Der März steht auch in diesem Jahr wieder im Zeichen der Darmkrebsvorsorge. Bereits zum 25. Mal findet der sogenannte Darmkrebsmonat statt und erinnert daran, wie wichtig Früherkennung und ein gesunder Lebensstil sind. Was viele nicht wissen: Rauchen betrifft nicht „nur“ Lunge und Herz – auch der Darm leidet mit. Wissenschaftliche Studien zeigen seit vielen Jahren eindeutig, dass Tabakkonsum das Risiko für Darmkrebs deutlich erhöht.
Rauchen wirkt im ganzen Körper – auch im Darm
Im Tabakrauch stecken zahlreiche krebserregende Stoffe. Sie gelangen über den Blutkreislauf in alle Organe und können auch im Darm das Erbgut von Zellen schädigen. Die Folge: Das Risiko, dass sich Krebs entwickelt, steigt. Tückisch ist, dass die Schädigung oft lange unbemerkt bleibt. Darmkrebs entwickelt sich meist über Jahre hinweg. Umso wichtiger ist es, bekannte Risikofaktoren ernst zu nehmen – und dazu zählt neben Bewegungsmangel, unausgewogener Ernährung und Alkoholkonsum eben auch das Rauchen.
Rauchstopp lohnt sich – auch für den Darm
Die gute Nachricht: Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören. Ein Rauchstopp senkt nicht nur das Risiko für Lungen- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern wirkt sich auch positiv auf die Darmgesundheit und das Darmkrebsrisiko aus. Mit jeder rauchfreien Woche beginnt der Körper, sich weiter zu erholen. Entzündungsprozesse gehen zurück, Reparaturmechanismen greifen wieder besser.
Studien zeigen zudem: Menschen, die nach einer Darmkrebsdiagnose mit dem Rauchen aufhören, haben bessere Überlebenschancen als diejenigen, die weiter rauchen. Der Rauchstopp kann Therapien unterstützen und die Prognose verbessern.
Was Sie selbst tun können
Neben dem Rauchstopp gibt es weitere wirksame Stellschrauben, um das Darmkrebsrisiko zu senken. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten sowie ein maßvoller Umgang mit bzw. der Verzicht auf Alkohol. Auch das Vermeiden von Übergewicht spielt eine wichtige Rolle.
Ein zentraler Baustein bleibt die Vorsorge. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Darmkrebs-Früherkennungsuntersuchungen ab 50 Jahren. Bei familiärer Vorbelastung kann eine frühere Abklärung sinnvoll sein. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an – Vorsorge kann Leben retten.
Die wichtigsten Fragen samt Antworten finden Sie auf dieser Seite des Bundesministeriums für Gesundheit.
Der Darmkrebsmonat ist ein guter Anlass, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen. Vielleicht ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, den nächsten Schritt in Richtung Rauchfreiheit zu gehen. Jeder rauchfreie Tag zählt – für Ihre Lunge, Ihr Herz und auch für Ihren Darm. Wir unterstützen Sie beim Aufhören, mehr Infos unter Mein Rauchstopp.
