27.04.2025 09:35

❤️Ein Tagebuch❤️

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05.03.2024
19:12 Uhr
[quote=661357] Jetzt spüren wir, das im Gehirn etwas anders geworden ist. In uns gibt es das dringende Bedürfnis nach Tabak. Wir drehen wahrlich am Rad. Jetzt geht der Stress scheinbar so richtig los. Mit allen Tricks versuchen wir unsere Entscheidung in Frage zu stellen. Das ist genau das, was wir alle hier jeden Tag erleben.[/quote] So ist es. Aber der Weg, den wir beschreiten müssen, um aus diesem Dilemma rauszukommen, ist noch nicht klar. Mir zumindest nicht. Und bis er mir nicht klar ist, hilft mir die Sturheit, die ich bewusst nicht Willensstärke nennen, weil diese wiederum einen freien Willen voraussetzt und die Frage danach, ob es den gibt, will ich nun wirklich nicht lostreten. Weder in mir selber noch öffentlich hier. In diesem Sinne: Egal welche Kurven ihr geht: Geht sie rauchfrei.
05.03.2024
17:30 Uhr
[SIZE=2][b]Tag 203 Dienstag[/b][/SIZE] [b]Noch mehr Gedanken[/b] Stursein hat noch nie wirklich geholfen. Das sehen wir sehr gut in der Spieltheorie. Nehmen wir ein sehr kompromissloses Spiel 2 Spieler fahren im Auto aufeinander zu. Wer zuerst sein Steuer rum reißt hat verloren. Heikle Sache. Wohin führt uns hier die Sturheit? Es kann nur einer gewinnen! Der muss stur sein. Der andere darf es nicht. Reißen beide ihr Steuer in dieselbe Richtung sterben beide. Reißt keiner das Steuer herum sterben auch beide. Als einer muss nachgeben und einer bleibt stur. Oder beide reißen ihr Steuer in unterschiedliche Richtungen. Dann verlieren beide, bleiben aber am Leben. Wie herum es auch gedreht und gedacht wird, ist reine Sturheit nicht wirklich gut. Vor allem ist es hier in unserer Situation nicht hilfreich stur zu sein. Hier wollen wir alle gewinnen. OK, wie ist denn das Spiel hier? Auch hier gibt es zwei Gegner, oder zwei Seiten. Da ist unsere Entscheidung: Ich will nicht mehr rauchen. Da ist etwas in unserem Körper, genauer im Gehirn das uns sagt: Ich will rauchen. Beides geht jetzt aber nicht mehr. Das haben wir ja immer gemacht. Wir haben ja die meiste Zeit gar nicht geraucht. Naja, eben nur alle 45 Minuten. Dann wieder 45 Minuten nicht. Damit soll nun aber Schluss sein! Dummerweise macht mal mindestens Nikotin süchtig. Hmmmm, tja klingt mies, ist aber so! Wir wollen jetzt aber nicht mehr rauchen. Also entziehen wir unseren Körper. Ich habe das kalt gemacht. Das bedeutete: Ich war ein paar Tage etwas aus dem Gleichgewicht geraten. Nach ca einer Woche war das gelaufen Aber damit war es nicht vorbei. Neee! Jetzt spüren wir, das im Gehirn etwas anders geworden ist. In uns gibt es das dringende Bedürfnis nach Tabak. Wir drehen wahrlich am Rad. Jetzt geht der Stress scheinbar so richtig los. Mit allen Tricks versuchen wir unsere Entscheidung in Frage zu stellen. Das ist genau das, was wir alle hier jeden Tag erleben.
05.03.2024
16:28 Uhr
Interessante Gedanken.... ich habe mich auch oft gefragt, ob ich mich zuviel damit beschäftige. Andererseits kommen die Gedanken von alleine, früher habe ich sie weggedrückt und bin stur geblieben bis zum ... Bang! Und wieder geraucht. Wie Adriane es beschreibt neige ich auch zur Sucht. Darum muss ich mit etlichen Gefühle, Gedanken, Emotionen klar kommen und das eine oder andere verändern. Solange ich mit meinen Texten niemanden quäle :P SuchtFreiheit ist meine Priorität 1 und ich habe schon ettliches gelernt bzw. verinnerlicht. Dinge, die eben vom reinen Gedanken in den Bauch rutschen und verstanden werden müssen.
05.03.2024
13:40 Uhr
Lieber Klaus, diese Gedanken beschäftigen mich auch sehr. Ich bin froh, sie in deinem Wohnzimmer zu lesen. Wie viel Beschäftigung mit dem Thema ist nötig? Reicht es nicht einfach, dass man stur bleibt? Du weißt schon: IAAHHH. Gibt es denn immer Gründe innerhalb der eigenen Person, weshalb man geraucht hat? Reicht es nicht aus zu wissen, dass es etwas mit dem Belohnungszentrum zu tun hat? Manche Menschen werden eben süchtig und andere nicht. Das hat ja in aller Regel stoffliche Ursachen. Hat wirklich jeder Emotionen weggeraucht, so wie man hier oft liest? Und was ist mit jenen, die zu diesem Gedanken keinen Zugang haben? Schauen die nicht tief genug in sich oder belügen sie sich selbst? Haben sie keine Chance, wenn sie nicht irgendwelche Emotionen finden, die sie angeblich weggeraucht haben? Ich habe noch so viele Fragen zu diesem Thema im Kopf. Warum habe ich diese Fragen? Ich will einfach alles richtig machen und nicht durch irgendeinen Gedanken, der nicht gedacht wurde, irgendein Muster, das nicht erkannt wurde, wieder rückfällig werden. Eigentlich hätte ich es gerne einfach: Dooferweise gehöre ich zu den Menschen, die zur Sucht neigen, weil in ihrem Hirn ..... (erspare an dieser Stelle fachwissenschaftliche Erläuterungen) Um die Sucht zu kontrollieren, muss ich aufhören sie zu füttern. Das tue ich, indem ich nicht rauche. Jetzt nicht! Und aus ganz vielen Jetzen wird irgendwann ein NIE! LG
05.03.2024
12:45 Uhr
bearbeitet:
05.03.2024
12:47 Uhr
[SIZE=2][b]Tag 203 Dienstag[/b][/SIZE] [b]Gedanken[/b] Gestern habe ich die ersten Wochen in unserem Zug gelesen. So viele Menschen, so viel Hoffnung und so viel Angst. Jetzt nach über 200 Tagen ist es für mich sogar schwer zu zu erinnern. Dieses Leiden und Hoffen. Mir ging es ja genauso. Vergessen wir so schnell diese fürchterlichen Erlebnisse? Zum Glück vielleicht. Ich werde aber immer erinnert. Die Sucht in mir meldet sich noch. Nahezu täglich. Aber auch das gehört allmählich zu einer gewissen Routine. Ich weiß noch, wie ich hier eine Zeit lang zu predigen begann. Wir müssen doch unser ganzes Leben neu organisieren. Alle Situationen mit Zigarette neu lernen. Neue Muster ausprobieren. Manche hier meinten dazu nur .... so ein Quatsch .... andere verstanden überhaupt nicht was ich da meinte. Es war mir so wichtig. Ich dachte auch, es müsse doch für alle wichtig sein. Inzwischen denke ich anders. Für die meisten hier ist ein Rückzug wichtig. Zuviel des Guten, denken viele. Wenn der Suchtdruck nachlässt, wollen viele ein normales Leben zurück. Ich finde das verständlich. Es gibt aber auch einige, bei denen das nicht mehr möglich ist. Rauchen zerstört die Gesundheit. Da bleibt etwas. Das kann nicht ignoriert werden. Das muss in das normale Leben integriert werden. Das fällt nicht immer leicht. Sucht ist immer anders. Und trotzdem ist es doch auch immer gleich. Das ist so verrückt. Es gibt so viel Forschung darüber, und immer noch wird gestritten. Bei mir ist es der Xte Versuch davon loszukommen. Es hat nicht funktioniert bisher. Es hatte seine Gründe. Ich habe mich nicht genug damit beschäftigt. Irgendwas hat immer gefehlt. Irgendwas habe ich immer falsch gemacht. Hier lese ich sehr ähnliche Geschichten. Jahrelang nicht geraucht und dann wieder für Jahre rückfällig geworden. Ja, das schreiben einige. Aber eben nicht alle. Oder auch vielleicht ist es selten. Wie auch immer..... es ist nie dieselbe Geschichte. Jeder Mensch ist anders. Aber die meisten Raucher werden sehr süchtig. Das ist dann doch immer die gleiche Geschichte. Zum Glück muss das hier niemand lesen Ich hau das einfach mal raus
05.03.2024
07:53 Uhr
Dankeschön :smileumarmung:
04.03.2024
16:08 Uhr
202 ist wirklich eine schöne Zahl. Danke für deine Aufmunterung im Zug und meinen Wohnzimmer, du bist eine echte Unterstützung :gefsmilie: Übrigens, ich habe Walnussbrötchen für mich entdeckt, meine Pistazien Croissants :riesengrinser:
04.03.2024
15:29 Uhr
Lieber Klaus, :fireworks: Ganz herzliche Glückwünsche zu 202 Tagen Rauchfreiheit. Das ist eine besonders hübsche Zahl. Und es ist eine unheimlich große Leistung. Auch sehr hübsch sind 2.255 Beiträge im Forum. :champballoongif Vielen Dank für deinen Einsatz und deine Unterstützung hier. Ich wünsche dir einen schönen und hoffentlich sonnigen restlichen Tag.
04.03.2024
07:43 Uhr
Guten Morgen, Klaus! Da ich ja auch fast jeden Tag kurz schreibe und auch nicht weiß, ob das gut oder schlecht ist oder eben einfach nur "so" ist......... gibt es einen besonders lieben Gruß zum Wochenanfang von mir!! Also: besonders lieber Gruß von Birgit !:D
02.03.2024
20:37 Uhr
Lieber Klauser1313, vielen vielen lieben Dank für den Text, bei mir ist es heute Tag 49 und auch ich beschäftige mich sehr mit dem Thema, freie Zeit oder Auszeit. Ich versuche gerade neue Rituale für mich zu entwickeln und das macht mir viel Spaß und ist auch kurios…:lol: Heute bin ich aus dem Haus gegangen und dachte so… Schlüssel, Geldbeutel, Handy, Kippen, Feuer… ach ja brauche ich nicht mehr…. :wink:
02.03.2024
20:27 Uhr
[quote=661000] Da war ich für mich. Meine Zeit. Niemand stört. Intimität mit mir. [/quote] Oh ja. Das trifft es so gut. Diese Zeit vor dem eigentlichen Tag, das Gefühl diese Zeit nur für sich zu haben. Gekoppelt an die Zigarette haben wir sie. Wir Idioten. Diese Zeit gibt es ja immer noch. Diese Zeit kann jeder haben. Auch jeder Nichtraucher kann sie haben. Aber wir dachten lange, dass es sie nur mit oder sogar wegen der Kippe gibt. [quote=661000] Wenn ich mir das hier durchlese, wird mir ganz anders. Ich verstehe mich selber nicht. Ja, klar .... es ist nicht immer alles gut. Aber soviel Zerstörung, soviel Destruktion? Ist das schon Selbsthass? Ist das Sucht? Auf jeden Fall ist es furchtbar. Und es ist jetzt durchbrochen! Ich lerne hier, damit umzugehen. Oh, Mann....das ist gut![/quote] Destruktiv auf jeden Fall. Selbsthass? Diese Frage muss vermutlich jeder für sich selbst beantworten. Sucht? Ganz sicher. Und entscheidend die Erkenntnis: [b][SIZE=2]Oh, Mann....das ist gut![[/SIZE][/b] :fireworksblue::fireworks:
02.03.2024
20:18 Uhr
[SIZE=2][b]Tag 200 Samstag[/b][/SIZE] [b]Ich rauche nicht mehr[/b] 200 Tage ohne Zigaretten, es kommt mir so selbstverständlich, so fragil und so neu vor. Es geht mir gut damit. Es waren früher mindestens 200 Zigaretten in 1 Woche Früher war alles besser? Jeden Morgen ein ganz ähnliches Ritual. Aufwachen, so gegen 6:30 Uhr. Mit Wecker, aber meist schon vorher wach. Die 1. Zigarette Dann ab ins Bad .... naja was Mann da so macht. Danach: Rechner an und Zeitung lesen. Da gabs Zigarette 2 bis 5. Da war ich für mich. Meine Zeit. Niemand stört. Intimität mit mir. Ich nehme den Aschenbecher und einen Plastikbeutel. Kippen rein, und Beutel in die Manteltasche. Dann Mantel an, auf zum Bäcker. Unterwegs den Beutel in die Tonne! Natürlich eine Zigarette im Mund. Der frische Morgen will begrüßt werden. Beim Bäcker dann Kaffee und Kringel zum Frühstück. Mit noch 2 Schluck Kaffee in der Tasse vor die Tür. Und dort: eine Zigarette. Manchmal zwei. Dann ab, ins Büro. Dort: Material für den Tag checken und dabei mindestens 1 Zigarette Wieder ganz für mich war, meine Zeit. Der Aschenbecher ist schon wieder gut voll Das waren schon ca 8 - 10 Kippen. Es ist 8:30 Uhr 1. Vorlesung: Nach 90 Minuten erste Pause: Kaffee, Zigarette..... Zigarette, manchmal gabs noch eine Zigarette. 2. Vorlesung .... entspannt mit praktischen Beispielen. Zwischendrin: ihr wisst schon. Irgendwann Mittagspause. Zigarette - etwas essen - Zigarette Nachmittag Demo Projekte anleiten: Zigarette - Kaffee - Zigarette Feierabend. Ich lehne mich zurück und zünde mir eine Zigarette an Meine Zeit- Niemand da, der stören kann. Ein Routine Tag, ca 15 - 20 Zigaretten geraucht. Es ist erst Nachmittag. Der Rest ist keine Routine, aber ich habe das gleiche Pensum noch einmal geraucht. Wenn ich mir das hier durchlese, wird mir ganz anders. Ich verstehe mich selber nicht. Ja, klar .... es ist nicht immer alles gut. Aber soviel Zerstörung, soviel Destruktion? Ist das schon Selbsthass? Ist das Sucht? Auf jeden Fall ist es furchtbar. Und es ist jetzt durchbrochen! Ich lerne hier, damit umzugehen. Oh, Mann....das ist gut!
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