Viele Raucherinnen und Raucher kennen diesen Gedanken: „Ich will aufhören – aber gerade jetzt passt es einfach nicht.“ Beruflicher Stress, private Verpflichtungen oder eine anstehende Party: Gründe, den Rauchstopp zu verschieben, finden sich leicht. Doch den perfekten Zeitpunkt gibt es selten. Einen günstigen Moment dagegen öfter, als man denkt.
Aus medizinischer Sicht: Je früher, desto besser
Medizinisch ist die Antwort auf die Frage nach dem besten Zeitpunkt klar: Jetzt! Denn jede Zigarette schadet dem Körper und je länger jemand raucht, desto stärker wird die Abhängigkeit. Aus gesundheitlicher Sicht ist also „heute“ immer besser als irgendein Zeitpunkt in der Zukunft. Wer aber schon einmal versucht hat, mit dem Rauchen aufzuhören, weiß: Der Kopf spielt mit. Ohne ein Mindestmaß an innerer Bereitschaft und Motivation wird es schwer, den notwendigen Willen und das Durchhaltevermögen für die Tabakentwöhnung aufzubringen. Denn die ersten Tage und Wochen nach der letzten Zigarette können zur (bewältigbaren) Herausforderung werden.
Erkenntnisprozess: vom Zweifel zur Entscheidung
Das „Problem“: Die erwähnte innere Bereitschaft entsteht selten von heute auf morgen. Sie entwickelt sich meist schrittweise. Erste Momente der Erkenntnis ergeben sich zum Beispiel dann, wenn man bemerkt, dass die Kurzatmigkeit zunimmt, der Husten hartnäckiger wird oder der Geschmackssinn nachlässt. Solche Momente stoßen das Nachdenken über die eigene Gesundheit an und können durch Hinweise der Ärztin oder des Arztes verstärkt werden. Auch die Erfahrung, wie befreiend es sich anfühlt, einige Tage ohne Zigarette auszukommen – etwa während einer Erkältung, kann diesen Prozess befördern. Dann kommt es manchmal wie von selbst: das Gefühl, bereit zu sein für den Rauchstopp.
Zwei hilfreiche Fragen
Dieser Erkenntnisprozess lässt sich jedoch auch aktiv unterstützen – etwa durch eine kleine, aber wirkungsvolle Übung. Stellen Sie sich dafür die beiden folgenden Fragen:
- Wenn ich nichts ändere – wie wird mein Leben in fünf oder zehn Jahren aussehen?
- Wenn ich in den nächsten zwei Wochen mit dem Rauchen aufhöre – wie könnte mein Leben dann in fünf oder zehn Jahren aussehen?
Nehmen Sie sich ruhig etwas Zeit, um diese Fragen – am besten schriftlich – zu beantworten. Berechnen Sie: Wie viel Geld werden Sie in den nächsten fünf oder zehn Jahren zurücklegen können, wenn Sie jetzt aufhören? Welche Giftstoffe ersparen Sie ihrem Körper durch diesen Entschluss? Mit welchem Gefühl werden Sie in den nächsten Jahren vermutlich zu Ihrem regelmäßigen Gesundheits-Check-Up gehen, wenn Sie jetzt aufhören? Wer, außer Ihnen, freut sich ganz besonders über den Rauchstopp? Und wie sehen die nächsten fünf oder zehn Jahre vermutlich aus, wenn Sie weiter rauchen?
Vielleicht sprechen Sie über Ihre Antworten mit einem Menschen, der bereits aufgehört hat – zum Beispiel mit einer rauchfrei-Lotsin oder einem rauchfrei-Lotsen.
Der Rauchstopp: eine Investition in die eigene Zukunft
Solche Fragen führen oft zu einem Aha-Moment: Der Rauchstopp ist kein Verzicht, sondern eine Investition – in sich selbst, in die eigene Zukunft. Wer heute aufhört, profitiert schon bald. Nach 12 Stunden sinkt der Kohlenmonoxid-Spiegel im Blut, der Sauerstoff-Gehalt nimmt zu. Dadurch werden alle Organe wieder besser mit Sauerstoff versorgt, die körperliche Leistungsfähigkeit wird nach und nach besser.
Sicherlich, die Entscheidung, aufzuhören, ist erst einmal der Anfang. Es braucht mehr als den Entschluss, um erfolgreich rauchfrei zu werden. Ein gutes Durchhaltevermögen, Strategien gegen das Verlangen sowie Unterstützung durch andere sind hilfreiche Zutaten einer gelingenden Tabakentwöhnung. Wir unterstützen Sie gerne!
Rufen Sie uns an
Sie haben Fragen zu Ihrem Rauchstopp? Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne. Die BIÖG-Telefonberatung zur Rauchentwöhnung steht Ihnen montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr unter 0 800 8 31 31 31 * zur Verfügung.
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