18. Feb 2026
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Studie zeigt: Rauchstopp nach einer Krebsdiagnose senkt das Sterberisiko

Eine Krebsdiagnose bringt vieles ins Wanken. Es stellen sich viele Fragen. Manchmal ist darunter auch diese Frage: Soll ich mit dem Rauchen aufzuhören? Eine aktuelle wissenschaftliche Studie gibt darauf eine klare Antwort: Ja. Ein Rauchstopp nach einer Krebsdiagnose kann das Sterberisiko deutlich senken.

Zigarette mit rotem Kreuz überklebt als Symbol für Rauchverzicht, Prävention und Rauchstopp in Deutschland.

Was die Studie untersucht hat

Forschende aus den USA werteten die Daten von über 1.700 Patientinnen und Patienten aus, die bei ihrer Krebsdiagnose noch rauchten. Untersucht wurde, wie sich ein Rauchstopp innerhalb der ersten Monate nach der Diagnose auf das Überleben auswirkt. Die Ergebnisse wurden im Journal of the National Comprehensive Cancer Network veröffentlicht.

Das zentrale Ergebnis: Menschen, die nach der Diagnose weiter rauchten, hatten in den folgenden zwei Jahren ein etwa doppelt so hohes Risiko, an ihrer Krebserkrankung zu sterben wie jene, die mit dem Rauchen aufhörten. Nach zwei Jahren lebten rund 85 Prozent der Personen, die einen Rauchstopp geschafft hatten. Bei den weiterhin Rauchenden waren es weniger: knapp 75 Prozent.

Vorteil unabhängig von Alter und Krebsart

Besonders wichtig: Der Zusammenhang blieb bestehen, auch wenn Faktoren wie Alter, Geschlecht, Herkunft, Krebsart und Krankheitsstadium berücksichtigt wurden. Der Rauchstopp selbst erwies sich damit als eigenständiger und wichtiger Einflussfaktor auf die Überlebenschancen.

Ein Ergebnis sticht besonders hervor. Der positive Effekt des Rauchstopps war am stärksten bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Krebsstadien (Stadium III und IV). In diesen Gruppen war das Sterberisiko bei „Weiter-Rauchenden“ mehr als doppelt so hoch wie bei denjenigen, die nach der Diagnose aufhörten. Das widerspricht der verbreiteten Annahme, dass sich ein Rauchstopp vor allem in frühen Krankheitsstadien lohnt. 

Warum Rauchen den Krankheitsverlauf beeinflusst

Rauchen wirkt sich nicht nur auf die Entstehung von Krebs aus, sondern auch auf dessen Verlauf. Tabakrauch kann Entzündungen fördern, das Immunsystem schwächen und die Wirksamkeit von Behandlungen beeinträchtigen. Ein Rauchstopp hingegen entlastet den Körper. Reparatur- und Abwehrmechanismen des Organismus können wieder besser arbeiten und Therapien können sich wirksamer entfalten.

Rauchstopp ist wichtiger Baustein der Krebsbehandlung

Die Studienautorinnen und -autoren schlagen vor, den Rauchstopp stärker als festen Bestandteil der Krebsversorgung zu betrachten – ergänzend zu Operation, medikamentöser Therapie und Bestrahlung. Die Ergebnisse machen deutlich: Rauchfreiheit ist kein Nebenthema, sondern kann die Prognose entscheidend beeinflussen.

Sie möchten aufhören zu rauchen? Rufen Sie uns an – kostenfrei! Die BIÖG-Telefonberatung zur Rauchentwöhnung steht Ihnen montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, unter 0 800 8 31 31 31 als kostenfreie Servicenummer zur Verfügung.

  • Chen, L.-S., et al. (2025). Smoking cessation after cancer diagnosis and overall survival: A cohort study. Journal of the National Comprehensive Cancer Network, 23(10).
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