14. Jan 2026
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Wenig rauchen = halb so schlimm? Ein Trugschluss

„Ein, zwei Zigaretten am Tag – das schadet doch nicht ernsthaft, oder?“ Diese Frage stellen sich viele Menschen, die ihren Tabakkonsum als „moderat“ einschätzen. Eine Auswertung internationaler Gesundheitsdaten zeichnet jedoch ein anderes Bild: Schon geringe Mengen Tabakrauch belasten Herz und Gefäße messbar – und erhöhen das Risiko für schwere Erkrankungen deutlicher, als viele vermuten.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben dazu die Daten von mehreren hunderttausend Erwachsenen ausgewertet. Untersucht wurde, wie stark sich unterschiedlich intensives Rauchen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Lebenserwartung auswirkt. Das Ergebnis ist eindeutig: Auch wenig Rauchen hat Konsequenzen und ist keineswegs harmlos.

Kleine Menge Tabakrauch = große Wirkung

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen: Schon Menschen, die nur wenige Zigaretten pro Tag rauchen, erkranken häufiger an einem Herzinfarkt, anderen Herz-Kreislauf-Krankheiten oder an einem Schlaganfall als Nichtrauchende. Besonders auffällig ist, dass das Erkrankungsrisiko bereits bei niedrigen Rauchmengen deutlich ansteigt – nicht erst bei starkem Konsum.

Wer täglich zwischen zwei und fünf Zigaretten raucht, trägt bereits ein klar erhöhtes Risiko für ernsthafte Erkrankungen. So stieg bei dieser regelmäßigen Menge das Risiko für einen Herzinfarkt um etwa 50 Prozent. Das bedeutet: Ein „bisschen Rauchen“ ist aus medizinischer Sicht weit riskanter, als sein Ruf vermuten lässt.

Rauch-FREI macht den Unterschied

So manche Raucherinnen und Raucher setzen auf eine Reduzierung ihres Zigarettenkonsums statt auf einen konsequenten Ausstieg. Fachleute warnen jedoch: 

Schon kleine Mengen der im Tabakrauch enthaltenen Stoffe wirken schädigend auf die Blutgefäße. Sie fördern Entzündungen, verengen Arterien und belasten den Herzmuskel. Dieser Prozess beginnt früh, bereits bei wenigen regelmäßig gerauchten Zigaretten, wie diese Untersuchung noch einmal eindrücklich unter Beweis stellte. 

Die echte Wende beginnt mit dem Aufhören

Die gute Nachricht: Der Körper ist erstaunlich regenerationsfähig. Schon kurz nachdem die (aller-)letzte Zigarette geraucht wurde, setzt ein Erholungsprozess ein.

Langfristige Auswertungen zeigen: Personen, die mit dem Rauchen aufhören, senken ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich. Schon in den ersten Jahren nach dem Rauchstopp sinkt die Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall spürbar. Wer dauerhaft rauchfrei bleibt, kann sich langfristig dem Risiko von Menschen annähern, die nie geraucht haben.

Es ist nie zu spät für einen ersten Schritt

Vielleicht denken Sie jetzt: „Das klingt logisch – aber einfach ist es nicht.“
Stimmt, zumindest berichten das viele Menschen rückblickend, die mit dem Rauchen aufgehört haben. Ein Rauchstopp ist eine Herausforderung. Aber er ist machbar – und vor allem: Sie müssen ihn nicht allein bewältigen. Denn auch diese Erfahrung teilen viele erfolgreiche Ex-Rauchende: Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein wirksamer Schritt in Richtung Gesundheit. Weitere Infos gibt es unter Mein Rauchstopp.

  • Tasdighi, E., Yao, Z., Dardari, Z. A., Jha, K. K., Osuji, N., Rajan, T., Boakye, E., Matsushita, K., Simonsick, E. M., Lima, J. A. C., Lloyd-Jones, D. M., Cohen, D. L., Appel, L. J., Khera, A., Hall, M. E., Rodriguez, C. J., Judd, S., Cole, S. A., Ramachandran, V. S., . . . Blaha, M. J. (2025). Association between cigarette smoking status, intensity, and cessation duration with long-term incidence of nine cardiovascular and mortality outcomes: The Cross-Cohort Collaboration (CCC). PLoS Medicine, 22(11), e1004561.
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