Eigentlich geht es mir gut. Nicht-Mehr-Rauchen wird immer mehr zur Normalität und nimmt nicht mehr so viel Raum ein.
Was richtig positiv ist, dass ich meinen Titel gerade ein bisschen lebe.
Dieses Gefühl endlich mal etwas durchzuziehen und nicht aufzugeben sobald es ein bisschen unangenehm wird, habe ich auch erfolgreich auf andere Dinge übertragen können.
U.a. habe ich endlich wieder mein Lauftraining angefangen. Und bin immer noch mit Freude dabei. Freue mich über meine Fortschritte und motiviere mich beim Laufen tatsächlich gerne mit dem Spruch meines Titels. Viele Jahre vom wollen gesprochen, aber nie ernsthaft ins machen gekommen. Max. 3 mal gelaufen und dann gute Gründe gefunden, warum der Zeitpunkt nicht der richtige ist. (So ähnlich wie bei jedem gescheiterten Versuch mit dem Rauchen aufzuhören)
Nun hatte ich meinen Eintrag ja damit begonnen, dass es mir eigentlich gut geht.
Eigentlich nämlich nur, weil ich leider immer wieder merke, dass ich noch lange nicht sicher bin.
Gestern war extremer Stress bei der Arbeit. Eine unangenehme Situation war eingetreten und ich musste viel regeln, Sicherheit ausstrahlen und trotz Verzweiflung nach Außen souverän und ruhig bleiben.
Da merkte ich, wie gut ich hätte rauchen können. Und wäre die richtige Person mit Zigaretten zur richtigen Zeit da gewesen, bin ich mir nicht 100 % sicher, ob ich standhaft geblieben wäre.
Zuhause, als meine Suchtstimme mir auch zuflüsterte, dass eine Zigarette entspannt auf dem Balkon genau das richtige wäre, konnte ich gut argumentieren, dass die Zigarette mir nichts bringen würde und die Situation auch nicht ändern wird.
Aber ich bin mir wirklich nicht sicher, was passiert wäre, wenn sich die Gelegenheit bei der Arbeit ergeben hätte.
Von daher wird es zwar immer normaler, ich zähle nicht mehr jeden Tag ohne Rauch und Nikotin und feiere nicht mehr jede Situation ohne Zigarette.
Dennoch ist der Weg zur Nicht-Mehr-Raucherin noch lange nicht beendet