21. Jan 2026
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Studie: Auswirkungen von Passivrauchen auf die nächste Generation?

Bei Schäden durch Tabakrauch denken die meisten Menschen zunächst an die direkten Folgen für Raucherinnen und Raucher: Husten, Atemnot, ein steigendes Risiko für schwerwiegende Erkrankungen usw.. Auch dass manche Auswirkungen des Rauchens Menschen betreffen, die selbst nie geraucht haben, ist vielen bewusst – die Rede ist vom Passivrauchen. 

Die Allermeisten dürften jedoch zum ersten Mal davon hören, dass sich die Folgen des Passivrauchens möglicherweise sogar über Generationen hinweg bemerkbar machen könnten. Genau das legt eine australische Studie nahe, die über 46 Jahre hinweg 890 Vater-Kind-Paare begleitet hat.

Passivrauch in der Kindheit – mit Spätfolgen für die eigenen Kinder

Das Ergebnis der Studie in einem Satz: Männliche Jugendliche, die vor ihrer Pubertät regelmäßig Passivrauch ausgesetzt waren, hatten später Kinder mit einer schlechteren Lungenfunktion. Der eingeatmete Tabakrauch gefährdete also offenbar nicht ausschließlich die eigene Gesundheit der damals betroffenen Jungen – auch ihre später geborenen Kinder zeigten häufiger Einschränkungen ihrer Lungengesundheit.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass frühzeitige Passivrauchbelastung bei Jungen offenbar biologische Prozesse beeinflussen kann, die später an ihre Kinder weitergegeben werden. Die Botschaft der Studie: Passivrauch ist nicht harmlos, sondern kann gesundheitsschädlich sein – und zwar nicht ausschließlich in der Gegenwart, sondern auch darüber hinaus und für die nächste Generation. Schlechtere Lungenfunktionen sind langfristig ein Risikofaktor für Atemwegserkrankungen wie zum Beispiel COPD.

Fazit

Passivrauch ist mehr als ein kurzfristiges Ärgernis, sondern kann langfristige Spuren hinterlassen. Und: Risikofaktoren können offenbar an zukünftige Generationen weitergegeben werden. Die gute Nachricht: Schutz ist möglich. Eine rauchfreie Umgebung zuhause, im Auto und in der Freizeit ist ein wirksamer Schritt für Ihre Gesundheit und die Gesundheit Ihrer Familie. Und für alle, die mit dem Gedanken spielen, mit dem Rauchen aufzuhören, gilt: Mit Unterstützung geht es leichter. Mehr Informationen unter Mein Rauchstopp.

  • Liu, J., Perret, J. L., Lodge, C. J., Vicendese, D., Bowatte, G., Lowe, A. J., Idrose, N. S., Frith, P., Wood-Baker, R., Mishra, G., Holloway, J. W., Svanes, C., Abramson, M. J., Walters, E. H., Dharmage, S. C., & Bui, D. S. (2025). Paternal prepubertal passive smoke exposure is related to impaired lung function trajectories from childhood to middle age in their offspring. Thorax. Advance online publication. [https://doi.org/10.1136/thorax-2025-223508]
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