Hallo Selber1,
und da ist er schon. Der Meikel, auf den Lotsenkollege Andreas hinwies... :wink:
Stimmt, auch ich bin von COPD betroffen. Und das, was du beschrieben hast, nämlich die Luftnot bei der geringsten Anstrengung, ist mein täglicher Begleiter. Luftnot ist fies. Ein Erstickungsanfall ist oberfies. Damit ich damit einen besseren Umgang finde, mache ich regelmäßig eine Rehamassnahme. Hast du dich schon mal beim LuFa. erkundigt, ob das auch für dich in Frage kommt?
Ich behaupte, nur ein informierter Patient ist ein "guter" Patient. In der Regel haben Ärzte viel zu wenig Zeit, so ist jedenfalls meine Erfahrung. Also ist Selbstmanagement gefragt. Und das Internet ist voll an Informationen rund um dieses Thema. Auch auf einem bekannten Videoportal findest du viele nützliche Beiträge.
Ohne dir an dieser Stelle medizinische Ratschläge zu geben (das darf ich nämlich nicht), kann ich dir sagen, dass du dich in einem Teufelskreis befindest! Wenn die Luftknappheit zunimmt, vermeidest du Belastungen, stimmt's? Der Effekt ist das Nachlassen deiner Belastbarkeit. Und so gerätst du in eine Abwärtsspirale. Immer eher gerätst du in Luftnot, die wiederum zur Vermeidung körperlicher Aktivität führt... :bang:
Da die COPD als "systemische Erkrankung" gilt, hast du womöglich über die eigentliche Diagnose hinaus weitere, schwerwiegende Krankheitsbilder. Bei mir ist zusätzlich ein Lungenemphysem und eine Rechtsherzinsuffizienz festgestellt worden. Meine COPD ist im Endstadium (Stufe 4) und ich bin für 16 Stunden am Tag auf zusätzliche Sauerstoffgabe angewiesen. Wer auch immer Dir erzählte, das wird schon wieder, hat dir einen Bären aufgebunden. COPD ist nicht heilbar! Aber dank sehr guter Medikamente ist sie gut behandelbar und der Verlauf lässt sich verlangsamen.
Dank meiner Sauerstoffgabe kann ich weiterhin in Vollzeit berufstätig bleiben. Auch wenn's schwerfällt, sitze ich täglich für 20 Minuten auf meinem Ergometer und versuche, dem Abbau meiner Muskulatur durch Theraband-Übungen entgegen zu wirken. Auch wenn ich am liebsten einfach nur auf meinem Sofa sitzen würde, überwinde ich den inneren Schweinehund. Das ist meine einzige Chance, meine Lebensqualität zu erhalten.
Ich finde es großartig, daß du den Rauchstopp begonnen hast. Das ist der allerwichtigste Schritt, deiner Erkrankung entgegen zu wirken. Fühlst du dich bei deinem LuFa gut aufgehoben? Sprich mit ihm, welche Formen des Bewegungstrainings für dich in Frage kommen. Ich war längere Zeit bei einem Physiotherapeuten in Behandlung, der phantastische Bewegungstrainings mit mir gemacht hat.
Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten. Nutze sie! Und bitte: Bleibe auch weiterhin rauchfrei.
Wir können uns gerne weiterhin hier im Forum austauschen, du kannst mich aber auch per PN anschreiben.
Weiter alles Gute für dich
dein Meikel