Hallo und guten Morgen,
ich wollte mich mal wieder melden. Also das Rauchfrei-Programm habe ich jetzt schon seit drei Tagen hinter mir gelassen. Irgendwie vermisse ich es. Hatte etwas tröstliches, jeden Morgen den Tagestipp zu lesen und einzutragen, wie lange ich schon nicht mehr geraucht habe. Aber es geht ja auch so. Motivations- und Durchhaltetipps habe ich ja genug bekommen. Jetzt kann ich endlich mal anfangen die auch mal anzuwenden.
Mit meinem Mann habe ich gesprochen und ihm und vor allem mir selbst klar gemacht, wie sich das für mich anfühlt, welche Gefahr ich darin sehe und was für mich i.O. ist und was nicht. Also rauchen in der Wohnung? ----> no go! Tabak, Kippen in meiner direkten Erreichbarkeit? ---> geht auch nicht. Das letzte Geld für Kippen ausgeben? ----> ist auch nicht drin.
Soweit habe ich mit ihm meine persönlichen Grenzen abgesteckt und siehe da, nachdem ich ein paar Tage wieder stärker mit mir ringen musste, habe ich festgestellt, wie ernst es mir wirklich mit dem Rauchstopp ist. Ich will nicht mehr rauchen!!! Ich habe es zwar nicht diagnostizieren lassen aber ich glaube, dass ich bereits auf dem besten Weg zum COPD war. Jetzt bekomme ich gut Luft, brauch das Cortison gar nicht mehr und das Akutasthmaspray auch jur noch ganz selten. Meine Lunge kann endlich aufatmen und ich damit auch! Das war ja auch meine Hauptmotivation: Aufatmen ohne Husten!
Es gibt auch noch andere positive Aspekte, die alle zusammen eine stabile Nichtrauchermotivation stellen. Da ist zum Beispiel der viel bessere Geruchssinn. Ich finde es spannend, Dinge zu riechen, die mir zuvor verborgen blieben. Und ich selbst rieche auch besser. Ich habe nicht mehr das Gefühl, andere mit meinem Qualmgestank zu belästigen. Irgenwie laufe ich sowieso auch viel achtsamer herum. Ich sehe, höre, rieche und empfinde Dinge anders. Das ist echt toll und spannend, wobei ich nicht weiß, ob das mit dem Rauchen zu tun hat oder nicht.
Früher habe ich in einem sehr guten Jugendchor gesungen, 1. Sopran. Ich hatte eine Gesangsausbildung zur Opernsängerin. Dann habe ich irgendwann angefangen zu rauch und meine Gesangskarriere an den Nagel gehängt. Nun muss ich aber als Pfarrerin irgendwie singen können. Ich habe aber gar keine Stimme mehr gehabt, weder hoch noch tief, singen ging gar nicht. Jetzt wo ich rauchfrei bin, bin ich in einer Band und meine Stimme kommt so langsam aber sicher wieder. Zwar nicht mehr als Sopran, sonder eher als eine tiefe ltstimme aber ich kann wieder singen!:riesengrinser:
Mir geht es einfach zu 100% besser. Ich freu mich darüber und ich bin sehr stolz auf meine Leistung und mein Durchhaltevermögen!
Also das war jetzt mein Fazit zur Mitte der 4. Woche
LG Jetaju