Liebe Mucki,
[quote="mucki74"]
Na dann meld ich mich mal mit 22 Tagen rauchfrei...
es geht mir gerade nicht so gut, ich habe schwer zu kämpfen :-(
[/quote]
oh es tut mir leid das zu lesen. Doch denk mal an das Bild von den Wellen, das ich Dir gezeichnet habe, daß der Entzug in Wellen verläuft. Gerade im Moment surfst Du auf einer etwas höher schlagenden Welle. Die wird auch wieder ausrollen! Ich weiß, in dem Moment ist es ein schwacher Trost, aber denk doch, wie sehr Du Dich ärgern würdest, wenn Du rauchen würdest. Und der Wellengang wäre dadurch ja nicht ausgeschaltet, die nächste Welle käme zwingend. Also Du löst nicht mal dieses Problem mit Rauchen.
[quote="mucki74"]
Irgendwie bin ich sicher, dass das so bleibt, aber auch nicht so sicher.
[/quote]
Da arbeitet aber die Zeit für Dich. Mag sein, Du bist Dir an Tagen wie heute nicht so sicher. Aber bitte gib da nichts drauf, denn diese Tage werden seltener mit der Zeit. Und schwächer, also dieser Drang wird weniger unwiderstehlich. Und laß Dir nie, nie, niemals von der Sucht und der Schmacht einreden, daß sie Dich niemals in Ruhe lassen wird! Das Gefühl kenne ich, habe ich als Aufhörer hier sogar artikuliert, weil ich glaubte, das hört niemals auf. Stimmt aber nicht! Eines Tages war es weg und kam nie wieder! Höchstens mal noch ein Schatten, eine unbestimmte Erinnerung, aber kein Drang mehr.
[quote="mucki74"]
ich (fr)ess ziemlich viel und gern - aber das tut grad auch nicht viel dazu, dass ich mich besser fühle.
[/quote]
Hast Du mal Rohkoststicks oder Apfelspalten probiert? Sie taugen als Ersatzbefriedigung, unterstützen Verdauung und Gesundheit, kommen dem Eßreflex entgegen und setzen nicht an. Versuche doch sowas mal zwischenrein, was denkst Du? (Oder hab ich Dich das schon mal gefragt, in dem Fall entschuldige bitte die Wiederholung)
[quote="mucki74"]
Ich sollte mal wieder ein SPA aufsuchen... oder wieder mehr Pause machen.
(ich ersaufe ja auch gerade in Arbeit) :cry:
[/quote]
Ich unterstütze die Aufforderung, Dir zu überlegen, was Dir gut tun könnte. Sei nett zu Dir, gerade in so etwas schwierigeren Aufhörphasen, überlege was Du tun kannst, damit es Dir besser geht. Wenn Spa oder Pause geeignete Methoden sind, bitte nutze sie. Pause vor allem - denn Arbeit schön und gut, sie taugt als Ablenkung, aber wenn das Pensum zu groß wird, brauchst Du die Pause. Gerade in der Entwöhnung, denn sie ist an sich ja schon eine Herausforderung. Das bleibt nicht so, es ist kein Dauerzustand, Du findest bald wieder zu Deiner gewohnten Leistungsfähigkeit zurück. Aber im Moment gestehe es Dir einfach zu. Und ein Päuschen dann und wann ist generell legitim! Achte auf Dich, wenn Du Dich überarbeitest, ist auch Deinem Arbeit- oder Auftraggeber nicht gedient.
Zu 22 Tagen in Freiheit meinen Glückwunsch. Du kannst das - hast es die letzten 22 Tage über bewiesen, vor allem Dir selbst. Nun glaub ruhig auch dran: Du kannst das.
Herzliche Grüße sendet Dir
Lydia