„Durch unbekanntes Gebiet oder starken Verkehr leiten“ – so beschreibt der Duden die Bedeutung des Wortes „lotsen“. Eine weitere lautet: „vom Boden aus (auf die richtige Flug- oder Landebahn) dirigieren“. Beide Beschreibungen passen sehr gut zum Aufgabengebiet unserer rauchfrei-Lotsinnen und rauchfrei-Lotsen. Besonders treffend finden wir die erste Definition: Auch die rauchfrei-Lotsinnen und -Lotsen helfen dabei, einen Weg durch unbekanntes und manchmal unwegsames Gelände zu finden – nämlich durch den Prozess der Tabakentwöhnung. Das geschieht online und damit (nahezu) rund um die Uhr. In dieser Saison bekommt das Team Verstärkung: Nadja unterstützt künftig als neue rauchfrei-Lotsin die Community.
Hilfe zur Selbsthilfe – aus eigener Erfahrung
Die rauchfrei-Lotsinnen und rauchfrei-Lotsen verbindet eine wichtige Gemeinsamkeit: Sie haben früher selbst geraucht und ihren Rauchstopp erfolgreich geschafft. Genau diese persönliche Erfahrung macht ihr Engagement besonders wertvoll. Viele von ihnen kennen typische Herausforderungen aus eigener Anschauung: das Verlangen nach einer Zigarette, schwierige Situationen im Alltag oder Zweifel, ob der Ausstieg dauerhaft gelingen kann. Diese Erfahrungen teilen sie mit anderen – und geben praktische Tipps für den Alltag ohne Zigarette.
Unterstützung genau dann, wenn sie gebraucht wird
rauchfrei-Lotsinnen und rauchfrei-Lotsen sind ehrenamtlich tätige Laien, die durch eine Schulung auf ihr Engagement vorbereitet wurden. Sie schließen die Lücke zwischen professionellen Hilfsangeboten (wie beispielsweise die BIÖG-Telefonberatung zur Rauchentwöhnung) und der Unterstützung im Familien- und Freundeskreis. Letztere ist gar nicht so selbstverständlich, wie manche glauben. Viele Menschen, die aufhören möchten zu rauchen, berichten zum Beispiel darüber, dass der Partner oder die Partnerin noch rauchen und manchmal wenig Verständnis für ihre Situation aufbringen oder ihnen der Freundeskreis einen erfolgreichen Rauchstopp nicht zutraue. Gerade in solchen Fällen kommen die Lotsen und auch die anderen aus der rauchfrei-Community „wie gerufen“. Und weil das Ganze online stattfindet, kann man sich auch zu späten (oder besonders frühen) Stunden Rat holen und mit anderen austauschen.
Viele Menschen berichten, dass das Verlangen nach einer Zigarette oft plötzlich auftritt – manchmal spät abends oder nachts. In solchen Momenten kann es helfen, einen kurzen Beitrag zu schreiben, Erfahrungen zu teilen oder Unterstützung zu bekommen. Oft dauert es nicht lange, bis andere Mitglieder oder eine rauchfrei-Lotsin bzw. ein rauchfrei-Lotse reagieren. Aus einer ersten Frage entsteht so häufig ein längerer Austausch. Und manchmal entwickeln sich daraus sogar Freundschaften.
Willkommen im Team
Mit Nadja bekommt das Lotsen-Team nun zusätzliche Unterstützung. Wir freuen uns über ihr Engagement und heißen sie herzlich willkommen bei uns. Gleichzeitig danken wir allen weiteren Lotsinnen und Lotsen, die sich Woche für Woche für andere einsetzen.