19.07.2026
20:49 Uhrbearbeitet:
19.07.2026
20:58 Uhr
[SIZE=2][b]Tag 1070 Sonntag[/b][/SIZE]
[b] Die Zigarette, der Erlöser? [/b]
Geht es dir gerade schlecht?
Leidest du?
Etwas müde vielleicht?
Wirst du nicht geliebt?
Du brauchst eine Belohnung!
Du hast etwas geleistet!
Du hast gerade geliebt!
Du fühlst dich gerade richtig!
Du musst dich konzentrieren!
Wachbleiben!
Du brauchst mal einen Moment!
Nur für dich allein!
Gleichgültig, was es auch ist.
Alles was ist, kannst du toppen.
Das Rauchen ist eine lästige Angewohnheit,
so sagen die einen.
Ich rauche gerne, so sagen die anderen.
Ein Erlöser muss etwas versprechen.
Halten muss er diese Versprechen nicht.
Der Rest ist Glaube und Hoffnung
[i] Nikotin hat zwei grundsätzlich verschiedene Wirkrichtungen. Dieses sogenannte bivalente Wirkspektrum ist charakterisiert durch die beruhigende, entspannende Wirkung des Nikotins einerseits sowie die anregenden, leistungssteigernden Effekte andererseits. Die beruhigende Wirkung hilft subjektiv bei Nervosität und Stress, aber auch gegen Angst und Reizbarkeit. Auf der anderen Seite stehen belebende Wirkungen und die Empfindung, dass eine Zigarette erfrischend und anregend wirken kann. Diese allgemeine Erfahrung entspricht den Ergebnissen systematischer wissenschaftlicher Untersuchungen (Quelle: BZGA)[/i]
Die Mediziner nennen es Sucht oder Abhängigkeit. Die Intensität dieser Sucht wird zwischen Alkohol und Kokain eingeordnet . Es ist eine psychosoziale Verhaltensstörung. Wie mächtig die Sucht wird kommt ganz darauf an.
Wie lange wurde geraucht?
Wie viel wurde geraucht?
Wer hat geraucht?
Viele kennen eine rauchende Oma, die schon über 90 Jahre unter uns weilt. Der alte Kanzler rauchte überall. Sogar in den TV Studios. Manche werden gar nicht süchtig. Die rauchen ab und zu eine Zigarre und trinken teuren Whisky. Ab und zu etwas Kokain.
Heißa, das Leben ist schön.
Ja, was soll das Ganze?
Sterben müssen wir alle,
so hört man reden.
Stimmt schon, fragt sich nur wie. Die Berichte über Atemnot währen der Corona Jahre waren dramatisch genug. Ach komm, wir sind jung und unsterblich. Das Leben ist einfach viel zu öde. Wer will / kann denn ohne Drogen leben?
Also ich wollte das nie.
Schaut her, ich bin stark.
Jung bin ich unsterblich!
Ich habe immer diesen Freund.
Ich küsse diesen Freund.
Immer wieder.
Den ganzen Tag.
Nachts träume ich von ihm.
Ich sauge und brenne das Leben aus diesem Freund.
Sein Sterben inhaliere ich in mein Leben.
So sind wir verbunden.
Wir sterben gemeinsam.
Er ganz schnell
Ich ganz langsam.
[b][i]Substanz und Wirkung im Tabakrauch[/i][/b]
[i][b]Acetaldehyd [/b]reizend, evtl. krebserzeugend
[b]Acrolein [/b]reizend, evtl. krebserzeugend
[b]Benzo[α]pyren[/b] krebserzeugend, verursacht akute myeloische Leukämie
[b]Benzol [/b]krebserzeugend, toxisch
[b]Blausäure /b hoch toxisch: führt u. a. zu Abgeschlagenheit, Fehlgeburten, Lungenschädigung
[b]Blei [/b]toxisch Cadmium krebserzeugend Feinstaub entzündungsfördernd
[b]Formaldehyd [/b]reizend für Augen, Nase, Rachen, führt zu Atemproblemen, verursacht Krebs im Nasopharynx (Nase, Mundhöhle, Rachen)
[b]Kohlenmonoxid [/b]toxisch: verringert die Fähigkeit der roten Blutkörperchen, das Gewebe mit Sauerstoff zu versorgen, Schäden am Herz-Kreislauf-System
[b]Nikotin [/b]suchterzeugend tabakspezifische Nitrosamine krebserzeugend
[b]Toluol [/b]reizend[/i]
Ein reizender Cocktail.
Er ist viele.
Ich bin einer.
Todeskult wird Lifestyle
Überall winkt er mir entgegen.
Es gibt Milliarden von ihnen.
Ich arbeite und schufte für ihn.
Ich habe ein schönes Etui gekauft,
damit er sich wohl fühlt bei mir.
Das Feuerzeug ist ein schönes Exemplar.
Und erst die vielen schönen Aschenbecher.
Mit viel Liebe gesammelt.
Ach, dem Freund soll es an nichts fehlen.
Der Freund ist gerne in Gesellschaft.
Er kommt in immer größeren Packungen daher.
Im 11er Pack habe ich ihn kennengelernt.
Jetzt sind schon 40 oder 60 Stück in einer Schachtel.
Für die großen und kleinen Krisen ist er da.
Immer verfügbar und immer verführerisch.
Sie ist wie alle Drogen mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden. Wir müssen abwägen, ob die Wirkung die Nebenwirkungen rechtfertigt. Ob wir die Wirkung hoher schätzen als die zu erwartenden Einschränkungen. Die Erlösung ist nah.
Wie realistisch ist diese Erlösung? Macht uns das Rauchen wirklich stark und frei?
Ich rauche gerne.
Es verschafft uns die Illusion stark und frei zu sein.
Es ist schön zu träumen.
Die Wirklichkeit ist anders.
Die Folge: Kranke Gedanken
Wer nicht raucht hat ADHS
Wer raucht hat es auch.
Wer nicht raucht kann nicht schlafen
Wer raucht kann es auch nicht.
Wer raucht hat Depressionen.
Wer nicht raucht hat sie auch.
Wer raucht ist krank.
Nichtraucher können auch krank werden.
Wer zuviel auf einmal raucht vergiftet sich
Zeichen einer Überdosis:
Durchfälle
Dyspnoe Atemstillstand
Vorhofflimmern
Bradykardie
Hypotonie
Herzstillstand
Blockade der Muskeldepolarisation
Kopfschmerzen
Verwirrtheit
Unruhe
Sehstörungen
Schwindel
Koma Initial-Miosis,
dann Mydriasis
Na Na
Sowas gibts doch gar nicht!
Zum Lachen
Kenne keinen dem das passiert ist.
Was ist mit der Sucht?
Will ich süchtig sein?
Ein Junkie
Ein Penner
Ein ferngesteuerter Idiot
Nachts zur Tanke?
Am besten im Internet gleich für 250€ bestellen.
Am besten immer einen Vorrat haben.
Am besten vorsorgen.
Am besten immer rauchen.
Am besten nachts wach werden.
Und dann rauchen.
Wo sind eigentlich die
Automaten geblieben?
Rauchen ist wirklich doof.
Lasst es sein!