wie. Die Berichte über Atemnot währen der Corona Jahre waren dramatisch genug. Ach komm, wir sind jung und unsterblich. Das Leben ist einfach viel zu öde. Wer will / kann denn ohne Drogen leben? Also ich wollte das nie. Schaut her, ich bin stark. Jung bin ich unsterblich! Ich habe immer diesen Freund. Ich küsse diesen Freund. Immer wieder. Den ganzen Tag. Nachts träume ich von ihm. Ich sauge und brenne das Leben aus diesem Freund. Sein Sterben inhaliere ich in mein Leben. So sind wir verbunden. Wir sterben gemeinsam. Er ganz schnell Ich ganz langsam. [b][i]Substanz und Wirkung im Tabakrauch[/i][/b] [i][b]Acetaldehyd [/b]reizend, evtl. krebserzeugend [b]Acrolein [/b]reizend, evtl. krebserzeugend [b]Benzo[α]pyren[/b] krebserzeugend, verursacht akute myeloische Leukämie [b]Benzol [/b]krebserzeugend, toxisch [b]Blausäure /b hoch toxisch: führt u. a. zu Abgeschlagenheit, Fehlgeburten, Lungenschädigung [b]Blei [/b]toxisch Cadmium krebserzeugend Feinstaub entzündungsfördernd [b]Formaldehyd [/b]reizend für Augen, Nase, Rachen, führt zu Atemproblemen, verursacht Krebs im Nasopharynx (Nase, Mundhöhle, Rachen) [b]Kohlenmonoxid [/b]toxisch: verringert die Fähigkeit der roten Blutkörperchen, das Gewebe mit Sauerstoff zu versorgen, Schäden am Herz-Kreislauf-System [b]Nikotin [/b]suchterzeugend tabakspezifische Nitrosamine krebserzeugend [b]Toluol [/b]reizend[/i] Ein reizender Cocktail. Er ist viele. Ich bin einer. Todeskult wird Lifestyle Überall winkt er mir entgegen. Es gibt Milliarden von ihnen. Ich arbeite und schufte für ihn. Ich habe ein schönes Etui gekauft, damit er sich wohl fühlt bei mir. Das Feuerzeug ist ein schönes Exemplar. Und erst die vielen schönen Aschenbecher. Mit viel Liebe gesammelt. Ach, dem Freund soll es an nichts fehlen. Der Freund ist gerne in Gesellschaft. Er kommt in immer größeren Packungen daher. Im 11er Pack habe ich ihn kennengelernt. Jetzt sind schon 40 oder 60 Stück in einer Schachtel. Für die großen und kleinen Krisen ist er da. Immer verfügbar und immer verführerisch. Sie ist wie alle Drogen mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden. Wir müssen abwägen, ob die Wirkung die Nebenwirkungen rechtfertigt. Ob wir die Wirkung hoher schätzen als die zu erwartenden Einschränkungen. Die Erlösung ist nah. Wie realistisch ist diese Erlösung? Macht uns das Rauchen wirklich stark und frei? Ich rauche gerne. Es verschafft uns die Illusion stark und frei zu sein. Es ist schön zu träumen. Die Wirklichkeit ist anders. Die Folge: Kranke Gedanken Wer nicht raucht hat ADHS Wer raucht hat es auch. Wer nicht raucht kann nicht schlafen Wer raucht kann es auch nicht. Wer raucht hat Depressionen. Wer nicht raucht hat sie auch. Wer raucht ist krank. Nichtraucher können auch krank werden. Wer zuviel auf einmal raucht vergiftet sich Zeichen einer Überdosis: Durchfälle Dyspnoe Atemstillstand Vorhofflimmern Bradykardie Hypotonie Herzstillstand Blockade der Muskeldepolarisation Kopfschmerzen Verwirrtheit Unruhe Sehstörungen Schwindel Koma Initial-Miosis, dann Mydriasis Na Na Sowas gibts doch gar nicht! Zum Lachen Kenne keinen dem das passiert ist. Was ist mit der Sucht? Will ich süchtig sein? Ein Junkie Ein Penner Ein ferngesteuerter Idiot Nachts zur Tanke? Am besten im Internet gleich für 250€ bestellen. Am besten immer einen Vorrat haben. Am besten vorsorgen. Am besten immer rauchen. Am besten nachts wach werden. Und dann rauchen. Wo sind eigentlich die Automaten geblieben? Rauchen ist wirklich doof. Lasst es sein!
11.07.2026
22:41 Uhr
Hallo lieber Klaus, herzlichen Dank für deinen Besuch in meinem Wohnzimmer. :heart: :heart: :heart: Ich habe mich total darüber gefreut. Und auch vielen Dank für die Erfolgswünsche. Das wünsche ich mir auch. :) So. Und nun: Tag 1 geschafft. Ich hoffe dir geht es gut??? Viele herzliche Grüße Deine Honigelfe
23.06.2026
08:57 Uhr
"Ich finde, darüber kann auf jeden Fall nachgedacht werden. Mir ist es jedenfalls unbegreiflich, warum die gesamte Welt einer so destruktiven Sucht verfallen ist." Hallo, lieber Klaus, Erich Fromm würde sagen: Der Süchtige sucht oft nicht wirklich den Rausch, sondern ein Gefühl, das ihm im normalen Leben fehlt. Z.B. Liebe, Verbundenheit, Selbstvertrauen oder einen Sinn. Die Abhängigkeit entsteht, weil der Mensch versucht, ein inneres Problem mit einem äußeren Mittel zu lösen. Liebe Grüße von Monika 🥀
22.06.2026
23:23 Uhr
bearbeitet:
22.06.2026
23:24 Uhr
[SIZE=2][b]Tag 1043 Montag[/b][/SIZE] [b]Rauchen - Rauchen - Rauchen[/b] Vor gut 120 Jahren waren rauchende und betrunkene Frauen nicht sonderlich gut angesehen. Das passte nicht in das Weltbild. Rauchen und trinken hatte was mit Abenteuer und Krieg zu tun. Das war überwiegend Männersache. Tabakpfeife und Zigarren waren damals angesagt. Zigaretten gab es schon viel früher in Deutschland. 1861 wurde die erste Zigaretten Fabrik in Dresden eröffnet. 1862 eröffnete dann die berühmte Yenidze Fabrik in Dresden, dessen Gebäude bis heute ein Wahrzeichen der Stadt ist. So richtig los mit den Zigaretten ging es aber erst etwas später. Bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs gab es hier ca 8000 verschiedene Zigaretten Marken die von ca 1000 großen und kleinen Firmen hergestellt wurden. In einer Werbeschrift 1914 konnte man damals folgendes lesen: [i] „Die Zigarette gehört zu uns wie die feine Wäsche, das Bad, der Lackschuh, der Smoking, wie die Elektrizität, das Auto, der Aeroplan und tausend andere Dinge. .... Nicht nur, weil der leicht aromatische Duft des türkischen Cigarettentabaks unsere Räume und seine Bewohner angenehm parfümiert, während kalter Cigarren- oder Pfeifenrauch widerlich riecht; nein,... Die abgeknabberte Pfeife, die schmuddelig zerkaute Cigarre müssen zwischen den Zähnen gehalten werden und bedingen dadurch eine mehr oder minder hässliche Grimasse des Rauchers; die leichte Cigarette liegt appetitlich und graziös zwischen den Lippen”[/i] Im 1. Weltkrieg änderte sich alles. Geld verlor seine Kaufkraft und Zigaretten wurden zum Sold. Krieg war eben Männersache und damit wurde die Zigarette auch etwas heldenhaftes. In den Schützengräben war der Tabak wichtiger als das Essen, das oft nicht geliefert wurde. Tabak beruhigte die Nerven und zügelte den Appetit. Die Werbung zeigte damals rauchende Soldaten in Siegerpose. Ohne die tröstende und stimulierende Zigarette ...wer weiß ob der Krieg so lange gedauert hätte. 1918 wurde dem Tabak sogar eine friedenstiftende Wirkung zugesprochen. Auszug aus einer Werbeschrift 1918: [i]“Nur der Tabak verscheuche “üble Gedanken und bedeutet keine tierische Befriedigung, sondern eine menschliche. Er erhitzt nicht, entfacht keine Wollust und führt zu keiner Sucht. Kein Mann kommt ins Heim getrottet, um infolge von Tabakgenuss ein Weib zu schlagen. Der Geist der Zigarette verursacht das Gegenteil von Wildheit. Tabak ist ein Friedensschätzer, reich an Milde, und kann deshalb beanspruchen, als Segen der Menschheit betrachtet zu werden.”[/i] Bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs explodierte der Zigaretten Konsum. Von 50 Stück pro Kopf und Jahr stieg es auf 1.300 Stück empor. Eine Steigerung von 2.600 Prozent. Alle rauchten wie die Blöden. Aber das war noch lange nicht das Ende So richtig los ging es dann in den 50er Jahren. Den Zigaretten wurden suchtsteigernde Substanzen zugesetzt. Rauchen war überall möglich und erwünscht. Ärzte empfahlen ihre Lieblingssorten. Ein kollektiver Wahnsinn brach aus. Alle rauchten um die Wette und wurden süchtig. Nicht nur süchtig, die Menschen wurden auch krank. Sehr krank sogar. An den Folgen des Rauchens sterben in Deutschland jährlich 130.000 Menschen (RKI). Es gibt viele Ideen, warum wir Menschen uns mit dem Tabak selber zerstören und letztlich eine Art Slow Motion Suizid begehen. Eine dieser Gedanken hat unmittelbar mit dem Trauma des Kriegs zu tun. Da lesen wir: [i]Die Tabaksucht der letzten 100 Jahre ist ein kollektives Symptom. Eine globale psychische Nachwehe auf die Selbstzerstörungskraft der Kriege. Das Inhalieren von Rauch ist ein unbewusstes Ritual – eine symbolische Fortsetzung der inneren Verwüstung durch äußere Zerstörung.[/i] Ich finde, darüber kann auf jeden Fall nachgedacht werden. Mir ist es jedenfalls unbegreiflich, warum die gesamte Welt einer so destruktiven Sucht verfallen ist.
18.06.2026
17:47 Uhr
Lieber Klaus, danke für deinen Besuch in meinem Wohnzimmer. Du hast recht: Viel zu oft gehen wir achtlos an wunderschönen Sachen vorbei, die uns das Leben jeden Tag anbietet. Übrigens, die Pistazien-Croissants habe ich noch nicht gefunden. :wink: Einen schönen Abend dir Eva
13.06.2026
09:49 Uhr
bearbeitet:
13.06.2026
09:50 Uhr
[SIZE=2][b]Tag 1033 Samstag [/b][/SIZE] [b] Gedanken [/b] Fragt man die Google KI nach den schrecklichsten Arten zu sterben werden Verdursten Verhungern Ersticken genannt. Letzteres ist eng mit COPD verbunden. Knapp die Hälfte aller Langzeit Raucher sind davon betroffen. Nun erstickt nicht gleich jeder mit dieser Diagnose. Aber mich wundert wie gleichgültig viele Menschen mit dieser wenig attraktiven Aussicht umgehen. ....dann laufe ich eben mit einer Sauerstoff Flasche herum.... habe ich schon oft gehört. Wer einmal einen Erstickungsanfall erlebt hat ( einige durften das bei einer COVID Infektion erleben ) denkt anders. Das ist ein absoluter Albtraum. Es gibt kaum etwas Schlimmeres. Ich wundere mich immer wieder über die Tabak Werbung. Wer selber rollt kann den Tabak für 400 Zigaretten für schlappe 60€ kaufen. Warum ist das immer noch so billig? Rentner , Arbeitslose und Studenten sind hier die Zielgruppe. In diesen Apokalypse Zeiten ist es doch sowieso egal....höre ich oft. Es gibt wieder mehr Zigaretten Raucher. Vor allem junge Frauen sollen es sein. Von der Vape zur Zigarette scheint gerade ein Trend zu sein. An fehlender Aufklärung kann es nicht liegen. Da ist Glaube im Spiel. Glaube...in dieser Welt scheint der Glaube der letzte Anker zu sein. Wissenschaft wird unwichtig. Ich frage mich, ob wir langsam aber sicher zurück ins Mittelalter fallen. Warum glauben wir wieder, obwohl wir wissen? Vielleicht ist das Wissen zu unbequem und zu schwer. Wir können es nicht mehr tragen. Es ist unerträglich. Glauben ist so süß und leicht. Aber da ist auch der Hunger etwas aus der Masse heraus zu leuchten. 18 Prozent der Erwachsenen raucht. Das ist eine Minderheit. Dazu noch ADHS und Hypersensitive plus vegan, plus Vape... Yeah, das rockt. Ich rauchte, weil alle rauchten. Nur meine Mutter nicht. Das schickt sich nicht für eine Frau, sagte sie immer. Aus feministischer Sicht vermutlich eine No-Go Haltung. Aus medizinischer Sicht ziemlich gut. Sie wurde 94 Jahre alt. Mein rauchender Vater starb mit 75 an Lungenkrebs, mein rauchender Bruder mit 67 an derselben Krankheit. Damals fing ich an über das Rauchen nachzudenken. Es dauerte noch viele Jahre bis ich letztlich aufhören konnte. Deswegen rauche ich heute nicht.
20.05.2026
18:29 Uhr
Hallo lieber Klaus, ach, so ein Treffen fände ich auch sehr schön nach einiger Zeit, die man gemeinsam überstanden hat. :lol: Und am besten auch mit euch Lots*innen, die ihr uns immer so unterstützt. :balloonsheart: Wie viele wart ihr bei deinem Treffen? Wo habt ihr euch getroffen und reisten die Menschen auch von weiter her an? Die Idee einmal im Jahr ein großes Treffen von ganz vielen "geretteten" Leuten zu machen ist auch super. Immer in verschiedenen Städten, dann könnte man es gleich mit ein paar Tage Urlaub verbinden und verschiedene Orte kennenlernen. Einen schönen Abend Eva
18.05.2026
21:03 Uhr
bearbeitet:
18.05.2026
21:20 Uhr
[SIZE=2][b]Tag 1007 Montag[/b][/SIZE] [b]1000 Tage und was jetzt[/b] 1000 Tage sind gefeiert, ein Rauchfrei Treffen am Wochenende ging gestern zu Ende und der Alltag kehrt zurück. Das Treffen war wunderbar. Die Anderen hatten alle ca 3 Jahre rauchfrei hinter sich. Alle hatten dieses Forum genutzt und sich hier miteinander vernetzt. So ein Treffen ist etwas sehr Schönes und ich wünsche mir sehr , das hier einmal im Jahr ein großes Treffen veranstaltet wird. Mit vielen 100 Menschen, die ihre Freiheit feiern. Andere Plattformen machen es vor. Hier muss noch daran gearbeitet werden. Es ist toll, die Menschen zu sehen und in den Arm zu nehmen mit denen hier täglich geschrieben wird. Die Menschen mit denen Freude und Leiden geteilt wird, die Menschen mit denen wir gemeinsam durch die Krisen gingen. Wenn wir dann dann gemeinsam feiern uns lachend über diese verrückten Dinge austauschen die wir hier im Forum zusammen erlebt haben. Das macht richtig Laune. Das ist einfach nur schön. Aber natürlich ist nicht alles nur schön. Da sind die Beschwerden durch COPD und andere Krankheiten. Da ist die ewige Lust zu rauchen, die auch nach drei Jahren immer noch aufblitzt. Da ist die große Traurigkeit, die uns überfällt wenn wir an unseren Leichtsinn erinnert werden. Unter dem Strich bleibt aber die Gewissheit, das wir es geschafft haben NichtMehrRaucher zu werden. Was für ein furchtbares Wort Ungetüm. Wir rauchen nicht mehr! Das ist ein riesiger Erfolg. Das haben wir geschafft, Dafür haben wir uns hier gegenseitig unterstützt! Und das ihr Lieben, das ist eine gute Nachricht. Die Beste des Tages! Liebe Grüße Klaus
11.05.2026
02:22 Uhr
Liebee Klaus, Du hast deine [SIZE=2]:medal::):):)[/SIZE] tausender party ja punkt auf den Muttertag gelandet [SIZE=2]:fireworksblue::fireworksblue::fireworksblue:[/SIZE] [SIZE=2]:fireworks::fireworks::fireworks:[/SIZE] Drum wünsch ich dir auch noch hier [SIZE=2]:birday:[/SIZE] zum Muttertag[SIZE=2] :birday: [/SIZE] du Mutter der Nation des Nichtraucherforums DANKE [SIZE=4]💐[/SIZE] & ALLES GUTE Mamma mia https://youtu.be/unfzfe8f9NI?is=nFpgdyaRhrIULtW2
05.04.2026
20:25 Uhr
bearbeitet:
05.04.2026
20:58 Uhr
[SIZE=2][b]Tag 965 Sonntag[/b][/SIZE] [b]Die Angst, Kairos und das Leben[/b] Herausforderungen an denen wir wachsen. Auf der einen Seite gibt es die einfachen Wege. Die sind ausgebaut, bequem und zuverlässig. Wenn ich mir ein Ziel stecke kann ich das ohne viel Mühe erreichen. Um eine Entfernung zu überbrücken habe ich sehr viele Möglichkeiten schnell und unbeschwert an mein Ziel zu kommen. Wenn ich ein glückliches und erfülltes Leben leben möchte habe ich auch viele Möglichkeiten, aber der Weg dahin ist nicht immer klar und deutlich ausgewiesen. Wie kann ich leben? Wie werde ich froh und glücklich? Was ist überhaupt Glück? Das ist (m)ein Lebensthema. Nicht das Thema für Alle. Warum nicht für Alle? Weil es Menschen gibt, die optimal mit Allem ausgestattet sind. Menschen, die alles ganz leicht erreichen was sie wollen. Menschen die niemals süchtig werden. Menschen ohne Brüche in der Biografie. Menschen, die immer auf der Sonnenseite spazieren. So einer bin ich aber nicht. Und viele Andere die ich kennenlernen durfte sind das auch nicht. Und um diese Menschen geht es in diesen Gedanken. Die Frage nach einem erfüllten Leben ist nicht nur individuell. Es ist auch eine politische Frage Wie lebe ich? Wie will ich leben? Wie groß und wie tief ist der Gap. Der Gap zwischen dem was da ist und dem was ich gerne möchte. Ein Themenkreis , der immer Fragen generiert. Jede Antwort schafft neue Fragen. Glück und Zufriedenheit sind flüchtige Freunde. Eins ist sicher. Es gibt nur ein Leben. Was fange ich damit an? Was schlägt in meiner Brust? Was drängt meine Gedanken? Bin ich zufrieden? Ja, das bin ich, oder eben ich bin es nicht. Es geht um Entwicklung. Es geht um Bewegung. Es geht um Kairos. Wenn der Moment verstrichen ist, kommt er nicht wieder. Alles ist einmalig. Deswegen gilt es den Moment zu erkennen und ihn zu ergreifen. Jetzt kommt die Furcht ins Spiel. Vieles ängstigt mich. Vieles scheint nicht möglich. In einem Interview las ich neulich: [i]Ich habe Lust auf Sex mit vielen Menschen. Aber bevor ich mir das eingestehe verzichte ich lieber mein ganzes Leben auf jeden Sex. [/i] Da war jede Menge Angst und Scham im Spiel. Solche Dinge sind persönlicher und politischer Natur. Was für mich schwer ist können andere mit Leichtigkeit. Es geht um ganz persönliche Hemmnisse und ... naja ... die hat man ja nur ganz alleine. Zumindest scheint es erstmal so. Was war bei mir los? Zum Beispiel habe ich sprechen gelernt. Nicht Sprechen als kleines Kind, sondern Sprechen als erwachsener Mensch. Das war lange mit großer Angst besetzt. Vor allem aber das, was daraus folgte. Wer sprechen lernt sagt auch etwas. Wer etwas sagt muss die Reaktionen verarbeiten und aushalten. Das ist nicht immer leicht. Ich habe mich immer davor gefürchtet. Es gab eine Situation in meinem Leben, da ergab sich diese Gelegenheit und ergriff Sie. Danach habe ich sprechen zu meinem Beruf gemacht. Und ich sage heute: Ein Glück! Gut so! Aber auch das war nur eine Zwischenstufe. Auch das ist noch lange nicht das Ende aller Wünsche. Es gibt noch sehr viel Luft nach oben. Ich komme noch einmal auf den Anfang zurück. Es gibt leichte und schwere Wege etwas zu erreichen. Die Resultate sind verschieden. Früher bin ich gerne in die Ferien gegangen. Ja, zu Fuß. Mit der Bahn irgendwohin, dann drei , vier Wochen zu Fuß. Danach mit der Bahn zurück. Die Langsamkeit ist das Spannende dabei. Mit dem Fahrrad ist es auch toll. Der Weg ist das Ziel, klingt abgedroschen trifft es aber. Intensiver geht es nicht. Das Leben ist ein volles Leben. Jeden Tag passieren viele Dinge. Hin und wieder heißt es zugreifen. Kairos erkennen und handeln. Wachsen wir an den Hindernissen. Überwinden wir die Furcht. Wachsen wir am Leben. Wir haben nur das Eine!
20.03.2026
13:28 Uhr
Lieber Klaus, der erste Teil deiner Erfahrungen spricht mir gerade aus der Seele und ich konnte trotzdem herzlich darüber lachen. Der zweite Teil macht mir Mut, dass sich zumindest einige der positiven Veränderungen doch noch einstellen werden. Danke für beides ?? und ein schönes Wochenende, Andrea.
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