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Ein falscher Brief, Stress mit einem Menschen,
Stress mit sich selber, oder alles zusammen .... etc. etc.
Eben dann ist die Gefahr am größten,
wieder zu rauchen bzw. Rückfällig zu werden.
Die Widerstandskraft lässt nach
und der Suchtdruck nimmt Überhand.
Mir zumindest geht es so, das ich viel Kraft und Energie investieren muss
um mit dem Suchtdruck umzugehen. [/quote]
Oh ja. In solchen Situationen, in denen man sich zwangsläufig immer mal wieder findet, wenn man in irgendeiner Form noch am Leben um sich herum teilnimmt, ist man besonders anfällig. So als wäre die Kippe eine Art Freund, der einem zur Seite steht, der hilft den bösen anderen zu boxen oder ihm den Vogel zu zeigen oder was auch immer.
[quote=656799]
Dann noch der Job und der Rest vom Leben.
Das kann schnell zu viel werden.
Dann sitzt man da und alles fängt an sich zu drehen.
Die Hände suchen etwas zum festhalten
Und finden nichts.
Ist ja nichts mehr da.
Alles entsorgt.
Da steigt es hoch.
So hoch, das die Beine zucken.
Die Beine wollen plötzlich etwas.
Sie wollen losgehen.
Es ist ein Elend.
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Ja, ganz krass. Auf körperlicher und auf seelischer Ebene zuckt und drängt es. Und man ist ganz kurz davor etwas ziemlich dämliches zu tun.
Und diese Bilderbuch Nichtmehrraucherkarrieren, die nerven einen oft auch nur ab.
"Null-Schmacht", "Sicher-nie-mehr-rauchen"..... das sind so Sätze, die in einem selber, wenn man eben schmachtet, wenn man sich eben gar nicht so sicher ist, wie einen Versager dastehen lassen. Versager vor sich selbst.
Ich habe eine Kollegin, die war früher Hardcoreraucherin. Hat vor 2 Jahren aufgehört. Ein halbes Jahr hat sie sich darauf vorbereitet, dann von jetzt auf gleich aufgehört, also ohne NEP und ohne Reduzieren, einfach so. Und sie hatte keine Probleme damit. Ganz selten den Gedanken an eine Kippe. Nur kurz, nur selten.
Prima. Es scheint also zu gehen. Nur nicht bei mir. Und nicht bei dir, Klaus. Und nicht bei den meisten anderen, die hier schreiben. Die meisten kämpfen.
LG in die Hauptstadt