06.06.2018
20:53 Uhrbearbeitet:
06.06.2018
21:29 Uhr
Liebe Panini,
ich kann mich noch sehr gut an meine Herangehensweise Rauchfrei zu werden erinnern. An die vielen Monate meiner Vorbereitungszeit, an die vielen Momente in denen ich mit einer Zigarette irgendwo qualmend herumstand und mich so manches Mal gefragt habe warum ich das eigentlich noch tue. Ich habe es geschafft an einem Tag keine zu rauchen und dann steckte ich mir dann doch noch vor dem Zubettgehen wieder eine an. Totaler Blödsinn, total unnötig, es gab üüüberhaupt keinen Grund. Es war mir klar das ich in einer Vorbereitungszeit stecke, ein festes Ziel hatte ich und so träumte ich von einer Zeit von der ich keine Ahnung hatte wann sie beginnen würde und vor allem ob sie überhaupt mal da sein würde. Ich habe mich beobachtet, analysiert, geärgert, gefreut, war frustriert und hochmotiviert. Ein echter Ausnahmezustand. Alles kreiste nur um das eine Thema - innerlich. Nach aussen musste ich ja funktionieren. Ich habe festgestellt, dass ich in der Woche auf der Arbeit deutlich mehr rauchte als am Wochenende zu Hause. Ich stellte fest, dass ich im Urlaub weniger Taback brauchte. Ich stellte fest, das es mir gut tat, mich mit etwas zu beschäftigen von dem ich wollte das es nicht mehr zu mir gehört. Der Traum der Freiheit nahm Gestalt an. Verantwortung für mich übernehmen lautete auf einmal die Devise. Bei dem Gedanken das ich das erste Mal in meinem Leben mal so richtig und mit aller Energie die ich aufbringen konnte etwas nur für mich tue, liess mir Freudentränen in die Augen treiben. Ein unbeschreiblicher Moment. Ein ganz ganz grosses Gefühl. Und selbst heute mach 113 Tagen hänge ich immer noch in dieser Schleife und weiss das die Gefahr besteht wieder eine Zigarette anzuzünden. Jetzt gleich, wo ich dieses hier schreibe kann es passieren, das ich schwach werde und rauche. Wenn das wirklich passieren würde, ich würde mich tierisch ärgern, ja, ganz gewiss. Und dann? Analyse, Plan erstellen, weiter machen? Ja, denn wir sind immerzu nur auf dem Weg. Niemand darf verurteilen, keiner sollte interpretieren, es ist einfach so.
Warum so viele Worte hier, liebe Panini? Ich kann es gar nicht so genau sagen. Es ist mehr so ein Bauchgefühl, Dir dies hier und heute schreiben zu müssen. Meine Botschaft: Du bist nicht allein! Du bist einzigartig und gehst DEINEN Weg. Mache einfach weiter, finde die Stolpersteine, erkenne sie um sie zukünftig umgehen zu können.
Wir sind bei Dir.
:smileumarmung:
Alles Liebe,
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