30.08.2025 19:43

Rauchstopp und Depressionen/Angst

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15Beiträge
31.08.2025
05:51 Uhr
Hallo liebe Dagmar, Diese Kombination Rauchstopp und Depression ist ein schweres thema. Schwer auszuhalten, schwer darüber zu sprechen, schwer zu vermitteln an jemanden, der es nicht kennt. Ich hatte auch schon vor meinen rauchstopp mit depressionen zu tun (incl. Therapie und medikamentöser behandlung) Zum Zeitpunkt meines rauchstopp war ich stabil, und ich hatte zwei jahre zuvor aufgehört alkohol zu trinken, was mir leichter fiel, als ich erwartet hatte. Ich war also relativ optimistisch, dass dieser rauchstopp klappen würde. Es war sehr anstrengend und ich hatte den eindruck, dass es von woche zu woche schlechter wird. Meine anfängliche gereiztheit wandelte sich in eine tiefe niedergeschlagenheit und ich hatte grosse angst, wieder in eine depression zu rutschen. Dennoch war es etwas anders als bei einer depression, es war viel schwankender auch wenn die traurigkeit deutlich überwog. Und es ist ja eine spirale aus emotionen, gedanken und empfindungen, die sich negativ verstärken können. Ich habe mir dann eine therapeutin gesucht, mit der ich einige sitzungen hatte und das hat auch sehr gut getan. Ich habe auch vorübergehend ein leichtes antidepressivum genommen und mich hier im forum angemeldet. Das nikotin hat ja eine wirkung auf die psyche, sonst würde es ja nicht süchtig machen. Es gibt studien, die einen deutlichen zusammenhang sehen zwischen drogen, speziell nikotin und depressionen. Es war so anstrengend durch diese phase durchzukommen, aber ich wollte unbedingt von meinem suchtgesteuertem verhalten wegkommen, das war mein antrieb. Ich bin heute davon überzeugt, dass diese depressive phase dem nikotinentzug geschuldet war. Mir half es, lange spaziergänge zu machen, die wohnung, die situation zu verlassen. Mache dir bewusst, dass nikotin eine stark süchtig machende droge ist und wir als raucher nicht nur 20x am tag einen rausch haben, sondern auch 20x vorher einen kleinen entzug durchmachen. Diese nie endende spirale kannst du zerschlagen. Du leistest gerade etwas grossartiges, du holst dir die kontrolle über dein freies verhalten zurück, das ist anstrengend aber ist so wertvoll, dass es sich lohnt durch das dunkle tal zu gehen. Es hat ein ende, auch wenn du das gerade vielleicht nicht glauben, nicht sehen kannst. Ich kenne diesen weg. Es tut mir leid, dass ich dir keine abkürzung zeigen kann, aber ich kann dir von hier aus zurufen, dass du auf dem richtigen weg bist. LG von paul
30.08.2025
20:54 Uhr
bearbeitet:
30.08.2025
20:56 Uhr
Liebe Dagmar, das Thema zieht sich hier durch fast alle und vor allem weibliche Tagebücher... Wenn ich meine „Raucherkarriere“ betrachte. Es gab Momente, wo es mir [b]extrem[/b] schlecht ging, Prüfungssituation, berufliche Probleme, private Krisen. In diesen Momenten habe ich mich an der Zigarette festgeklammert um festzustellen, dass sie auch nicht weiter hilft. Dann gab es die vielen kleinen Alltagssituationen, den täglichen Trott, die Monotonie, wo das „klick“ vom Feuerzeug allein ein kleines Highlight im monotonen Alltag war. Dieses kleine Highlight fehlt... Wenn ich auf das Heute zurück blicke. Ich habe einiges gemacht, versucht, einen neuen PC einzurichten (erfolglos ?) und bin irgendwie total kaputt ohne einen kleinen Erfolg oder Lichtblick. Und so läuft es doch irgendwie monoton weiter... Wir müssen lernen, unsere Highlights selbst zu schaffen. Ich mag das Wort Belohnung nicht, hat sowas von Leckerli ? die Highlights sind individuell, ich habe so Kraftorte, die ich aufsuche. Oder gönne mir eine besondere Körperpflege, Sauna oder ähnliches. Aber... Ich bin leider auch oft traurig ? und habe traurige Erinnerungen, zurzeit auch noch besch.... Alpträume. Und vor allem über die Monotonie und Traurigkeit bin ich so oft gestolpert. Es ist ein ewiger Lernprozess und vielleicht hat uns einer der „älteren“ einen guten Rat. LG und einen schönen Abend Anna
30.08.2025
19:43 Uhr
Hallo an alle rauchfreien Mitstreiter, Ich habe am 26.06.2025 meine letzte Zigarette geraucht. Leider geht es mir bis heute mit meinem Rauchstopp psychisch nicht gut. Bereits im Vorfeld hatte in meinem Leben einige depressive Episoden einschließlich Angstattacken. Seit dem Rauchstopp haben sich meine Depressionen und Angstzustände eindeutig verschlimmert. Ich muss viel weinen und habe auch körperlich die seltsamsten Symptome, in 1. Linie Probleme mit dem Magen, Übelkeit etc. Kann das alles mit noch mit dem Rauchstopp zusammenhängen?? Für Erfahrungsberichte und Tips wäre ich dankbar. Ich habe 25 Jahre ca. 20 Zigaretten geraucht, irgendwie waren die Zigaretten für mich eine Möglichkeit mit stressigen Momenten oder negativen Gefühlen umzugehen. Dieses Ventil scheint mir nach dem Rauchstopp sehr zu fehlen. Ich würde mich freuen, von Euch zu hören. Viele Grüße, Dagmar
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