Hallo Bea,
dann erstmal ein ganz herzliches Willkommen hier bei uns Aufhörern, ich freu mich, daß Du uns hier gefunden hast.
Viele hier teilen Deine Erfahrung, wie einfach uns die Sucht wieder zurückbekommt. Ich auch - genau wie Du sagst, glaubte ich damals auch, eine Zigarette (als Streßkiller) würde mir schon mal nichts anhaben, das Aufhören war ja ganz einfach. So schnell konnte ich gar nicht schauen, wie ich wieder in alte Muster zurückgefallen war. Und das nach elf Jahren Abstinenz. Und damit sind wir beide auch nicht allein hier, so viele kennen das.
Aber jetzt wissen wir es besser und wollen uns wieder aus den Fesseln der blöden Sucht befreien, stimmt´s? Bis Sonntag kannst Du Dich schon mal ein wenig auf den Ausstieg vorbereiten, wenn Du magst. Zum Beispiel gibt es ein kostenfreies Rauchfrei-Startset, welches Du hier beziehen kannst:
http://www.bzga.de/infomaterialien/foerderung-des-nichtrauchens/rauchfrei-startpaket/
Sieh es Dir doch mal an, die Broschüre darin kann Dich ein wenig durch den Entzug leiten, der Kalender motivieren und der Streßball gegen Schmachter eingesetzt werden.
Und wenn Du möchtest, spür doch auch schon mal die Situationen auf, in denen Du gewohnheitsmäßig rauchst - zum Frühstückskaffee, im Auto, in Pausen, oder wann sind Deine bekannten "wichtigen" Zigaretten? Dann kannst Du Dir nämlich schon mal vorab Gedanken machen, wie Du diese Situationen ab dem Ausstieg ändern könntest, um nicht schon aus der Situation heraus Schmacht zu generieren. Such Dir ein anderes Plätzchen für den Kaffee, oder versuche Tee oder ein Knäckebrot zum Kaffe. Halte Bonbons im Auto vor (scharfe am besten! Scharfer Geschmack dämpft Rauchlust). Nach dem Essen geh gleich mal Zähne putzen, verstehst Du wie ich mein? Bau diese Situationen irgendwie um.
Kannst auch Ersatzhandlungen vorbereiten, Dich zum Beispiel mit den genannten scharfen Bonbons eindecken, Rohkost vorhalten, oder Trinkhalme kaufen (man kann sich diese auf Zigarettenlänge kürzen und dann durch sie Luft "rauchen", wenn man das Verlangen spürt: ich vergleiche die Sucht da gerne ein wenig mit dem Pawlowschen Hund: Wenn sie meint, die kriegt Futter, verhält sie sich entsprechend. Wenn sie glaubt, gleich gibt´s Nikotin, weil Du schon die Bewegung machst, beruhigt sie sich vielfach ein wenig).
Und lies und stöbere hier auf der ganzen Seite, der Reiter Aufhören versorgt Dich mit Tipps und Tricks zum Ausstieg, und komm her ins Forum, schreib wie es Dir geht, stelle Fragen, sofern vorhanden, und schau Dich hier um, was die anderen so erlebt haben - sicher erkennst Du Dich hier und da wieder und siehst, daß Du nicht allein bist. Ich würde mich auch freuen, wenn Du ein wenig mehr über Deine Raucherkarriere schreiben würdest (nur wenn Du möchtest natürlich): wie viel hast Du denn geraucht, und wie lang warst Du zwischendrin rauchfrei, würde mich persönlich interessieren - aber wie gesagt, natürlich nur, wenn Du berichten magst. Fühle Dich frei, zu schreiben was Du möchtest. Und was vielleicht für´s Aufhören hilfreich wäre: was hat Dich denn bei Deinen zurückliegenden Versuchen am Durchhalten gehindert? Vielleicht können wir dafür gemeinsam dieses Mal auch Lösungen finden, sollten solche Situationen Dich wieder heimsuchen.
Ich freu mich wieder von Dir zu lesen. Für Deinen Absprung am Sonntag toi toi toi - wir sind dabei! Viele Grüße sendet Dir
Lydia