Hallo Johanna,
manchen hilft ja die Strategie, nach dem Ausstieg nicht mehr so viel über das Rauchen nachzudenken. Es möglichst aus dem Leben und den Gedanken zu verbannen, ihm nicht zu viel Raum einzuräumen. Andere dagegen benötigen die Auseinandersetzung für ihren Erfolg, das Bewußtmachen der Vorteile, das Hinterfragen der Vorgänge im Zusammenhang mit dem Nichtmehrrauchen und der Entwöhnung. Zu dieser Gruppe scheinst Du wohl zu gehören.
Deshalb höre nicht auf, die Vorteile, die Du herausspürst, zu genießen. Es ist ja auch nicht wahr, daß sich nichts wirklich ändert! Das läßt sich auch länger nach dem Ausstieg noch fortsetzen, wenn die von Dir artikulierten Gewinne bereits feststehen. Vielleicht bemerkst Du ja auch eine Änderung Deiner Selbstwahrnehmung, mehr Mut und Selbstvertrauen (bei mir war es so, es war so ein "wenn ich das schaffen kann, kann ich noch mehr schaffen"-Effekt). Also kann schon sein, daß der blanke Rauchstopp mehr für Dich leistet, als einfach nicht mehr zu rauchen...
Daß der kleine Nikotinteufel noch versucht, Dich vom Gegenteil zu überzeugen, ist normal, das wird er vermutlich auch noch eine Zeitlang tun. Aber erstens: diese Sucht ist so stark und steckt uns tief in den Knochen, daß wir es sicher nicht schaffen können, sie uns innerhalb von Tagen, ja selbst wenigen Wochen wieder aus den Knochen zu tilgen. Und zweitens: Was sind denn schon ein paar Wochen Entwöhnung gegen den Rest Deines Lebens in Rauchfreiheit. Das ist es doch wirklich wert, findest Du nicht auch?
Geh Deinen Weg so optimistisch und gelassen weiter, in vollem Bewußtsein Deiner Vorteile. Viel Erfolg dabei wünscht Dir
Lydia