Hallo zusammen.....
ich bin 32 Jahre alt, rauche seit meinem 12. Geburtstag (nicht durchgehend, sondern zu der Zeit eigentlich nur vormittags in der Schule). Ich bin Mutter von drei Kindern und glücklich verheiratet. Mein Mann hat von heute auf morgen einfach so aufgehört, das war vor 5 Jahren. Komischerweise rauche ich seit dem immer mehr....
Den Gedanken, das Laster endlich mal los zu werden, hatte ich schon öfter. Aber es fehlte mir so der letzte Klick im Kopf. Tja, diesen hat mir meine Ärztin dann gegeben. Das war vorgestern. Meine Lunge ist durch etliche Vorbelastungen sowieso sehr anfällig und ich habe eine Bronchitis nicht wirklich auskuriert, weshalb sich mein Lungenvolumen auf 3,5 Liter reduziert hat. Leider lässt sich das jetzt nicht mehr ganz heilen, lediglich verbessern. Aber ohne Notfallspray werde ich wohl nicht mehr auskommen. Das ganze führt zu erheblichen Einschränkungen, angefangen damit, dass ich bei einem schönen Witz nicht zu viel lachen kann, weil ich sonst Atemnot bekomme. Treppen steigen geht auch nur noch mit anschließender Atemnot, Sport undenkbar, mit den Kindern toben - auch nicht wirklich. DAS ist das schlimmste!
Jetzt habe ich überall diese Notfallsprays liegen, muss zusätzlich regelmäßig Medikamente nehmen - und hatte auf diesen Schreck vor der Tür meiner Ärztin erstmal eine geraucht. Dabei habe ich mich dann gefragt, wie blöd ich eigentlich bin und was ich da gerade mache. :bang:
Zu Hause habe ich eine sehr gute Freundin (seit 7 Jahren rauchfrei) angerufen und einen Pakt geschlossen. Sie hilft mir beim Aufhören, verurteilt mich aber nicht, wenn ich doch mal schwach werden sollte. Sie bekommt von mir jeden Tag einen Euro für jede Zigarette, die ich doch noch geraucht habe. Ich weiß, dass ich ganz aufhören sollte, aber ich traue es mir noch nicht ganz zu. Vielleicht denken einige jetzt, Mensch Mädel, wie viele Einschläge brauchst Du noch, um es zu kapieren?? Diese Frage stelle ich mir auch.... Ich bin nicht doof, mein Verstand arbeitet hervorragend, aber die Sucht ist echt nicht zu unterschätzen. Am Montag habe ich den Entschluss gefasst und am Dienstag waren es schon 5 Zigaretten weniger, heute sind es 17 weniger als sonst. Das ist für mich ein ganz großer Schritt.
Stückchen für Stückchen, wie man so schön sagt. Ich schaffe das! Für meine Kinder und für mich!!