Hallo Glückchen (ich weiß - ich laß das jetzt stehen),
hilft es Dir zu wissen, daß dieser Zustand ein vorübergehender ist? Klar muß man sich in der Zeit des Entzugs ständig ablenken, rumkaspern, beschäftigen. Und ja, das kann auch mal anstrengend sein. (Ich weiß noch, ich bin in meiner kritischsten Phase mal in meiner Verzweiflung zur Einschulung der örtlichen Grundschule gegangen, obwohl ich in diesem Jahr selber gar kein Kind einzuschulen hatte, nur damit ich aufgeräumt bin und irgendwo, wo man nicht rauchen darf...) Da muß man vielleicht kreativ sein, schon allein dieses Sich-ständig-etwas-einfallen-lassen-müssen schlaucht einen. Ich sage es immer so: Am Anfang ist das Nichtmehrrauchen eine Vollzeitbeschäftigung. Erstens weil man sich die ganze Zeit in seinem Kopf damit auseinandersetzt, man hat ja kein anderes Thema im Hirn anfangs. Und zweitens, weil man sich die ganze Zeit beschäftigen muß, um sich hiervon abzulenken.
Aber das bleibt nicht so. Wie gesagt - am Anfang ist es eine Vollzeitbeschäftigung. Irgendwann geschieht es nebenbei. Erst nur momenteweise, man erwischt sich in einer Rauchersituation, in der man nicht daran gedacht hat. Und irgendwann schafft man es auch wieder, ohne Rundumentertainmentprogramm zu entspannen - und trotzdem nicht zu rauchen. Dann ist Freizeit auch nicht mehr ätzend - sondern Freiheit.
Ich seh es wie Andrea, Deine Beschäftigungen, Deine Ablenkungsmanöver sollten aus Dingen bestehen, die Du gern tust, die Dich erfüllen, Dich erfreuen. Und am Ende Deiner Entwöhnung gibt´s dann die Belohnung: Du kannst mal wirklich nichts tun, und ich meine wirklich NICHTS - nicht mal rauchen. Weil Du nicht mehr mußt. Und für diese Perspektive lohnt es sich doch, mal eine Zeitlang zu rödeln. Meinst Du nicht?
Kopf hoch Glöckchen, und halte durch. Uuuuuund: herzlichen Glückwunsch auch von mir zum zweistelligen Tageszähler! Es geht voran, toll. Alles Gute weiterhin. Viele Grüße von
Lydia