Hallo zusammen,
wollte mich mal wieder melden und meine Erfahrungen mitteilen.
Erstmal möchte ich mich bei allen im Forum bedanken, auch wenn ich wenig schreibe bin ich doch öfter hier um zu lesen. Das lenkt ab und wenn man weiß, dass man nicht allein ist tut das auch ziemlich gut.
Das wichtigste vorweg, 8 Wochen keine geraucht.
ABER
langsam denke ich wirklich, dass ich reif für die Klapse bin.
Sämtliche mögliche Körperliche Beschwerden habe oder hatte ich.
Man sagt ja, dass körperlich der Entzug nach ca. 3 Wochen vorüber ist und dann alles vom Kopf her kommt, aber
wenn man körperliche Schmerzen hat, kann man sich einfach nicht vorstellen, dass alles vom Kopf her kommt.
Aber eins nach dem anderen.
Nach den anfänglichen Herzrasen, Schwindel und Übelkeit, welche immer noch mehr oder weniger da sind, hatte ich Panik und Angstzustände. Die sind Gott sei dank wieder weg. Dann kamen Halsschmerzen und ich war beim Arzt. Alles ok. War beim Zahnarzt, Weißheitszähne könnte/sollte man entfernen, sonst ok. Dann stellte ich eine vergrößerte Pupille fest. Zum Augenarzt, Alles ok. Jetzt schlafen nachts meine Finger manchmal ein, dann wach ich auf, lieg auf die andere Seite, alles wieder ok. leichtes stechen ziehen in der Brust/Schulter ist auch da. Wieder zum Arzt? Nur um zu hören, dass alles ok ist und das alles auf den Rauchstopp und Stress zurückzuführen ist?
Wahrscheinlich schon. Aber ich glaub echt dass ich langsam durchdrehe. Die Schmacht nach einer Zigarette ist gar nicht mein Problem. War es die ganzen 8 Wochen nicht wirklich. Ich denke zwar öfters ans rauchen. Denke auch wie ich mich selber bescheißen könnte (also welche Gründe es fürs wieder anfangen geben könnte) aber irgendwie stelle ich mir Schmachtanfälle anders vor.
Auch dass man morgens vor dem Wecker wach ist stellte ich bei mir fest. Als Morgenmuffel natürlich besonders blöd, aber seis drum.
Jetzt kommt das Gefühl, dass meine Muskeln verkrampfen, wenn ich sie anspanne noch dazu und Haarausfall.
Mein Problem ist auch, dass ich unmotiviert und lustlos bin. Sport mache ich seit Wochen kaum, abgesehen von gelegentlichen Spaziergängen, einerseits wegen Antriebslosigkeit und auch etwas wegen den Gedanken, was wenn das Herz, Kreislauf oder was auch immer die Belastung nicht aushält.
Wie gesagt, Ärztliche Untersuchungen waren alle mit dem Ergebnis: gesund.
Kopf sagt, vertrau doch darauf und sei froh.
Körper sagt aua hier aua da.
Wie lange soll ich denn warten, bis es nicht mehr auf den Rauchstopp geschoben werden kann?
Weiß ja, dass die Durchblutung wieder besser wird und die Gefäße elastischer werden. Daher vielleicht die öfter eingeschlafenen Finger bei komischer Lage. Dass die Lunge sich regeneriert, daher vielleicht das ziehen in der Brustgegend, Das der Kreislauf sich umstellt, da Blutdruck sinkt, daher Schwindel und Antriebslosigkeit. Dass die Nerven sich regenerieren, die Verdauung sich umstellt, daher Übelkeit. Uns so weiter.
Was mich aber noch stutzig macht ist, dass ich weniger Hunger hab als früher und seit dem Rauchstopp eher 2-3 Kg abgenommen habe.
Ja auch die im Internet beschriebene übertriebene Selbstbeobachtung kann ich glaube ich feststellen.
So.
Am liebsten würde ich wieder anfangen zu rauchen, nur um zu testen, ob dann meine Beschwerden weg sind.
Zum Psychologen möchte ich jetzt nicht unbedingt, da es mir mental eigentlich schon gut geht.
Also was denkt ihr?
Grüße
Andy