Hallo und guten Abend alle zusammen,
guten Abend den beiden anderen Mitgliedern des Sauerkrautfanclubs, IgelIn und Casaneu,
für euch speziell, aber auch für andere eine weitere Variation, was man alles aus Sauerkraut machen kann.
Was ich persönlich immer schade finde ist die Tatsache, das wir in Deutschland Sauerkraut vorwiegend als Wintergemüse, als Beilage im Winter zu diesem oder jenem Gericht reichen. Und wenn es tatsächlich mal im Sommer gereicht wird, dann auch wieder nur als heiße Beilage zu einem Eisbein. Keine Frage, ein schönes Eisbein mit Sauerkraut und Erbspürree, das hat was, aber es wird den Möglichkeiten mit Sauerkraut nicht gerecht. Daher nun hier eine sehr kalorienarme Möglichkeit, Sauerkraut mal ganz anders zu nutzen.
[b][color=green][size=2]Kasseler aus der Folie mit Sauerkrautsalat[/size][/color][/b]
[quote]Das Kasseler oder Kassler, in Österreich Selchkarree oder Geselchtes, in der Schweiz geräuchertes Rippli, ist ein gepökeltes und leicht geräuchertes Schweinefleisch. Hergestellt wird Kasseler aus dem Rippenstück (Kasseler Rippenspeer, Kasseler Kotelett, Kasseler Lachsfleisch), dem Schweinenacken (Kasseler Kamm), der Schulter (Kasseler Blatt) und dem Bauch.[/quote]
Was davon ihr persönlich nehmen wollt, ob Nack, ob Lachs, ob Kamm oder andere Stücke, überlasse ich eurem Geschmack und eurer Neigung. Ich persönlich habe bei diesem Gericht früher immer den Nacken bevorzugt. Aber es wird euch klar sein, das der Nacken seines Fettgehalts wegen, erkennbar an seiner Marmorierung, kalorienreicher ist als beispielsweise der Lachs (Rückenstück).
Ich alleine als Single mache mir dieses Gericht, zumindest das Fleisch so nicht mehr, es lohnt sich nicht für einen alleine. Ab zwei Personen aufwärts wird es aber schon interessant.
[b][color=red]benötigte Werkzeuge:[/color][/b]
[list]
[*] eine große Salatschüssel
[*] eine mittlere Rührschüssel, alternativ einen Dressingshaker
[*] Aluminiumfolie
[*] eine Auflaufform/ Auflaufschale
[/list]
[b][color=red]Zutaten für das Kasseler (für vier Personen):[/color][/b]
[list]
[*] 750 bis 850 Gramm Kasseler, (bei Knochenhaltigen Stücken auch bis zu 1 kg)
[*] Nelken
[*] beliebiges Speiseöl
[/list]
[b][color=red]Zutaten den Salat (für vier Personen):[/color][/b]
[list]
[*] 500 Gramm Sauerkraut (eine Dose)
[*] 1 Dose Mandarinenkompott
[*] 50 Gramm saure Sahne (10% Fettgehalt)
[*] Salz, Pfeffer
[*] evt. etwas Milch, evt. eine Prise Zucker (alternativ statt Mandarinensaft)
[/list]
[b][color=red]Zubereitung des Kasseler:[/color][/b]
Den Backofen auf 200° C Umluft vorheizen.
Das Kasseler Fleischstück mit Nelken spicken, und zwar beginnend von einer Seite aus alle circa 4 cm eine Nelke. Die Nelken mit der spitzen Seite so ins Fleisch eindrücken, dass sie zum einen später leicht wieder gefunden werden können, zum anderen den Kopf draußen lassen, damit sie vor dem Servieren leicht und rasch gezogen werden können.
Ein großzügig bemessenes Stück von der Aluminiumfolie abschneiden, es sollte wenigstens 4 Mal so groß sein wie die Grundfläche des Fleischstücks.
Das Kasseler auf die Folie legen, mit einem Backpinsel auf der Folie leicht mit [b][color=red]"SUPER"[/color][/b] wenig Öl einpinseln. Nun das Stück komplett dicht in die Folie einwickeln.
[b][color=red]WICHTIG![/color] Die blanke Seite der Folie weist zum Kassler, die matte Seite bekommt der Ofen zu sehen.[/b]
Das gewickelte Kasseler in die Auflaufschale legen, im Ofen 10 Minuten bei 200° C, dann 50 bis 80 Minuten bei 170° C garen.
Die Zeitdifferenz ergibt sich aus der Dicke eures Fleischstückes. Hierzu kann ich logischer Weise keine allgemein gültigen Angaben sondern nur Richtlinien geben.
[b][color=red]Zubereitung des Salates:[/color][/b]
Das Sauerkraut abgießen und abtropfen Lasen, ebenso die Mandarinen. Der Saft der Mandarinen wird noch gebraucht.
:|:|:|Ob jemand den Sauerkrautsaft genießen will, überlasse ich eurem Geschmack, ich warne aber Neugierige. [b]Dieser Saft hat extrem treibende Wirkung!!![/b] :|:|:|
Das Sauerkraut in eine Salatschüssel geben und dort auflockern, aufarbeiten, das es in der Dose stark gepresst war. Dann die abgetropften Mandarinen zugeben.
In der kleinen Rührschüssel oder im Shaker die saure Sahne, etwas (2-3 EL) Mandarinensaft, Salz und Pfeffer zu einem Dressing verarbeiten.
Wer den Mandarinensaft nicht und statt dessen mit Milch arbeiten will, muss das Dressing mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker würzen.
Ist der Salat fertig? Prima, dann lasst ihn ziehen bis das Fleisch ebenfalls fertig gegart ist.
[b][color=red]WICHTIG![/color]
Nehmt die Auflaufschale mit dem Fleisch aus dem Ofen, belasst das Stück in der Folie, lasst es ca. 5 bis 7 Minuten auskühlen, dann entfernt vorsichtig die Folie. Nicht erschrecken, aus der kommt leckerster Fleischsaft, deswegen solltet ihr das Fleisch in der Schale lassen, wenn ihr die Folie entfernt.[/b]
Dieser Saft eignet sich hervorragend, um dem Salat vor dem Servieren einen letzten Pfiff/Schnick zu geben, macht es, ein bis zwei Esslöffel krönen den Salat.
Das Fleisch selber ist bedingt durch die es umschließende Folie so im eigenen Saft gegart worden und trotzdem saftig.
Das passende Getränk dazu? Keine Frage, ein untergäriges Bier, alternativ alkoholfreies Bier oder, ganz auf alkoholisches verzichtend: Apfelschorle.
Leichte Grüße aus dem Plänterwald, euer Daniel