[b]Tag 36[/b]
[b]Mein Lieber Kopf, eine Sicht ohne rosa Rote Brille....[/b]
Was treibt mich seit gestern um. Ich weiß es nicht. Wo stehe ich? Wer bin ich? Die letzten 20 Jahre + wusste ich es.
Immer mit einer Zigarette im Mund/Hand. Regulierung meines Stresses, Genusses, Freizeit einfach ALLES! Körperlich keine Benachteiligungen gespürt, bis auf letztes Jahr. Hier haben sich die Halsprobleme über Monate gezogen.
Mandelentzündung, Rachenentzündung und endgültig einen Pilz im Hals.
Ich bekam von meiner Ärztin gesagt, das ich bereits Ablagerungen in der Halsschlagader habe. Diese zu einem Schlaganfall führen können. Ja genau „können“ müssen nicht, genau das was ein Raucher als Ausrede nutzt um weiter Rauchen zu können um keine Schuldgefühle zu haben bzw. ein schlechtes Gewissen.
Ja was hat es mit mir gemacht? Nichts! Zumindest vorerst, kleine Gedanken waren da, die wurden aber schnell weg geraucht. Denn ich rauche ja gerne, merke ja nix. Sport mache ich und habe keine Konditionellen Probleme.
Kleinere Versuche gab es die hielten 3-4 Stunden, einfach nach dem „Volleyball“ gesagt ich kauf mir keine. Naja 2 Stunden später ist man dann doch zum Automaten gegangen und hat sich die Stengel geholt.
Ein etwas „längerer“ Versuch ereignete sich dann glaub ich im Oktober, die „letzte“ um 9 Uhr geraucht, bis 17 Uhr durchgehalten, wieder zur Tankstelle gegangen.
Was soll ich sagen das waren die einzigen Versuche seit 17 Jahren aufzuhören.
[b]Sprung 17 Jahre früher: [/b]
Mit meiner ersten Freundin war ich ca. ein Jahr zusammen und Sie meinte irgendwann mal solang ich Rauche küsst Sie mich nicht mehr. Ich habe dann einfach aufgehört. Hatte auch nach meinen jetzigen Erinnerungen keine Probleme damit gehabt. Einfach die letzte am Abend geraucht und dann 9 Monate nicht.
Es kam leider anders, es ging zu Ende mit meiner Freundin und ich habe es heute im Kopf als wie wenn es gestern gewesen wäre. Ich stand beim Edeka an der Kasse und habe mir innerlich wirklich Wort wörtlich gesagt „Ich kaufe mir Zigaretten zur Sicherheit“. Warum? Heute weiß ich es nicht mehr.
Ich weiß nur noch das es dann noch mehrere Stunden dauerte und ich erst gegen Abends die erste Zigarette rauchte. Sie schmeckte tatsächlich wie die erste meines Lebens. Hätte ich da die Wende geschafft würde ich heute nicht da stehen wo ich heute stehe, aber solche Situationen kennt glaub ich jede, zumindest jeder der diese Sucht hat.
[b]Wieder im hier: [/b]
Seit ca. 2024 schwebt mir zwar leicht im Kopf, das ich den Scheiß irgendwann lassen muss. Anfang November war Ich mit Freunden in Bratislava. Wir kamen gerade an und haben in einem Restaurant lecker Burger gegessen. Als wir draußen standen und eine rauchten, erzählte ich meinen Freunden von den Ärztlichen Themen. Woraus sich eine „Wette“ entwickelte. Ich diese aber in dem Moment und meiner ganzen Woche Urlaub danach keine Beachtung geschenkt hatte. Plötzlich ging eine Gruppe in WhatsApp auf „Nichtraucher“, zu 3. waren wir in der Gruppe.
Einer der wahrlich „nur“ ein Party/Gelegenheitsraucher ist. Er raucht auch manchmal Monate nicht, der andere ähnlich. Also bei beiden definitiv nicht der Konsum den ich verraucht habe.
Gut die Gruppe war auf und irgendwie wuchs der Gedanke immer mehr. Aber ohne jeglicher Vorbereitung. Einzig dachte ich mir „Ich brauche Ersatzprodukte“ und dann wird das schon.
So begann mein 2. Rauchstoppversuch in meinem Leben am 19.11.2025. Er lief genau 16 Tage und wenn ich im Nachhinein zu mir ehrlich bin hielt er jeweils immer nur 5-6 Tage. Am 7. Tag hatte ich 4 Zigaretten geraucht und am 11. tag fast 10 Stück. Das sind Rückfälle und kein Ausrutscher mehr.
Am 5.12 habe ich dann komplett abgebrochen weil ich nicht mehr konnte. Ich war Psychisch am Boden.
Ich habe mich dann entschlossen mir Hilfe zu suchen, darum bin ich an die LMU München rangetreten. Und habe da auch den Kurs ab 8.1.2026 gebucht und bis jetzt Erfolgreich teilgenommen.
Jedoch, je näher dieser Termin kam. Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute.....wurde ich immer nervöser, panischer, hab alles in Frage gestellt.
Mein Kopf merkte es ändert sich was, es wird was endgültiges, es wird nie wieder so sein wie früher.
Mein erster Tag des Rauchstopps und ja ich bin hier so verdammt ehrlich denn es hilft nichts sich in die Tasche zu lügen: Ich wollte nach 22 Stunden abbrechen. Ich bin durchgedreht. Der Parkplatz von unserem Netto gegenüber hat immer noch die Spuren im Pflaster, die ich im Kreise gelaufen bin.
Ich konnte mir aber in den Arsch treten und zu sagen wenigstens diesen Tag schaffst du! So wuchs die innere Kraft, ich bin nicht der einzige der nach 7 Tagen in dem Kurs sagt: „Ich habs nicht geschafft“
Und nun kommen wir immer mehr zu dem heute, ich kämpfe von Tag zu Tag. Die ersten 7 Tage waren die Hölle, aber dieses mal wusste ich was kommt und was es ist. Nach jeder Welle war ein Stolz und Erleichterung zu spüren. Aber es war auch Müde und erschöpfugn da.
Nach der ruhigeren 2. Woche kamen für mich die, zwar nicht mit so hohen Peaks bestückten 3. - 4. Woche. Die mir nach wie vor Mega viel Kraft gekostet haben.
Was hat nun Woche 5 für mich parat gehabt? Ja die ersten 3 Ruhigen Tage, sogar mit der guten Inneren Ruhe.
Warum dann das ganze? Das Ende klingt doch gut? Warum dann dieser Riesen Schweif...…
Seit gestern und ja ich kenne nun (zmd. mein ich das), was alles in einem Entzug kommen kann. Aber es ist ein Gedankenkrausell das ich nicht beschreiben kann.
Mein Kopf und ja da ich alles unverblümt schreibe, sucht nach Ausreden. Nach Auswege.
Nicht mal nur alá „Ach die eine geht schon“, sondern versucht mich wirklich Ruhig zu machen um zu sagen, Schau ich bin dir nichtmal böse wenn du wieder rauchst. Du bist das nicht was du gerade machst oder versuchst dagegen anzukämpfen.
Es ist die Rauchlust da, ja, diese nutzt er da richtig hart aus.
Ich stelle mir die Fragen, die alles andere (wie „es wird besser“) in den Hintergrund Rücken lassen.
Ich stelle mir die selben Fragen wie gestern. Ich weiss genau wenn ich es dieses mal nicht schaffen sollte dass dies nicht der letzte Versuch wäre das DEFINITIV nicht, aber für sehr lange Zeit definitv! Also nicht wie zwischen den 2. und 3. Versuch jetzt, wo nur wenige Wochen waren.
Aber: Ich will 5 Wochen nicht in den Wind schießen. Ich will nicht aufgeben. Ich will weitergehen bis die Sonne scheint.
Ich bin aber auch so ehrlich, das ich aktuell nicht weiss was kommt....und ob das alles so klappt wie ich mir das Vorstelle.