Hallo Meeresbrise,
ich glaube tatsächlich, die Anzahl der vor dem Rauchstopp gerauchten Zigaretten ist nicht bezeichnend für die Schwere des Entzugs. Ich habe vor diesem Ausstieg auch "nur" so sieben Stück am Tag geraucht und fand den Entzug echt hart. (Elf Jahre bevor ich wieder angefangen hatte war ich von zwanzig, dreissig Zigaretten täglich ausgestiegen, ich kann mich nicht erinnern es so schwer gefunden zu haben...). Daher sind Deine Schwierigkeiten für mich jetzt durchaus nachvollziehbar.
Und selbst wenn Dein Umfeld Deine Entscheidung für spontan hält. Du musst es ja mit Dir ausmachen, was Du sicherlich getan hast. Ich denke mein Rauchstopp dieses Mal mag ähnlich spontan gewirkt haben, da ich just am Vorabend meinen Mann informiert und ihm meine Zigaretten zwecks Entsorgung in die Hand gedrückt habe. Er war völlig perplex, aber ich hatte im Vorfeld schon wochenlang mit mir gerungen und mich mental darauf vorbereitet, als der Plan in meinem Kopf stand.
Vielleicht hast Du ja schon mal von den drei Phasen der Entwöhnung gehört, drei Tage, drei Wochen, drei Monate. Du steckst noch stockvoll in der ersten Phase, der körperlichen Entgiftung. Es ist nicht ungewöhnlich, dass man sich viel und auch höchst widersprüchlich damit auseinandersetzt. Was ich Dir jedoch versprechen kann, ist dass es zu schaffen ist! Und selbst wenn es nicht im direkten Durchgang ist! Du hast es schon mal versucht, hast Deine Erfahrungen gemacht, dass die Sucht heimtückisch ist und Fallstricke spannt, na und jetzt bist Du schon ein Stückchen schlauer und gehst es wieder an. So ist es doch richtig! Und irgendwann hast auch Du Deinen Weg in die Rauchfreiheit gefunden. Gib nicht auf. Lenke Dich ab (Sport ist super geeignet!), lies und schreibe hier, wenn Du Lust hast, trinke viel Wasser, das entgiftet, und sag Dir: Ich steige jetzt aus. Basta.
Lass von Dir hören, wenn Du Lust oder Bedarf hast. Viele Grüsse sendet Dir
Miezhaus