Hallo Ihr Lieben,
Danke für die Glückwünsche und das Lob.
Rückblickend waren die ersten 11 Tage das Schlimmste. Danach wurde es immer besser und nach einem Monat gings ganz gut. Nach 100 Tagen haben die ab und zu noch auftretenden heftigen Atacken langsam aufgehört, nach 200 Tagen waren es nur noch leichte Attacken, ab und an, die eher genervt als zum rauchen verführt haben. Nach ca. 250 Tagen waren die auch weg und nur im Stress oder im Ärger kann ab und an mal 'ne ganz leichte Attacke.
Dass es irgednwann einmal so sein würde, dass ich absolut keine Probleme mehr mit dem Rauchen habe, hätte ich nicht gedacht. Ich habe keine Lust drauf, nur in Extremsituationen kommt mal ganz kurz ein Gedanke, der aber ganz schnell wieder weg ist. Wenn andere Rauchen stört mich das nicht. Ich geh' dann zwar trotzdem weg, aber nur weil ich meine Gesundheit nicht durch passiv rauchen belasten will.
Treffe ich mich mit Rauchern fühle ich mich frei, weil ich die Abhängigkeiten, die das Rauchen mit sich bringt nicht mehr habe. Und ich fühle Dankbarkeit dafür, dass ich das Rauchen nicht mehr nötig habe. Natürlich freue ich mich dann auch immer, dass ich es geschafft habe und das ist nach zwei Jahren immernoch ein tolles Gefühl!
Ich habe mir damit wohl eines der schönsten Geschenke gamacht, die man sich machen kann. Besonders, weil es mich nicht nur im Bezug auf das Rauchen weiter gebracht hat. Das hat weitreichende Konsequenzen :wink:
Ich habe da für mich etwas ganz Großes geschafft, das nicht jeder hinkriegt. Und das ist ein tolles Gefühl. Da ist mehr Selbstvertrauen, wenngleich ich da nie einen Mangel hatte; eine Gelassenheit, die vorher nicht da war; dieses Urvertrauen zu sich selbst ist bei mir ausgeprägter als früher und ich habe immernoch Rückenwind und Auftrieb durch das Erfolgserlebnis. Mir hat es nachhaltige, ausschließlich positive Veränderungen gebracht.
Deshalb kann ich jedem nur zureden. Zieh' es durch!!!!
Lasst euch nicht entmutigen. Jeder Tag, den Ihr übersteht ist ein Sieg über die Sucht. Jeder Tag, den Ihr übersteht, macht die Sucht schwächer und euch stärker - auch wenn man am Anfang oft nichts davon spürt. Nicht an Jahre denken, sondern Tag für Tag durchhalten, überstehen, genießen - je nach dem.
Und zwei Jahre sagt gar nix. Ich habe seit über einem Jahr gar keine Probleme, also das zweite Jahr war auf jeden Fall geschenkt. Ich denke, dass ich von den damaligen "Alten" sehr profitiert habe, wil ich an denen gesehen habe, dass es zu schaffen ist. "Wenn die es schaffen, schaffe ich es auch". Deshalb denke ich ist es auch gut, wenn man immer mal wieder hier her zurück kommt. Auf der anderen Seite natürlich auch um das schöne Gefühl am Leben zu halten, dass man es geschafft hat.
Liebe Grüße,
Peter