Ein Schlaganfall tritt häufig ohne Vorwarnung auf und kann langfristige gesundheitliche Folgen haben. Der jährlich am 10. Mai begangene „Tag gegen den Schlaganfall“ informiert über Ursachen, Warnzeichen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Dabei steht auch das Rauchen im Fokus: Tabakkonsum zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren für einen Schlaganfall.
Häufige Erkrankung mit weitreichenden Folgen
In Deutschland erleiden jedes Jahr rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Die Erkrankung gehört zu den häufigsten Todesursachen und ist eine häufige Ursache für bleibende Behinderungen im Erwachsenenalter.
Ein Schlaganfall entsteht, wenn die Blutversorgung eines Teils des Gehirns plötzlich unterbrochen ist und dadurch nicht mehr ausreichend Sauerstoff ankommt. In der Folge können Nervenzellen bereits nach kurzer Zeit geschädigt werden oder absterben. Welche körperlichen oder geistigen Funktionen beeinträchtigt sind, hängt davon ab, welche Hirnregion betroffen ist.
Rauchen schädigt Blutgefäße
Rauchen zählt – nach Bluthochdruck – zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für einen Schlaganfall. Studien belegen, dass das Schlaganfall-Risiko mit der Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten zunimmt.
Die zugrunde liegenden Mechanismen sind gut untersucht: Tabakrauch schädigt die Gefäßwände, fördert Ablagerungen in den Arterien und beeinflusst die Blutgerinnung. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit für Gefäßverschlüsse – auch im Gehirn.
Auch andere Formen des Tabakkonsums sind mit Risiken verbunden. So weisen Studien darauf hin, dass auch das Rauchen von Wasserpfeifen das Schlaganfallrisiko erhöhen kann.
Was sich nach dem Rauchstopp verbessert
Der Verzicht auf Tabak gehört zu den wirksamsten Maßnahmen zur Vorbeugung. Nach einem Rauchstopp beginnt der Körper, sich zu regenerieren. Die Gefäßfunktion verbessert sich, und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – einschließlich Schlaganfall – nimmt mit der Zeit ab. Dabei gilt: Je länger der Rauchstopp zurückliegt, desto stärker sinkt das Risiko.
Was Sie zusätzlich tun können
Neben dem Rauchstopp lassen sich auch andere Risikofaktoren gezielt beeinflussen. Risiko-Senker sind vor allem:
… regelmäßige Bewegung
… eine ausgewogene Ernährung
… ein moderater Umgang mit Alkohol bzw. Verzicht auf Alkohol
… die Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes
Diese Faktoren wirken zusammen und können das persönliche Schlaganfall-Risiko deutlich reduzieren.
Fazit
Der Tag gegen den Schlaganfall lenkt den Blick auf Prävention und frühzeitiges Handeln. Viele Risikofaktoren sind beeinflussbar – und Veränderungen wirken sich nachweislich aus.
Ein Rauchstopp ist dabei ein zentraler Schritt. Er reduziert nicht nur das Risiko für Schlaganfälle, sondern wirkt sich positiv auf die gesamte Herz-Kreislauf-Gesundheit aus.