Liebe Johanna,
liebe Mitstreiter,
der Differenzierung zwischen Stimmungstief und Depression kann ich mich nur anschließen, obwohl beide Bereiche in gewissen Grenzsituationen - ich denke hier an Angstgefühle bis hin zu Panikattacken - für den Laien wohl ziemlich dicht beieinander liegen.
Aus meiner eigenen "Raucherkarriere" heraus kann ich nur sagen, dass meine Gesundheit der Hauptgrund war, nach über vierzig Jahren als Kettenraucher von heute auf morgen aufzuhören. Ich hatte schwerste Hustenanfälle, nicht nur morgens im Halbschlaf, sondern auch tagsüber aus völlig heiterem Himmel, ohne auch nur im leisesten erkältet zu sein. Ich wollte endlich wieder tief durchatmen können, ohne husten zu müssen!
Natürlich sind auch in meinem Hinterkopf ängstliche Gefühle bis hin zur Panikattacke hochgekommen: Jede Situation meines Lebens war in irgendeiner Form mit der Zigarette verknüpft, wie sollte ich bloß ohne klarkommen? An diesem Punkt habe ich mich auf dreierlei Weise wie Münchhausen am Haarschopf aus dem Sumpf gezogen:
1. Wozu negative Endgültigkeit?
Es geht nicht um das angsteinflößende, negativ wirkende "Nie wieder!?!", es geht nur um das situationsbedingte, positive "Jetzt möchte ich gar nicht!".
2. Besteht Grund zur Panik?
Angst wird doch oftmals nicht durch die Situation selbst, sondern nur durch unsere eigene Reaktion darauf ausgelöst, also habe ich mir überlegt, in welcher Situation ich mich als frisch gebackener Nicht-mehr-Raucher überfordert fühlen könnte (z.B. Konzentrationsstörungen), weshalb der Gedanke Angst auslöst (andere könnten mich für begriffsstutzig halten) und was schlimmstenfalls eintreten könnte (zugeben, dass ich darüber mal einen Moment nachdenken muß...). Und was ich gedanklich vorweggenommen hatte, hat mich auch nicht mehr aus dem Gleichgewicht gebracht!
3. Wie wär´s mit Lachen?
Mir hilft es immer, wenn ich mich selber veralbern kann: Bei was für einer Belastung soll denn eine Krücke, die aus in Papier gerolltem Tabak besteht, stützen können?!? Ich hatte mir schon einmal den Fuß gebrochen und hätte mit so einer Krücke genau das getan, was Nicht-mehr-Raucher auch tun - wegwerfen!!!
Um mich nicht selbst unnötig in Gefahr zu bringen, habe ich anfangs aber Situationen vermieden, in denen mir das Nicht-mehr-Rauchen unnötig schwer gefallen wäre, ich bin also ca. drei Monate lang nicht mehr mit Rauchern feiern gegangen, sondern habe mir ruhige Abende bei Obst und Tee gegönnt. In welchen Situationen denkst Du denn am häufigsten ans Rauchen? Wie kannst Du Dich ablenken? Oder kannst Du die Situation an sich vermeiden?
So, jetzt muß ich aber Schluß machen, ich wünsche Dir, liebe Johanna, eine super Tag,
[b][color=red][size=2]denn heute bist Du
eine Woche rauchfrei!!!
:heart:lichen Glückwunsch![/size][/color][/b]
Liebe Grüße, Brigitte